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Rote Ruhr #28

Rote Ruhr #28

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07/14/2013

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antikapitalistisch klassenkämpferisch revolutionär Seite 1
// Frauenrevolution //
Für die Befreiungder Frau – Hinauszum 8.März!
14. Februar, weltweit stehen Frauen auf.
Dieses Jahr fand zum ersten Mal der V-Daynicht als „Valentines-day“ statt, sondern als„Violence-day“. Es wurde den eine Milli-arden Frauen, gedacht, die in ihrem Lebengeschlagen oder vergewaltigt werden. EineMilliarden Frauen, das bedeutet jede 3. Frauauf der Welt und hinzuzufügen ist hier, dassdiese erschreckenden Zahlen in der Realität,abseits vom Papier, noch bedeutend höher zu vermuten sind.Unter dem Motto „One billion rising“ wur-de nun ein Zeichen gesetzt. Am 14. Februar,in den verschiedensten Ländern und Städtender Welt, gingen tausende Menschen – Frau-en und Männer - auf die Straße und protes-tierten gegen Gewalt an Frauen. Alleine inDeutschland fanden mehr als 200 Aktionenstatt.Doch wir sagen: Es darf nicht bei einemAktionstag bleiben! Tag für Tag muss dieBefreiung der Frau ein Bestandteil unseresKampfes um die Befreiung vom Kapita-lismus sein. Denn die Frau wird nicht freidurch Reformen und Frauenquoten in Vor-standsgremien – der Kampf um die Befrei-
 Liebe Leserin, lieber Leser,in dieser Ausgabe haben wir drei Schwerpunktartikel für euch. Zunächst möchten wir zurück-blicken auf den „One billiom rising“ Aktionstag am 14. Februar und einen Ausblick auf den 8. März geben. Im zweiten Artikel beschäftigen wir uns mit dem Tag der politischen Gefangenenund seiner Geschichte und aktuellen Repressionsfällen der Klassenjustiz. Zum Abschluss haben wir noch einen Artikel über den Krieg Frankreichs in Mali für euch. Wir wollen hier vor allem die Motivation und Interessen Frankreichs offen legen und auf die ge- schichte Malis als französische Kolonie eingehen. Viel Spaß beim lesen...
03
2013
 
Seite 2 antikapitalistisch klassenkämpferisch revolutionär 
ung der Frau muss unweigerlich verbundensein mit dem Kampf gegen die kapitalisti-sche Ordnung.Deshalb müssen wir die Frauenfrage immer wieder auf’s Neue hervorheben und rufenhierzu auf am 8. März, dem internationalenFrauenkampftag auf die Straße zu gehen.
Aufruf zum 8. März
Die Unterdrückung der Frau hat viele Facet-ten.Fast jede zweite Frau in Deutschland, 40%
nach den ofziellen Zahlen, musste schon
einmal körperliche Gewalt erfahren. Doch
noch weitaus häuger leiden Frauen unter 
seelischer Gewalt – eine Gewaltform, die
häug nicht beachtet oder gar ernst genom
-men wird.Es beginnt oft schleichend durch anzügliche
Blicke, Bemerkungen, Berührungen, Pffe
oder eine immer weiter verbreitete frauen-feindliche Sprache.Doch diese Dinge werden in der heutigenGesellschaft als normal betrachtet. In der Werbung ist deutlich das allgegenwärtigeMotto „Sex sells“ zu erkennen: ob Parfumsvon Chanel, das Männerdeo von Axe oder der neue BMW – all diese Produkte sindBeispiele dafür, wie die Werbeindustrie denKörper der Frau als Sexsymbol vermark-tet. Die Medien vermitteln bereits jungenFrauen das „Idealbild“ der Frau und dieFolgen sind nicht zu übersehen, denn rund30% aller jungen Frauen zwischen 11 und17 Jahren zeigen Hinweise auf eine Essstö-rung. Dazu kommt, dass schon Jungen imGrundschulalter die sexistische Sprache vonBushido, 50 Cent und Co. übernehmen – dieGesellschaft jedoch akzeptiert das.Durch dieses als normal betrachtete „Bildder Frau“, bildet sich für die Frau ein Stel-lenwert in der Gesellschaft, der es umsoleichter macht, die Frau nicht nur sozial,sondern auch wirtschaftlich zu unterdrü-cken. Frauen dienen als billige Arbeits-kräfte, als Lohndrückerinnen, denn mit der schlechten Entlohnung der Frau bekommtauch der Mann immer weniger Lohn. Wasder Mann an Geld früher allein nach Hau-se brachte, müssen Paare nun gemeinsamerarbeiten. Somit schlagen die Kapitalistendurch das Arbeitsrecht der Frau noch mehr 
Prot.
Auf der anderen Seite fällt der Frau auchnoch die Aufgabe der Reproduktionsarbeit,also Hausarbeit und Kindererziehung, zu.Die Jahrhunderte alte Tradition drückt diesefür den Kapitalismus lebensnotwendige Re- produktionsarbeit der Frau auf. Doch da siefür diese Arbeit nicht entlohnt wird, unter-liegt sie somit einer doppelten Ausbeutung.Allerdings lehnen wir an dieser Stelle dieBezahlung der privaten Reproduktionsarbeitab, da diese lediglich die Rollenverhältnisseaufgrund der Gesellschaftsverhältnisse fes-tigen würde und die Frau dadurch wieder in die ökonomische Abhängigkeit geraten
 
antikapitalistisch klassenkämpferisch revolutionär Seite 3
würde, da sie auf ihr Arbeitsrecht verzich-ten und somit erneut vom Mann abhängigwerden würde.Die Wurzeln der Unterdrückung der Frauliegen einige tausend Jahre zurück in der Urgesellschaft. Diese Entstehung des Pat-riarchats näher zu erläutern würde hier al-lerdings den Rahmen sprengen (mehr dazuunter rsfrauenkampf.blogsport.de).Jedoch ist zu sagen, dass wir die Frauen-frage als eine der Grundlagen für eine fort-schrittliche Arbeit als notwendig sehen.Zwar lässt man sich immer wieder dazuverleiten, über Missstände wie Arbeitslosig-keit, ein schlechtes Bildungssystem oder dieUnterdrückung der Frau als unabhängigeGegenstände zu reden, doch wir dürfen die-se nicht aus dem Kontext gerissen betrach-ten. Diese Missstände sind Symptome, diedas Grundproblem unweigerlich mit sichzieht. Dieses müssen wir uns vor Augen hal-ten. Wir haben die Möglichkeit, Reformen(Lohnerhöhungen, Frauenquoten, etc.) zuerkämpfen, doch dies wird das Grundprob-lem nicht lösen. Und somit wird es in denGrenzen dieses Systems nicht möglich seindie Symptome gänzlich aufzuheben – denndas Grundproblem ist das kapitalistischeSystem.Aufgrund dieser Verwobenheit von Patri-archat und Kapitalismus muss der Kampf um die Befreiung der Frau Bestandteil desKampfes gegen den Kapitalismus sein.Denn nur wenn Produktion und Reprodukti-on gesellschaftlich gestaltet werden und der Privatbesitz von Produktionsmittel aufgeho- ben wird ist eine Befreiung der Menschenmöglich. Dies aber kann nur im Sozialis-mus geschehen, worauf schließen lässt, dasseben dieser der Schlüssel zur Befreiung der Arbeiter und auch der werktätigen Frauenist.
Geschichte des 8.März
Die Frauenfrage ist Teil der großen sozia-len Frage und muss auch in diesem Zusam-menhang angegangen werden, denn „KeineBefreiung ohne Revolution – keine Revolu-tion ohne Befreiung der Frau!“ (Rosa Lu-xemburg). Um die Befreiung zu erreichen,müssen wir uns dem Kapitalismus unver-söhnlich gegenüberstellen und als eine re-volutionäre Bewegung kämpfen.Aus diesem Blickpunkt entstand 1910 beider zweiten internationalen sozialistischenFrauenkonferenz die Idee eines Frauenta-ges, welcher im Jahr 1921 von Lenin zum„Internationalen Frauenkampftag“ erklärtwurde und sich seitdem am 8. März jährt.Dieser Tag ist seit jeher ein Tag, der demKampf um die Rechte der Frau gewidmetist. Doch auch nachdem wir die gesetzlicheGleichstellung der Frau erlangt haben, müs-sen wir weiter gegen die gesellschaftlicheUnterdrückung durch das herrschende Sys-tem eintreten.Deshalb rufen wir hiermit auf am 8. und 9.März gemeinsam mit uns auf die Straße zugehen, um für die Rechte der Frauen und ge-gen ihre Unterdrückung zu kämpfen!Weitere Informationen rund um den 8. Märzauf: rsfrauenkampf.blogsport.de

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