• Embed Doc
  • Readcast
  • Collections
  • CommentGo Back
Download
 
(ebook erotic) Salander - Dickerchen oder Jede gute Tat.txtDICKERCHENoder: Jede gute Tat trägt ihren Lohn in sichvon Martin SalanderAls wir nach S. umzogen, ging ich dort ins Gymnasium und hatte,weil ich ein ziemlich handfester Bursche war, keine Schwierigkeiten,in den Kreis der Schüler aufgenommen zu werden, die etwas zusagen hatten. Schnell hatte ich mich eingewöhnt. Mit Mädchenhatte ich damals nicht viel am Hut, wir spielten lieber Fussball,fuhren Rad und machten ein paar ganz verbotene Sachen, die unsoft in Schwierigkeiten brachten. Zudem waren die Mädchen inunserer Klasse recht spröde und die älteren liessen uns natürlicherst recht nicht ran.Mir fiel Anita erst auf, als sie von mehreren Jungs und auch einpaar Mädchen umringt wurde, die sie in einer Ecke des Schulhofeslaut johlend mit "Dickerchen!", "Fette Sau!" und Ähnlichembeschimpften und sie dabei herumschubsten, wobei sie sogarhinfiel. Ich weiss nicht genau warum, aber ich ging hin und sagte,es wäre verdammt unfair, wenn so ein Haufen einem einzelnenMädchen auf die Pelle rückte. Gleich kamen zwei von den Jungsauf mich zu und sagten, ich solle mich um meinen eigenen Dreckkümmern und verpissen, sonst gäbe es Keile. Nun war ich insolchen Sachen nicht unerfahren, weil ich durch die berufsbedingthäufigeren Umzüge meines Vaters gelernt hatte, mich in einemneuen Umfeld handfest zu behaupten. Die dachten, ich würdekneifen und mich zurück ziehen, aber ich ging schnell ein paarSchritte vor, trat dem einen in die Eier und zog dem anderen meineSchultasche so hart durchs Gesicht, dass seine Nase zu blutenanfing. Einem dritten, der Anstalten machte einzuschreiten, schickteich eine gestreckte Gerade entgegen, die ihn am Hals traf, woraufer sich würgend auf dem Boden wälzte. "Verschwindet bloss undlasst sie in Zukunft in Frieden!", sagte ich und zog das Mädchenvon den anderen fort.Erst jetzt musterte ich sie genauer. Na ja, die anderen hatten schonRecht, sie war ziemlich fett. Aber sie hatte ein hübsches,Seite 1
 
(ebook erotic) Salander - Dickerchen oder Jede gute Tat.txtfreundliches, eigentlich fast schönes Gesicht. Ich nahm meineSchultasche und ihre vom Boden auf und schob sie auf dasSchultor zu und die Strasse entlang. An einer Bank hielten wir an,ich half ihr, sich wieder sauber zu machen und wischte ihr mitmeinem nicht allzu sauberen Taschentuch die Tränen weg. Dannverabschiedete ich mich.Am nächsten Tag gab es natürlich Ärger: Einer der Lehrer hatte diekleine Auseinandersetzung gesehen und die Mutter von demJungen mit der eingeschlagenen Nase hatte sich beim Rektorbeschwert. Ich bekam für die Sache einen Verweis und von einemanderen Lehrer eine private Belobigung, weil ich mich anständigverhalten hätte. Jede gute Tat trägt ihren Lohn in sich, sagte er.Das wird dir wohl egal sein, er zwinkerte mir zu, aber Privatcouragemacht den Gentleman, sagte er, als er mir die Hand drückte.Nun, mir war das alles ziemlich egal, denn ich hatte mit meinenKumpels genügend zu tun, wir hatten ein paar Sachen vor, die unsdamals sehr wichtig vorkamen. Anita aus der Parallelklasse, dieDicke, der ich geholfen hatte, schaute mich immer mit leuchtendenAugen von Weitem an, als wäre ich Prinz Eisenherz. Irgendwiefreute ich mich doch darüber.Ich hatte mit Anita weder etwas zu tun, noch wollte ich etwas vonihr. Aber hin und wieder ergab sich, dass wir uns begegneten. Dannwechselten wir ein paar freundliche Worte und einmal lud sie michzu einem Eis ein. Da ich gerade kein Taschengeld mehr hatte,nahm ich an und revanchierte mich eine Woche später. Man konntesich mit ihr, obwohl sie doch ein Mädchen war, prima unterhalten,sie hatte anscheinend immer gute Laune und war lustig. Es gefielmir, wie ihre grossen braunen Augen glänzten und wie hübsch sichihr Näschen kräuselte, wenn sie lachte. Und wie erstaunt sieschauen konnte, wenn ich ihr von den Städten erzählte, in denenich schon gewohnt hatte. Ihr schönes Gesicht liess mich ihren fettenKörper ganz vergessen, während wir uns unterhielten. Wenn ichdaran später dachte, kam es mir traurig vor, dass sie so fett war.Seite 2
 
(ebook erotic) Salander - Dickerchen oder Jede gute Tat.txtIch war etwa ein Jahr in S. und hatte irgendwie immer mal wiederAnita getroffen, die anderen Jungs meiner Clique lästerten schonein bisschen. Aber ich sagte, sie sei sehr anständig und man könnegut mit ihr reden. Als ich mal eine Zeit lang in MatheSchwierigkeiten hatte, war sie es, die mir half, meine Fünf auf eineDrei zu bringen. Ich hingegen reparierte ihr Fahrrad, als sie damit ineinen Zaun gekracht war und brachte sie hinkend nachhause.Einmal fuhren wir zusammen Fahrrad und hielten an einer Wieseam Fluss an, weil sie die Weidenkätzchen bewunderte undbedauerte, dass sie keine holen konnte. Ich wollte das erledigen,kletterte den Baum hoch und einen Ast entlang, der promptabbrach, so dass ich ins Wasser fiel. Nichts passiert,glücklicherweise, aber ich war patschnass. Anita sagte, ich sollemeine nassen Sachen ausziehen und trocknen lassen. Sie würdemir schon nichts abschauen. Das war mir egal, es war vernünftig,also machte ich das. So sass ich dann nur in der Unterhose in derSonne, während Anita aus dem Korb ihres Fahrrades eine Decke,eine Flasche Cola und Kekse brachte. Mit Blick auf meine triefendeUnterhose sagte sie, die sollte ich doch auch ausziehen,auswringen und zum Trocknen aufhängen und dafür die Deckeumhängen. Na ja, ich war damals stolz auf meinen schlanken,sportlichen Körper und dachte mir, was solls.Da sassen wir nun in der Sonne und machten gemeinsam Witzeüber mein Ungeschick. Wir lachten viel darüber. Die Sonne warschön warm und ich fragte Anita, warum sie denn so in dem dicken,weiten Pullover hier rumsässe, der wäre doch viel zu warm. Siesolle ihn doch ausziehen. Mit einem merkwürdigen Blick schaute siemich an. Dann zog sie den Pullover über den Kopf. Darunter hattesie nur ihren BH. Ich hatte überhaupt nicht nachgedacht darüber,wahrscheinlich dachte ich, sie hätte noch ein Unterhemd an. Aberda war nur der BH. Der war gross. Sehr gross. Und die Brüste, diedarin steckten, waren auch gross. Sehr gross. Mir fielen fast dieAugen aus dem Kopf. Plötzlich hatten wir beide einen roten Kopf.Stockend kam unser Gespräch wieder in Gang, mit Anita war dasSeite 3
of 00

Leave a Comment

You must be to leave a comment.
Submit
Characters: ...
You must be to leave a comment.
Submit
Characters: ...