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Neue-Regeln-Umsatzsteuer-Außer-Haus-Markt

Neue-Regeln-Umsatzsteuer-Außer-Haus-Markt

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Neue Regelungen: Ermäßigte Umsatzsteuefür kleine Imbisse und Essen auf Rädern
ETL ADHOGA weist auf aktuelle Informationendes Bundesfinanz-ministeriums hin –Grundsätzlich: Ermäßigter Umsatzsteuersatz von7% bei Lieferungen von Lebensmitteln
Berlin, 27. März 2013
Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat sich erneut mit der Umsatzbesteuerung im Außer-Haus-Marktbefasst. Grundsätzlich gilt bei Lieferungen von Lebensmitteln der ermäßigte Steuersatz von siebenProzent. Darauf weisen die Experten von ETL ADHOGA, dem Steuerberater-Verbund für Gastronomieund Hotellerie(www.etl-adhoga.de), hin. In einem Schreiben vom 20. März 2013 (IV D 2 –S7100/07/10050-06) konkretisiert das BMF, in welchen Fällen eine ermäßigt besteuerte Speisenlieferungvorliegt: Einfach ausgestattete Imbissbuden ohne Sitzgelegenheiten werden mit sieben Prozentbesteuert. Auch beimsog. „Essen auf Rädern“, das vorwiegend von älteren Menschen genutzt wird, kommt künftigregelmäßig der ermäßigte Umsatzsteuersatz zur Anwendung.
Imbissstände nur mit Theke oderAblagebretterkönnen ihre Speisen daher weiterhin mit 7% Umsatzsteuer abgeben -Werden Sitzgelegenheiten angeboten, fallen 19% Umsatzsteuer an(Foto: Kaarsten/fotolia.com)
In den vergangenen Jahren hatten der Europäische Gerichtshof und der Bundesfinanzhof mehrere Urteilezur Abgrenzung von Essenslieferungen und Umsätzen in der Gastronomiegefällt. Das BMFteilte nun mit:„Grundsätzlich gilt: Lieferungen von Lebensmitteln unterliegen dem ermäßigten Umsatzsteuersatz vonsiebenProzent. Sonstige Leistungen sind von dieser Begünstigung ausgeschlossen, auch wenn ein Teildieser Leistungen in der Abgabe von Lebensmitteln besteht. Die Komplexität der Zubereitung(Standardspeise oder qualitativ hochwertiges Produkt) ist dabei wie schon in der Vergangenheit für dieFrage des Steuersatzes ohne Belang.“
 
Zukünftig muss geprüft werden, ob bestimmte Dienstleistungselemente wie Warmhalten, Kühlen, Anliefern, Verpacken und das Überlassen von Verpackungen oder Geschirr für die Vermarktung deverzehrfertigen Speisen notwendig sind
,
oder ob es sich um zusätzliche nicht zwingend erforderlicheLeistungen handelt, wie Bedienen, Servieren, Gestellen von Bedienungs-und Reinigungspersonal, dasBereitstellen von Tischen und Stühlen oder Geschirr und Besteck in größerer Zahl.Imbissstände können ihre Speisen daherweiterhin mit sieben ProzentUmsatzsteuer abgeben, solangesie ihren Kunden nur behelfsmäßige Verzehrvorrichtungen wie Theken oder Ablagebretter zur Verfügungstellen und der Kunde die Speisen im Stehen einnehmen muss. Ob das Würstchen auf einem Pappteller oder auf Mehrweggeschirr serviert wird, es dazu Einweg-oder Mehrwegbesteck und eine Serviette gibt,ist unerheblich. Auch die alternative Auswahl von Senf, Ketchup oder Mayonnaise ist unproblematisch. Auf Biertischgarnituren sollten Imbissstände jedoch verzichten.Werden auch Sitzgelegenheiten bereitgestellt, fallen 19 ProzentUmsatzsteuer an, soweit Speisen für denVerzehr-vor-Ort abgegeben werden. Das betrifft auch die sogenannten „Food Courts“, in denen Tischeund Stühle von den Gästen aller beteiligten Gastronomiengleichermaßen genutzt werden können. Nur wenn sich der Kunde den Imbiss zum Mitnehmen verpacken lässt, sind hier nur sieben ProzentUmsatzsteuer zu berechnen.Bei Mahlzeitendiensten, wie z. B. dem „Essen auf Rädern“ fallen künftig nur sieben ProzentUmsatzsteuer an, wenn Warmhalt
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behälter und mitgeliefertes Geschirr vornehmlich eine Verpackungsfunktion erfüllen.Beim Schulessen ist die Umsatzbesteuerung weiterhin nicht einheitlich geregelt. Aufgrund der Vielzahlunterschiedlicher Gestaltungen kommt es hier auf den konkreten Einzelfall an. Auch ein Partyservice muss nicht immer 19 ProzentUmsatzsteuer zahlen. So liegt bei einem kalt-warmem Büffet auch dann eine begünstigte Speisenlieferung vor, wenn ein Kunde bei der Auswahl der Speisen, deren Zusammenstellung und Menge individuell beraten wird und der Caterer die fertigenPlatten und Warmhaltebehälter anliefert, wieder abholt und sogar reinigt. Entscheidend ist: DiePlattenund Behälter besitzen vornehmlich Verpackungsfunktion. 19 ProzentUmsatzsteuer sind dagegen zuentrichten, wenn der Partyservice zusätzlich das Büffet anrichtet, festlich dekoriert und Geschirr, Besteck,Gläser u. ä. in größerer Anzahl bereitstellt. Wird allerdings nur Einweggeschirr und -besteck geliefert, dasder Kunde auch selbst entsorgen muss, fallen nur sieben ProzentUmsatzsteuer an.Der Teufel steckt –wie so oft –im Detail. Falls die neuen Regelungen günstiger sind, können sie schonfür Umsätze angewendet werden, die nach dem 30. Juni 2011 erbracht wurden. Muss zukünftig mehr Umsatzsteuer gezahlt werden, gibt es eine Schonfrist. Die neuen Bestimmungen müssen erst ab dem 1.Oktober 2013 angewendet werden.
Die ETL ADHOGA Steuerberatungsgesellschaft AG ist Teil der ETL-Gruppe, die zu den Top 5 der führenden Wirtschaftsprüfungs-und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland gehört. ETL ADHOGAist spezialisiert auf die Steuerberatung von Hotellerie-und Gastronomieunternehmen. An bundesweit über 50 Standorten betreuen die Steuerberater der ETL ADHOGA zahlreiche kleine und mittelständischeUnternehmen der Hotellerie und Gastronomie sowie Systembetriebe. Weitere Informationen: www.etl-adhoga.deKontakt:Erich Nagl,erich.nagl@etl.deETL ADHOGASteuerberatunggesellschaftAGMauerstr. 86-88, 10117 BerlinTel. (030) 2264 1111Fax (030) 2265 1235 www.adhoga.dewww.etl.dePresseservices:Carsten Hennig,ch@news-good.com

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