Nr. 185, 07. KW, 13.02.2009, Seite 1 von 20
 Inhaltsverzeichnis
Â
Editorial (Rohmert)
1
Feri Symposium: Fonds-initiatoren pfeifen opti-mistisch in den Wald
2
BulwienGesa: Immobi-lienindex sieht 2008 nochauf der Gewinnerstraße
6
Europäische Büroimmo-bilienuhr 4. Quartal 08
7
Cimmit: Branche wartetauf Selbstreinigung
8
Kempinski gibt HotelHeiligendamm aufÂ
10
Immobilienmarkt vs. Per-formance (Subroweit)
12
Immobilieninvestmentsdeutlich im Minus
15
Warum Antiykler jetztkaufen (Pisacane)
15
Brockhoff & Partner:Obergeschoss für Händ-ler weniger attraktiv
17
JLL: Rückgang beimHotelinvestmentmarkt 08
17
Anleger suchen Sicherheit
20
London: Interesse Top-Wohnobjekten steigt
18
Degi: Preis-Prognose auchohne Transaktionen
17
Impressum
22mpressum022
Offene Fonds: Anleger-schutz im Fokus (CW)
21
Mainzer Büromarkt
20
Direktanlagen als Inflati-onsschutz; Aktien nicht
19
Stimmungsindex: Stim-mungswendepunkt
8
aktuell gewinnt die
„Fairness-Diskussion“ in der Immobilienwirtschaft
wieder anBedeutung. Wer da an neu erwachte Bedeutung von Ethik in der Immobilienwirtschaftdenkt, hat weit gefehlt. Es geht um den in der Boomphase beliebten IFRS „Fair Va-lue“, der sportlichen Bewertern und Einkaufs-Abenteurern gegenüber dem HGB unge-ahnte Bilanzoptimierungsfreiheiten einräumte. Allerdings war Fachleuten und sogar WP‘s immer klar, dass das keine Einbahnstrasse ist. Mit „IVG-Chef wettert gegen Bi-lanzregeln“ (FTD), „Fair oder unfair – das ist die Frage“ (FAZ) macht die Immobilien-wirtschaft ein „neues“ Diskussionsfass auf. Dass IVG-ChefÂ
Gerhard Niesslein
murrt,ist klar. Sein Excel getunter, Wirtschafts- und Reit euphorischer Vorgänger hat ihmnicht nur ein schweres Bewertungs-, sondern auch noch ein schweres Einkaufs-Erbehinterlassen. Niesslein selber gehörte wie wir nicht zu den Reit-Protagonisten.Die Älteren unter Ihnen werden sich noch erinnern. Vor über drei Jahren schrieben wir in der Reit-/Immobilienaktien-Diskussion:
„Den Todesstoß für manche Aktiener-folgsstory tätigt das Bilanzrecht. Die Immobilienaktie hat keine Reißleine gegenfallende Märkte.“
Bereits Mitte der 90er Jahre warnten wir. Schließlich war es für ei-nen Unternehmensberater schon immer lästig, wenn die Kunden zwangsläufig beimAmtsgericht ihren Löffel abgeben müssen. Diesmal blieben wir als Berater (fast) au-ßen vor - und können uns schmunzelnd die Vorstands-Huddeleien anschauen.Letzte Woche traf sich die
Szene der Geschlossenen Fonds
auf Einladung von
Feri
.Das Zahlenwerk gaben wir Ihnen schon vergangenen Freitag. Bleiben noch die per-sönlichen Eindrücke offen. Nach über 25 Jahren Tätigkeit in der Fondsszene kommtman sich beim Lauschen manch „innovativer“ Vorträge vor wie ein pensionierter Tanz-lehrer, der seinem
Pennäler Fortgeschrittenen-Kursus
beim Abschlussball-Turnier zuschauen muss und noch zur Bewertung aufgefordert wird (Seite 2).In Zusammenhang mit Fondsinitiatoren und natürlich auch Immo-AGs gefiel mir einZitat von
William Butler Yeats
, das ich in anderem Zusammenhang letzte Woche las:
„Den Besten fehlt die Überzeugung, während die Schlechtesten mit aller Leiden-schaft handeln.“
Besser noch als die Fondsszene werden so die erratischen Aus-schläge der Immobilienaktien erklärt, deren Matadore oft, außer inbrünstig vorgetra-gen Stories, immobilienwirtschaftlich wenig zu bieten haben. Aber solange Börsianer nur in Tagen denken und Anleger den Prospekt-Beteuerungen glauben, dass
Tele-kom
oder andere Konzerne mit Begeisterung und inflationsangepassten Mieten nach10 Jahren in ihren Fondsobjekten blieben, wird das Yeats-Zitat Bedeutung behalten.Die erstmals gute immobilienwirtschaftliche Reit-Lobbyarbeit hat aber noch eine ande-re Schattenseite. Nachdem Branche und Regierung sich gegen den gesunden Men-schenverstand lächerlich gemacht haben, blieb - vielleicht als Strafe - die Immobilien-wirtschaft im Konjunkturpaket unberücksichtigt. Ob die professionelle gewerbliche Im-mobilienwirtschaft mit wenigen Mitarbeitern und ihren „100 Mio. Euro“-Ideen ganzoben auf der Förderliste des Mittelstandes stehen, wagen wir zu bezweifeln. In einer Zeit in der täglich eine Traditionsmarke den Geist aufgibt und sogar Kindheitsträumeendgültig unter die (Märklin-) Räder kommen, verstehe ich das sogar.Die heutige Ausgabe wurde möglich durch unsere PartnerÂ
CatellaReal Estate AG
,
DEGI GmbH, Deka Immobilien Investment,Fairvesta, Garbe Group, Ideenkapital AG, RA Klumpe Schroeder& Partner, UBS Real Estate KAG
sowie den Partnern von derÂ
"Der Fondsbrief"
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Nr.: 185
07. KW / 13.02.2009Kostenlos per E-Mail
ISSN 1860-6369
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