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Rudolf Steiner, Die Kernpunkte Der Sozialen Frage

Rudolf Steiner, Die Kernpunkte Der Sozialen Frage

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Published by Lukas
Diese grundlegende Schrift über eine notwendige Reform des gesamten sozialen Lebens entstand 1919, wenige Monate nach Beendigung des Ersten Weltkrieges, in einer Situation des sozialen Neubeginns. In ihr entwickelt Rudolf Steiner, ausgehend von einer umfassenden Kritik an der Allmacht des Einheitsstaates, systematisch den Gedanken der Sozialen Dreigliederung. Steiner zeigt, wie das gesamte öffentliche Leben in die drei Bereiche zu gliedern ist: in ein freies Geistesleben, ein unabhängiges, auf das Gleichheitsprinzip gegründetes Rechtsleben und ein brüderliches Wirtschaftsleben. Jedes dieser drei Glieder muss sich seiner eigenen Struktur und Ordnung gemäß frei entwickeln können.
Diese grundlegende Schrift über eine notwendige Reform des gesamten sozialen Lebens entstand 1919, wenige Monate nach Beendigung des Ersten Weltkrieges, in einer Situation des sozialen Neubeginns. In ihr entwickelt Rudolf Steiner, ausgehend von einer umfassenden Kritik an der Allmacht des Einheitsstaates, systematisch den Gedanken der Sozialen Dreigliederung. Steiner zeigt, wie das gesamte öffentliche Leben in die drei Bereiche zu gliedern ist: in ein freies Geistesleben, ein unabhängiges, auf das Gleichheitsprinzip gegründetes Rechtsleben und ein brüderliches Wirtschaftsleben. Jedes dieser drei Glieder muss sich seiner eigenen Struktur und Ordnung gemäß frei entwickeln können.

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Rudolf SteinerDie Kernpunkte der sozialen Frage
1919-1920
Sozialwissenschaftliche Ausgabe (SWA)Bibliographie Nr. 800
2. Digitalauflage Berlin 2002Dreigliederungsverlag
Rechtlicher Hinweis: Die Urheberrechte für dieses Werk sind seit 1995 abgelaufen. Für diese Bearbeitung des Werkes
beanspruchen wir keine Verlagsrechte. Sie kann daher frei vervielfältigt werden.
 
2
Inhaltsverzeichnis
Vorrede und Einleitung zum 41. bis 80. Tausend dieser Schrift
3
Vorbemerkungen über die Absicht dieser Schrift
13
Die wahre Gestalt der sozialen Frage, erfasst aus dem Leben dermodernen Menschheit
17
Die vom leben geforderten wirklichkeitsgemässen Lösungsversuche fürdie sozialen Fragen und Notwendigkeiten
34
Kapitalismus und soziale Ideen
55
Internationale Beziehungen der sozialen Organismen
85Anhang 95
 
3
Vorrede und Einleitung zum 41. bis 80. Tausend dieser Schrift
Die
Aufgaben,
w
elche
das soziale Leben der Gegenwart stellt, muß
derjenige
verkennen, der an siemit dem Gedanken an
irgendeine
Utopie herantritt.
Man
kann aus gewissen
Anschauungen
und
Empfindungen
den Glauben haben, diese oder jene
Einrichtungen,
die man sich in seinen Ideen
zurechtgelegt
hat, müsse die Menschen
beglücken;
dieser Glaube kann
überwältigende
Überzeugungskraft
annehmen;
an dem, was
gegenwärtig
die « soziale
Frage
» bedeutet, kann mandoch
völlig
vorbeireden,
wenn man einen solchen Glauben
geltend machen
will.
Man
kann heute diese Behauptung in der
folgenden
Art
bis in das scheinbar
Unsinnige
treiben, undman wird doch das
Richtige
treffen.
Man
kann
annehmen,
irgend jemand
wäre im Besitze einer
vollkommenen
theoretischen « Lösung » der sozialen
Frage,
und er könnte dennoch etwas ganz
Unpraktisches
glauben,
wenn er der
Menschheit
diese von ihm
ausgedachte
« Lösung » anbietenwollte. Denn wir leben nicht mehr in der Zeit, in welcher man
glauben
soll, auf diese
Art
imöffentlichen Leben wirken zu können. Die Se
elenverfassung
der Menschen ist nicht so, daß sie fürdas öffentliche Leben etwa
einmal sagen
könnten: Da seht einen, der
versteht,
welche sozialen
Einrichtungen
nötig sind; wie er es meint, so wollen wir es
machen.
In dieser
Art
wollen die Menschen Ideen über das soziale Leben
gar
nicht an sich
herankommen
lassen. Diese Schrift, die nun doch schon eine
ziemlich
weite
Verbreitung gefunden
hat, rechnet mitdieser Tatsache.
Diejenigen
haben die ihr zugrunde
liegenden
Absichten ganz verkannt, die ihreinen utopistischen Charakter
beigelegt
haben. Am
stärksten
haben dies
diejenigen
getan, die selbstnur
utopistisch
denken wollen.
Sie
sehen bei dem andern, was der wesentlichste Zug ihrer
eigenen
Denkgewohnheiten
ist.Für den
praktisch
Denkenden gehört es heute schon zu den
Erfahrungen
des öffentlichen Lebens,daß man mit einer noch so
überzeugend erscheinenden
utopistischen
Idee nichts
anfangen
kann.Dennoch haben
viele
die Empfindung, daß sie zum Beispiele auf wirtschaftlichem Gebiete miteiner solchen an ihre Mitmenschen herantreten sollen.
Sie
müssen sich davon
überzeugen,
daß sienur unnötig reden. Ihre Mitmenschen können nichts
anfangen
mit dem, was sie
vorbringen.
Man
sollte dies als
Erfahrung
behandeln.
Denn es weist auf eine
wichtige
Tatsache des
gegenwärtigen
öffentlichen Lebens hin. Es ist die Tatsache der
Lebensfremdheit
dessen, was man

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