Schilddrüsenkarzinom
Der Schilddrüsenkrebs ist der häufigste endokrine Krebs. Er ist einer der wenigen Krebsarten, die in den letzenJahren an Häufigkeit zugenommen hat. Sie wird in den Vereinigten Staaten erwartet, dass 2007 11% mehr neueSchilddrüsenkrebserkrankungen zu erwarten sind als 2006. Die amerikanische Krebsgesellschaft schätzt, dassungefähr 33.550 neue Fälle von Schilddrüsenkrebs im Jahr 2007 in den USA zu erwarten sind. Von diesen neuenFällen werden ungefähr 25.480 bei Frauen und ungefähr 8.070 bei Männern auftreten. Ungefähr 1.530 Patienten(880 Frauen und 650 Männer) werden 2007 in den Vereinigten Staaten an Schilddrüsenkrebs sterben.
Symptome
Viele Patienten, besonders in den frühen Stadien des Schilddrüsenkrebses haben keine Beschwerden. Wenn sichder Krebs jedoch weiter entwickelt, können folgende Symptome auftreten: eine Schwellung oder ein Knoten amHals, Heiserkeit oder Schwierigkeiten beim Sprechen, vergrößerte Lymphknoten, Schwierigkeiten beimSchlucken oder Atmen, Schmerzen im Halsbereich.
Es gibt mehrere Schilddrüsenkrebsarten
: papillär, follikulär, medullär, anaplastisch und seltene Varianten.
Papilläre und follikuläre Schilddrüsenkarzinome
werden als differenzierter Schilddrüsenkrebs bezeichnet undsind für 80 bis 90% aller Schilddrüsenkrebserkrankungen verantwortlich. Frühzeitig genug entdeckt, können diemeisten papillären und follikularen Schilddrüsenkrebserkrankungen erfolgreich behandelt werden.
Medulläre Schilddrüsenkarzinome (MTC)
sind für 5 – 10% aller Schilddrüsenkrebserkrankungenverantwortlich. Wenn der medulläre Schilddrüsenkrebs entdeckt wird, bevor er sich auf andere Körperregionenausgebreitet hat, ist er leichter zu behandeln und zu kontrollieren. Es gibt zwei Arten des medullärenSchilddrüsenkrebses: der sporadische und familiäre. Die genetische Testung auf das sogenannte RET-Protoonkogen sollte bei allen Angehörigen von Patienten mit MTC durchgeführt werden, um zu entscheiden, obgenetische Veränderungen vorhanden sind, die die Entwicklung eines MTCs voraussagen. Bei Personen mitdiesen genetischen Veränderungen ist die Entfernung der Schilddrüse während der Kindheit mit einer hohenWahrscheinlichkeit der Heilung verbunden.
Der anaplastische Schilddrüsenkrebs
ist der seltenste und ist für 1 – 2% aller Schilddrüsenkrebserkrankungenverantwortlich. Diese Art des Krebses ist schwierig zu kontrollieren und zu behandeln, weil es sich im einen sehr aggressiven Schilddrüsenkrebs handelt.
Die Behandlung des Schilddrüsenkrebses
umfasst den chirurgischen Eingriff, Radiojodtherapie, externeStrahlentherapie und Chemotherapie. In den meisten Fällen unterziehen sich die Patienten einem chirurgischenEingriff, um den Großteil der Schilddrüse zu entfernen. Bei Patienten mit papillärem und follikuläremSchilddrüsenkrebs wird anschließend eine Schilddrüsenhormonersatztherapie gewählt, die gewöhnlich hochgenug ist, um das Thyroidea-stimulierende Hormon (TSH) deutlich unter dem Normalbereich zu supprimieren.Auf diese Weise wird das Wachstum von Tumorzellen verhindert, während zur gleichen Zeit die notwendigenSchilddrüsenhormone dem Körper zur Verfügung gestellt werden.
Folgende Faktoren stehen mit einem Schilddrüsenkrebs in Verbindung
: in der Familie ist bereits einSchilddrüsenkrebs aufgetreten, Geschlecht (bei Frauen tritt der Schilddrüsenkrebs häufiger auf), Alter (diemeisten Fälle treten bei Menschen über 40 Jahren auf, obgleich Schilddrüsenkrebserkrankungen alleAltersgruppen von der Kindheit bis ins hohe Alter betrifft), eine frühe Bestrahlung der Schilddrüse.Während die Aussichten für die meisten Schilddrüsenkrebspatienten sehr gut sind, kann in bis zu 30% der Fälleder Schilddrüsenkrebs wieder auftreten (= Rezidiv). Die Rezidive können sogar Jahrzehnte nach der Erstdiagnose auftreten. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass die Patienten eine regelmäßige Nachsorgeerfahren, um evtl. eine erneute Krebserkrankung zu entdecken. Diese Nachsorge sollte lebenslang erfolgen.
Die Nachsorge kann folgende Maßnahmen umfassen
: Blutuntersuchung (TSH, Thyreoglobulin, CEA,Calcitonin), körperliche Untersuchung, bildgebende Verfahren (Ultraschall, Ganzkörperszintigramm,Röntgenuntersuchung der Lunge, CT, MRT, PET).
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Schilddrüsenkenkrebs - Symptome, Diagnostik und Therapie