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HADDÉ
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MA Modul 3/2
Strategisches Kulturmanagement.
Strategische Kulturpolitik / Veit Larmann
im Wintersemester 2008/2009 an der Hochschule Merseburg (FH) im
 Studiengang
Angewandte Medien- und Kulturwissenschaften 
Yvonne Chaddé Leipzig, 5. März 2009 
ULTURPOLITIK ALS 
ESELLSCHAFTSPOLITIK 
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ELENE 
LEINE 
 
 
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 2I.Im Werdegang von Helene Kleine, die 1959 im nordrhein-westfälischen Rhode geboren wurde,sind akademische Tätigkeit, Kulturarbeit und Kulturpolitik eng verzahnt.
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An der Heinrich HeineUniversität in Düsseldorf studierte sie Sozial- und Erziehungswissenschaften sowieSozialpsychologie und promovierte 1998 mit einer Arbeit zur Geschichte der Soziologie in der Weimarer Republik. Im Studiengang Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam, zu dessenGründung sie in den Jahren 1995 bis 2001 beauftragt wurde, hat Frau Kleine die Professur fürden Studienbereich „sozialer und kultureller Wandel“ inne und bietet im SommersemesterSeminare zur Stadtsoziologie und zur Kultur im ländlichen Raum sowie zur Kulturgeschichte derbeiden deutschen Staaten an. Im Zeitraum 2001 bis 2007 war Helene Kleine Rektorin derFachhochschule Potsdam. Der Wandels zieht sich durch ihre Amtszeit.
„Frau Kleines Amtszeit 
[  
war 
 ] 
geprägt von Konsolidierung und Innovation in Studium und Lehre, der Profilierung als forschende Hochschule und der Vernetzung nach innen und außen und über Fächergrenzen hinweg. Schwerpunkte waren die Entwicklung zukunftsfähiger Studiengänge und Weiterbildungsangebote, die Umstellung auf internationale Abschlüsse, die Verankerung und Ausweitung des Existenzgründungsprogrammes,die Umsteuerung auf den Globalhaushalt und die "leistungsbezogene Mittelzuweisung", die Umstellung der Vergütungsstruktur, die Einführung von Zielvereinbarungen und die Evaluation.“ 
 
Dieses Konfliktfeld reflektierte Helene Kleine auch in einem halbstündigen Interview, dass ichmit ihr am 17. Dezember in ihrem Büro auf dem Campus der Fachhochschule Potsdam führte:die Aufgaben als Rektorin orientierten sich daran, wie die Hochschule auf dem Stand zu halten, wie sie durch die Veränderungen, die der Bologna-Prozess einfordere, zu bringen sei und wie die Weichen zu stellen seien für die Weiterentwicklung.Strategie ist mit den Worten des Politologen Ralf Tils der planmäßige Umgang mit dem Wandel:
"Strategien versuchen (...) als längerfristig orientierte Handlungsanleitung, komplexe Konzepte für einen rationalen und geplanten Wandel in die gewünschte Richtung bereitzustellen." 
(Tils 2005: 11)
1 Im Weiteren arbeite ich eher Frau Kleines Bindung zur Wissenschaft heraus. Eckdaten zu ihrer kulturpolitischen Tätigkeit sind unter Anderem ihr Amt als Referentin für Kultur, Bildung und Frauenpolitik in der Fraktion der Grünen im Rathaus Düsseldorf von 1984 bis1988 und Ihre Mitgliedschaft im Rat der Stadt Düsseldorf von 1989 bis 1991. Danach erprobte sie ihr später in Potsdam angewandtesKonzept von Kulturarbeit bis 1991 als Sprecherin des Vereins »Leben in der Fabrik« – Wohnen, Arbeiten und Kultur im Jagendberggelände, Düsseldorf Bilk und als Bereichsleiterin für Kultur und Soziales bei der „Internationalen Bauausstellung EmscherPark“ zwischen 1991 und 1995.
 
2 http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/129805 (Stand: Oktober 2008)
 
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 3II.
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ULTURPOLITIK ALS 
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ESELLSCHAFTSPOLITIK 
“ 
Kulturpolitik wird im Rahmen der kulturpolitischen Diskurse der Kulturpolitischen Gesellschafte.V., einem der Interessensverbände der Kulturpolitik, dem meine Interviewpartnerin lange als Vizepräsidentin vorstand, als Gesellschaftspolitik verstanden.Kultur, die strukturell, finanziell und ideell durch Kulturpolitik gefördert wird, soll in diesemSinne alle Bevölkerungsteile und –schichten einbeziehen und teilhaben lassen.Integration ist das ausschlaggebende Moment, der Gesellschaft und damit
„dem Wohl aller“ 
 (Sievers 2006: 31) verpflichtet zu sein.
„(…) Kultur ist gesellschaftspolitisch und Kultur ist als Gesellschaftspolitik auch Teil des demokratischen Handelns, da es ja dann, wenn es den Bürgern Teilhabe ermöglicht, wenn es den Bürgern Mitgestaltung ermöglicht,wenn es den Bürgern Selbsterfaltung ermöglicht et cetera, et cetera, da spielt natürlich die Kultur, die künstlerischen, kulturellen Gegebenheiten (…) können da eine große Rolle spielen.“ 
(Kleine 2008: 16:50 min)
 
 Auch im Schlussbericht der Enquete-Kommission zur Klärung der Kultur in Deutschland, wird Kultur als öffentliche und gesellschaftliche Aufgabe verstanden, wobei die Argumentationstark von Oliver Scheytts
3
Definition von Kultur als
„Wirkungs- und Handlungsfeld“ 
(DeutscherBundestag 2007: 51; Scheytt 2006: 119) geprägt ist. Im Handlungsfeld Kultur will Kulturpolitik gesellschaftliche Wirkung erzielen (ebd.). Gesellschaft und Kultur sind keine sich ausschließendenKategorien. Die gesellschaftliche Ausrichtung bezieht sich auf das Kulturverständnis eines weitenKulturbegriffs. Kultur ist hier ein Instrument gesellschaftlicher Gestaltung und soll frei gehaltensein von wirtschaftlicher- oder Zweckdienlichkeit, auch wenn die reine Spendermentalität eines
„Kultur für alle“ 
- Programms inzwischen durch die Paradigmen der Neuen Kulturpolitik abgelöstist, wo der Kulturstaat „potente“ Bürger unternehmerisch und politisch aktivieren will.
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In einemsoziologisch motivierten Kulturbegriff dient Kultur der demokratischen Stabilität, der Identität,Integration, Partizipation. Sie wirkt systemunterstützend und werterhaltend (Schirmer 2002: 22).Kultur als
„Mentalitäts- und Handlungszusammenhang“ 
(Konersmann 2003: 9) berührt die Fragen desmenschlichen Zusammenlebens, da sie ihm Bedeutung verleiht.
3 Oliver Scheytt ist Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft
 
4 vergleiche die Debatte um den „aktivierenden Kulturstaat“
 
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