Et cetera
25 Jahre nach „West End Girls“ machen Neil Ten-nant und Chris Lowe immer noch Popmusik.„Yes” ist bereits das zehnte Studioalbum des bri-tischen Elektronik-Pop-Duos.
Ihr sagt mal wieder „Ja“ zur Popmusikmit eurem neuen Album …
Neil Tennant:
Im Grunde haben wir schon vorzwei Jahren damit begonnen, die Stücke dafürzu schreiben. Damals wurden wir angefragt,Songs für Kylie Minogue zu schreiben. Ein Songunseres neuen Albums, nämlich „Pandemo-nium“, war ursprünglich für Kylie gedacht, abersie hat ihn nicht aufgenommen. Möglicherweisehat uns dieser Song auf eine andere Schienebeim Schreiben gebracht. Das Interessante ist,dass ich den Text von „Pandemonium“ gar nichtaus meiner Sicht geschrieben habe. Und obwohlich den Text jetzt singe, habe ich dabei an KateMoss gedacht, die über Pete Doherty singt. Wasinzwischen natürlich seit gut zwei Jahren über-holt ist
(lacht)
.
Seit „West End Girls“ seid ihr eineKonstante in der Musikszene. Was istdasfür ein Gefühl?
Neil Tennant:
Das ist mir auch erst jetzt so rich-tig durch die Brit Awards bewusst geworden. Sieriefen bei uns an, um zu fragen, wie viele Singleswir veröffentlicht haben und so weiter. Das wuss-ten die nicht (lacht). Daraufhin habe ich ihnen dieZahlen und Fakten durchgegeben. Und da wurdees mir so richtig bewusst: „Oh Gott, 2009 liegtdie Veröffentlichung der ursprünglichen Versionvon „West End Girls” schon sage und schreibeFÜNFUNDZWANZIG Jahre zurück.“ Ich dachtezuerst, ich hätte mich geirrt. Aber nein! Das isteinfach unglaublich.
Für das Musical „Closer To Heaven”habt ihr gezielt neue Songs geschrieben.Wären eure Hits nicht auch für ein Musicalim Stil von „Mamma Mia!” geeignet?
Neil Tennant:
Ich kann mir nicht vorstellen, dasswir so etwas jemals in Gang setzen. Und ichglaube auch nicht, dass es mit unseren Songsgut gehen würde. Wesentlich besser wäre dafürmeiner Meinung nach der Katalog von RobbieWilliams geeignet. Oder – auch wenn das ver-mutlich nie irgendjemand anfassen würde – mitden Songs von Stock Aitken Waterman, die dieersten Hits von Kylie Minogue oder Rick Astleygeschrieben haben. Auch wenn ihre Songs ver-mutlich nicht die Qualität von ABBA-Stücken er-reichen, gehe ich davon aus, dass die Leute über-rascht wären, wie gut eine Zusammenstellungihrer besten Hits in einem Musical funktionierenkönnte.
Eure neue Single heißt „Love etc.“.Langweilt euch die Liebe?
Neil Tennant:
Den Titel habe ich von einer E-Mail,die ein alter Freund aus Newcastle mir und an-deren Freunden geschickt hatte. Er teilte uns mit,dass sein Vater gestorben sei. Als wir Kinder wa-ren, haben wir viel Zeit in dem Haus dieser Fa-milie verbracht. Das ist übrigens dieselbe Sache,um die es auch in „Being Boring“ ging. Wie auchimmer: Der Freund unterzeichnete die E-Mail mitden Worten „Love etc.“. Und ich dachte mir
(Stimme überschlägt sich)
: „Was soll das dennheißen? Et cetera? Wie bitte? Et cetera?” Dashabe ich mir aufgeschrieben, da es wie der Titelfür einen Song klang. Im Text dazu geht es aberschließlich um eine Liste von Dingen, die weni-ger bedeutend als die Liebe sind.
Es gibt nichts Wichtigeres als dieLiebe?
Chris Lowe:
Genau, und alles Übrige ist nur „etcetera“.I
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Die Single „Love etc.”erscheint am 13. März, das Album „Yes” am 20. März bei Parlophone (EMI) www.petshopboys.co.uk
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Ja zur Liebe: Die Pet Shop Boys sprechen über ihr neues Album
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