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Rote Ruhr #25

Rote Ruhr #25

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07/05/2013

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antikapitalistisch klassenkämpferisch revolutionär Seite 1
// Nah-Ost-Konikt //
Die »Säulen der Verteidigung«gegen die palästi-nensische Bevöl-kerung
Am 14. November begann das israelischeMilitär seine erneute Militäroffensive ge-gen den Gaza-Streifen mit der gezieltenErmordung des Hamas-Militärführers Ah-med al Dschabari. Dieser befand sich in sei-nem Auto, welches von einem israelischenKampfjet in die Luft gesprengt wurde.
In der einwöchigen Offensive ogen die
israelischen Luftstreitkräfte nach eigenenAngaben mehr als 1500 Kampfeinsätzegegen von ihnen ausgemachte Ziele imGaza-Streifen. Das sind mehr als doppelt soviele Einsätze wie bei dem letzten großen blutigen Angriff Israels im Jahr 2008/2009(Operation „ Gegossenes Blei“). Über 150Menschen (davon mehr als die Hälfte Zivi-listen) verloren durch diese Angriffe bisher ihr Leben über 1200 wurden verletzt, auchvier israelische Zivilisten und ein israeli-scher Soldat wurden bei Angriffen der Ha-mas und anderer bewaffneter Gruppen mitselbstgebauten Raketen getötet und rund100 verletzt. Dabei ist die Zahl der paläs-tinensischen Opfer lediglich so „gering“geblieben, da sich die Angriffe erneut vor 
 Liebe Leserin, lieber Leser,
in dieser Ausgabe ndet ihr einen Artikel zur aktuellen Lage im Nahen-Osten und über dievorerst beendete Militäroffensive Israels. Dann haben wir für euch den Aufruf des [3A] * Re-volutionäres Bündnis zur Luxemburg-Liebknecht-Lenin Gedenkdemonstration im Januar 2013. Außerdem noch einen kurzen Bericht mit einer Auswertung zu den Aktivitäten gegen das geplan-te Factory Outlet Center in Duisburg-Hamborn und einem diesbezüglichen Solidaritätscamp.Und wir haben für euch einen Bericht von der in Essen stattgefundenen Jubeldemo über die vor kurzem vom Essener Stadtrat beschlossenen Kürzungen im Kultur- und Sozialbereich.Viel Spaß beim lesen...
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2012
 
Seite 2 antikapitalistisch klassenkämpferisch revolutionär 
allem auf die Zerstörung der seit 2008 wie-der aufgebauten Infrastruktur konzentrierte,so vor allem die Verwaltungsgebäude undMinisterien der Hamas und die an der Gren-ze zu Ägypten angelegten Tunnelsysteme,durch die ein großer Teil der Lebensmittel,Benzin und Baumaterialien in den Gaza-Streifen geschmuggelt werden, da Israelund Ägypten seit fünf Jahren die Einfuhr von fast allen notwendigen Gütern massivverhindert. Das durch solche Tunnel auchWaffen geschmuggelt werden, nutzt Israelimmer wieder als Legitimation diese zu zer-stören.Bereits vor den ersten Bombeneinschlä-gen startete die israelische Regierung einegigantische Medienoffensive um ihre völ-kerrechtswidrigen Angriffe zu legitimie-ren. Das es hierbei keinesfalls darum geht,lediglich Raketenstellungen an der Grenzezu den von Israel besetzten Gebieten zu zer-stören, wie die Presseinformationen verlaut- baren lassen, zeigen die eigenen Aussagender israelischen Regierungsvertreter. So for-derte Transportminister Israel Katz, Gaza soschwer zu bombardieren, „dass die gesam-
te Bevölkerung nach Ägypten ieht“, Avi
Dichter, Minister für die Verteidigung der Heimatfront, riet den israelischen Streitkräf-ten, Gaza „neu zu formatieren“ und es „mitBomben sauberzuwischen“. Innenminister Eli Yishai sagte, „Infrastruktur, öffentlicheGebäude und Regierungsgebäude“ müsstenzerstört werden, dass Ziel der Operation sei,„Gaza ins Mittelalter zurückzuschicken, nur dann wird Israel für die nächsten 40 Jahre inRuhe leben“.Der bekannte und preisgekrönte israelischeAutor Tzvi Fishman geht auf einem Blogder Zeitung „The Jewish Press“ sogar nochweiter: „[…] In der Zwischenzeit, an unsereSoldaten – Holt sie euch boys! Bombt dieHölle aus ihnen heraus! Denkt an den gu-ten alten „American way“ in Vietnam! Er-innert euch an die Befehle die Uncle Samseinen Truppen gab: „Tötet alles, was sich bewegt!“ Geronimo!“Zudem war diese Offensive keine Reakti-on auf einen Angriff von palästinensischenGruppen, sondern eine von langer Handgeplante Militäroffensive. Seit Monatendrängen die israelischen Militärs die Politi-ker dazu und betrieben Lobbyarbeit. So war es ein leichtes für die israelische Regierungdiesem Plan wohlwollend zuzustimmen.
 
antikapitalistisch klassenkämpferisch revolutionär Seite 3
Die am 21.11. geschlossene Waffenruhesteht noch auf sehr wackeligen Beinen undviele wunderten sich über ein so schnelleseinlenken Israels. Bedenkt man jedoch, dassin Israel im Januar 2013 Parlamentswahlensind ist dies kaum verwunderlich. Ein kurzer Überfall auf den Gaza-Streifen ohne großeeigene Verluste ist da der beste Wahlkampf den sich der amtierende Präsident Netanja-hu und seine Regierung vorstellen können.Zudem kann man dadurch von innenpoliti-schen Problemen und massiven Protestengegen die Kürzungs- und Sparpolitik im ei-genen Land ablenken.// LLL Gedenkdemo 2013 //
Damals wie heute:Dem deutschenImperialismus inden Rücken fallen-Der Hauptfeindsteht im eigenenLand!
Wenn am 13. Januar 2013 wieder Tausen-de in Berlin auf die Straße gehen, erinnernsie an die Ermordung von Rosa Luxemburgund Karl Liebknecht durch die Reaktion am15. Januar 1919. Nach dem sich beide über Jahre innerhalb der SPD für die Interessender ArbeiterInnenklasse eingesetzt hatten,mussten sie im August 1914 miterlebenwie sich die internationale Sozialdemokra-tie für den Krieg und gegen die Interessender Menschheit entschied. Führten sie denKampf gegen diese Politik anfangs inner-halb der SPD, so wurde immer deutlicher,dass auf den Verrat auch ein organisatori-scher Bruch erfolgen musste. Dieser war die Gründung der Kommunistischen Partei,nach dem Vorbild Lenins und der russischenKommunistInnen.Wir Gedenken ihrer und all den unzähligenGenossInnen, die im Verlauf der letztenhundert Jahre für ihre Überzeugung starben,dass ein menschenwürdiges Leben nur jen-seits kapitalistischer Verwertungs- und Kon-kurrenzlogik zu organisieren ist und deshalbein revolutionärer Bruch nötig ist, um eineradikal andere Art des menschlichen Zu-sammenlebens zu organisieren.Aber auch aus ihren Ideen und Theori-en können wir heute, 93 Jahre nach ihrer Ermordung, noch immer eine Menge Er-kenntnisse gewinnen, die für die aktuellenKämpfe gegen die sozialen Verwüstungendes deutschen Krisenimperialismus in Euro- pa, die steigende Militarisierung im Inneren

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