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Rote Ruhr #26

Rote Ruhr #26

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03/12/2013

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antikapitalistisch klassenkämpferisch revolutionär Seite 1
// Frauenrevolution //
Die Befreiung der Frau – im Kapita-lismus?!
Unterdrückung der Frau – ein weitesFeld.Wo fängt Unterdrückung an und wo hörtsie auf?
Körperliche, sexuelle, private, gesellschaft-liche, wirtschaftliche Unterdrückung – mankönnte hier weiter aufzählen, weiter insDetail gehen, auf die unzähligen Unterdrü-ckungsmethoden und deren Folgen einge-hen, denen die werktätigen Frauen in einemnoch höherem Maße ausgesetzt sind als diewerktätigen Männer.Aber in diesem Artikel soll es nicht vor-rangig darum gehen, wie sich die Unter-drückung äußert, sondern vielmehr darumwelchen Weg man zur Überwindung gehenmuss.Die Unterdrückung der Frau hat eine langeGeschichte – eine lange Tradition, könnteman in Anbetracht der Unzufälligkeit pas-sender Weise sagen. Mit der Entstehungdes Privateigentums manifestierte sie sich,wurde zu einer Sicherung der bestehendenMachtverhältnisse. Diese Unterdrückungzieht sich bis in das heutige kapitalistische
 Liebe Leserin, lieber Leser,in dieser Ausgabe haben wir für euch einen Artikel zum Thema Kapmf um die Befreiung der  Frau und warum dieser Kampf untrennbar mit dem Kampf gegen den Kapitalismus und für die sozialistoische Revolution verbunden ist. Zudem könnt ihr die Auswertung unserer gemeinsamen Aktivitäten mit unseren GenossInnen aus Köln und Bonn zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen lesen. Außerdem haben wir für euch einen Artikel über den deutschen Imperialismus seine Rolle in der EU und das System der Waffenexporte.Viel Spaß beim lesen...
01
2013
 
Seite 2 antikapitalistisch klassenkämpferisch revolutionär 
System hin – zwar wird sie immer versteck-ter, was den zahlreichen Reformen und der damit verbundenen gesetzlichen Gleichstel-lung zu verdanken ist - doch bleibt die struk-turelle Unterdrückung in der Praxis nochimmer bestehen.
Warum ist die Unterdrückung der Frauderart untrennbar mit dem Kapitalismusverbunden?
Dafür muss man einmal auf die Entste-hungshintergründe des Patriarchats zurück-schauen. Nachdem im Laufe der Urgemeinschaftlangsam effektiver produziert werden konn-
te, die Menschen anngen durch ihre Arbeit
einen gewissen Überschuss (Mehrprodukt)schaffen zu können, entstand eine Teilungder Arbeit. Diese einfachste Form war dieTeilung nach Alter und Geschlecht (natur-wüchsige Arbeit). Die Spezialisierung der Männer auf die Jagd und der Frauen auf 
das Sammeln von Panzennahrung und auf 
die Hauswirtschaft führte zu einer gewissenSteigerung der Arbeitsproduktivität. Wäh-rend dieser Zeit hatte die Frau die existenz-sichernde Position inne, da die Jagd durchdie Männer die Existenz nicht zu sichernvermochte. Somit spielten die Frauen dieführende Rolle in der Gemeinschaft (Matri-archat). Im Laufe der weiteren Entwicklungder Produktivkräfte, als Ackerbau und Vieh-zucht eine zunehmende Wichtigkeit gewan-nen und diese Arbeiten Sache der Männer wurde, wurde die matriarchalische durchdie patriarchalische Gens (Patriarchat) ab-gelöst. Im weiteren Verlauf wurde somit dasPrivateigentum nach der männlichen Linievererbt.Die Entstehung des Patriarchats bildet denAnfang der Unterdrückung der Frau – siewird zunehmend in die Reproduktionsar- beit, d.h. Kindererziehung, Kochen, etc, ge-drängt und gerät somit in die Abhängigkeitvom Mann. Daraus lässt sich schlussfolgern,dass die Befreiung der Frau nur funktioniertindem sie aus der männlichen Abhängigkeitgerissen wird.Wir betrachten die Frauenfrage als eine der Grundlagen für eine fortschrittliche Arbeit.Doch immer wieder lässt man sich dabeidazu verleiten die Unterdrückung der Frauals einen unabhängigen Gegen-stand zu betrachten. Wenn wir über Missstände reden – sei esArbeitslosigkeit, ein schlechtesBildungssystem oder eben dieUnterdrückung der Frau – ha- ben wir dies nicht unabhängig,aus dem Kontext gerissen, zumachen, sondern müssen unsstets das Grundproblem vor Augen halten, welches dieseSymptome unweigerlich mitsich zieht. Wir haben die Mög-
 
antikapitalistisch klassenkämpferisch revolutionär Seite 3
lichkeit Reformen zu erkämpfen – Lohn-erhöhungen und Frauenquoten zu fordern – doch wird es das Grundproblem nicht lö-sen. Ebenso wenig wie die Krisen im kapi-talistischen System zufällig auftreten, ist dieUnterdrückung der Frau zufällig entstanden.Und somit wird es auch in den Grenzen die-ses Systems nicht möglich sein diese Symp-tome aufzuheben.Aufgrund dieser Verwobenheit von Patri-archat und Kapitalismus, muss der Kampf um die Befreiung der Frau unmittelbarer Bestandteil des Kampfes gegen den Kapi-talismus sein. Denn nur wenn Produktionund Reproduktion gesellschaftlich gestal-tet wird, ist eine Befreiung der Menschenmöglich, nur wenn kein Unterschied mehr zwischen Privatem und Öffentlichen besteht – das Privateigentum aufgehoben, die ge-sellschaftliche Produktion und Konsumtionaufgebaut wird, ist eine Befreiung möglich.Dies aber kann nur im Sozialismus verwirk-licht werden, woraus sich schließen lässt,dass eben dieser der Schlüssel zur Befreiungder Arbeiter und eben speziell auch zur Be-freiung der werktätigen Frauen ist.Die Frauenfrage ist ein Teil der großen so-zialen Frage und muss auch in diesem Zu-sammenhang angegangen werden, denn„Keine Befreiung ohne Revolution – keineRevolution ohne Befreiung der Frau“ (RosaLuxemburg). Wenn wir die Befreiung der Frau erreichen wollen, müssen wir uns demKapitalismus unversöhnlich gegenüberstel-len und als eine revolutionäre Bewegungkämpfen.Deshalb kämpfen wir konsequentfür die Befreiung der Frau, für den Sozia-lismus!// Auswertung 25. November 2012 //
Straßentheater gegen Gewalt anFrauen
„Widersprich mir nicht, du bist meineFreundin, du musst deine Zeit mit mir ver- bringen!“ Solche und ähnliche Situatio-nen sind Alltag für Frauen im öffentlichenRaum. Durch dominantes Auftreten undkörperliche Bedrängnis durch Männernwerden sie bedroht und eingeschüchtert.Auf offener Straße oder im Haushalt sindnicht nur psychische Gewalt alltäglich,auch von physischer Gewalt sind 37% der Frauen in Deutschland betroffen (Quelle:Studie „Lebenssituation, Sicherheit und

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