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Die Geschichte Chinas von 1839 bis zur Gegenwart Dr. Andreas Heuer 
Inhalt
1. Vorspann1.1 Chronologischer Überblick1.2 Die beiden Hauptströmungen der chinesischen Politik des 20.Jahrhunderts1.3 Wichtige Personen der chinesischen Geschichte des 20. JahrhundertsHauptteil2.Einleitende Bemerkungen3. Die Vorgeschichte der Gründung der Republik: 1840-19114. Von der Gründung der Republik bis zur Gründung der Volksrepublik China:1911-19495. Die Ära Mao Zedongs 1949-19766. Reform-Prozess ab 19777. Wichtige Quellen zur Geschichte Chinas seit 1839
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1. Vorspann1.1 Chronologischer Überblick
1839:Lin Tse-Hü´s (Ze Xu) „Moral Advice to the West1839-42:1. Opiumkrieg1842:erster ungleicher Vertrag von Nanjing: Abtrennung von Hongkong undÖffnung von fünf Häfen, Freigabe des Handels und der Mission1856-60:2. Opiumkrieg1860:Vertrag von Beijing: Öffnung von elf weiteren Häfen, diplomatischeVertretungen in Beijing1851-64:Taiping-Aufstand1865:Gründung des ersten industriellen Arsenals (Jiangnan-Arsenal, Shanghai)1868:Entsendung der ersten diplomatischen Mission ins westliche Ausland(England)1872:Gründung der ersten Dampfschifffahrtsgesellschaft, erste Entsendung vonStudenten ins Ausland (USA)1894-95:Chinesisch-japanischer Krieg, Friede von Shimonoseki; UnabhängigkeitKoreas, Abtretung Taiwans1898:Hundert-Tage-Reform1900:Niederschlagung des Boxeraufstandes durch internationale Expedition1900-1924: Formulierung/Ausarbeitung der Grundgedanken/Grundlehren Sun Yat-sens1911/12: Sturz des Kaisertums Entstehung der „Republik China“1915: Japanische Forderungen (die „21 Forderungen“)1919: 4.-Mai-Bewegung1927: Zerschlagung der chinesischen Arbeiterbewegung durch Tschiang Kai-shek 1927: Mao Zedongs Hunan-Bauernbewegung1937: Zusammenarbeit der KPCh mit der Guomindang in einer antijapanischen Einheitsfront1945: Bruch mit der Guomindang und Beginn des Bürgerkriegs1949: Ausrufung der Volksrepublik China durch Mao Zedong1950-1953: Koreakrieg1949-1953: Bodenreform1953-1957: 1. Fünfjahresplan1956: Hundert-Blumen-Bewegung1957: Der Große Sprung nach vorn1959-1962: Hungersnöte1959: Liu Shaoqi wird Staatspräsident Chinas1962: Einleitung der „Sozialistischen Erziehungsbewegung“ nach demBeschluss des 10. Plenums des VIII. Zentralkomitees1966: Offizieller Beginn der Kulturrevolution1966: Mao veröffentlicht das 16-Punkte-Dokument.1973: 10. National-Kongress (Neue Staatsverfassung)1976: Tod Maos - Zerschlagung der Viererbande1978: Deng Xiaopings Reformpolitik „Emanzipiere den Geist, suche Wahrheit inFakten1986: Studentenaufstände1987: Rede Deng Xiaopings zur Wiederbelebung der Reformpolitik 1989: Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Platz desHimmlischen Friedens1997: Amtsantritt Jiang Zemins2
 
2003: Amtsantritt Hu Jin Taos
1.2 Die beiden Hauptströmungen der chinesischen Politik des 20.Jahrhunderts:Guomindang
: ist die 1912 nach dem Sturz der Mandschu-Dynastie gegründetenationalrepublikanische Partei. Sie war die erste nach westlichem Vorbild organisierte ParteiChinas. Der Begründer der Partei Sun Yatsen entwickelte die „Drei Grundlehren vom Volk“:Nationalismus, Demokratie und Sozialismus. Sun Yatsen strebte ein unabhängiges Chinaan, das langfristig zu einer Demokratie aufgebaut werden sollte. Nach dem Tod Sun Yatsens1925 übernahm Chiang Kai-shek die Führung der Partei. Als geschulter Militär versuchteChiang mittelfristig die Kommunisten in China auszuschalten und eine Art autoritärer Herrschaft einzuführen. Auf Grund der für China äußeren bedrohlichen Lage wurde nach jahrelangem Kampf gegen die Kommunisten ein Bündnis mit diesen im Jahr 1937eingegangen, um gemeinsam die Japaner zu bekämpfen. Dieses Bündnis zerbrach nachKriegsende und mündete in einem offenen Bürgerkrieg. Nach der endgültigen Niederlagegegen die Kommnisten 1949 zog sich die Guomindang nach Taiwan zurück und gründetedort den chinesischen Staat, der allerdings auf die Insel beschränkt blieb.
KPCh
(Kommunistische Partei Chinas): gegründet 1921 in Folge der 4.Mai Bewegung.Zunächst orientierte sich die Partei unter deren beiden Hauptbegründern Chen Duxiu und LiDazhao an der langsamen entstehenden Arbeiterbewegung und organisierte zahlreicheStreiks in der Zeit bis 1927. Nach Beginn der Kommunistenverfolgungen durch dieGuomindang spaltete sich die Partei in verschiedene Richtungen. Ab 1934 setzte sichlangsam Mao Zedong mit seiner Theorie durch, dass die Bauern das revolutionäre Subjekteiner kommenden Revolution sein müsse. Seit 1949 ist die KPCh die Staatspartei Chinasund hat diese Stellung bis heute in der Verfassung verankert.
1.3 Wichtige Personen der chinesischen Geschichte des 20. Jahrhunderts
Sun Yat-sen
(1866-1925): chinesischer Revolutionär und Politiker, Führer der Guomindang,nach der Revolution von 1911 im Januar 1912 provisorischer Präsident der Republik China.
Chen Duxiu
(1879-1942): Gründungsmitglied und erster Vorsitzender der KPCh; 1915Gründung der einflussreichen Zeitschrift
 Neue Jugend 
; 1917 Dekan an der Peking-Universität; wichtiger Führer der 4.Mai-Bewegung 1919; 1927 wurde ihm die Verantwortungfür die Politik der Zusammenarbeit mit der Guomindang angelastet; Ausschluss aus der KPCh; 1932 Verhaftung von den Guomindang-Behörden; 5 Jahre in Haft.3
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