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Kolorektales Karzinom (Dickdarmkrebs)
Das kolorektale Karzinom ist weit verbreitet. Die meisten Fälle treten bei Patienten über dem 50. Lebensjahr auf.Wenn ein kolorektales Karzinom in einem Frühstadium diagnostiziert wird, gibt es prinzipiell eine guteHeilungschance. Im allgemeinen kann man sagen, je weiter ein Karzinom fortgeschritten ist (je größer esgewachsen und je mehr es sich im Körper verteilt hat) desto geringer ist die Chance, dass eine Behandlung denTumor heilen kann. Unabhängig davon kann eine Behandlung das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen.
Was bedeutet „kolorektal“?
Kolorektal ist ein zusammengesetztes Wort mit der Bedeutung „Kolon und Rektum“ (der Dickdarm und der Enddarm). Beides sind Teile des sogenannten Gastrointestinaltraktes. Der Gastrointestinaltrakt beginnt ab demMund und endet am Anus. Wenn wir essen und trinken, gelangen Nahrung und Flüssigkeiten über denÖsophagus (Speiseröhre) bis in den Magen. Der Magen schließt das Essen auf und vermischt es, danach gibt er es weiter an den nndarm. Der nndarm ist einige Meter lang und sorgt r die Verdauung de Nahrungsbestandteile und deren Aufnahme. Nicht verdaute Nahrung, Wasser und Abfallprodukte werden in denDickdarm weitergegeben. Der größte Anteil des Dickdarmes wird Kolon genannt und ist ca. 1.50 Meter lang. Esteilt sich in 4 Bereiche auf, der aufsteigende, der querverlaufende, der absteigende und der s-förmige Dickdarm(Colon aszendens, Colon transversum, Colon deszendens und Colon sigmoideum). Dort werden Wasser undElektrolyte aufgenommen. Das Kolon mündet dann in das Rektum (der Enddarm mit ungefähr 15 cm Länge).Das Rektum sammelt den Stuhlgang, bevor dieser durch den Analkanal den Körper verlässt.
Was ist Krebs?
Krebs ist eine Krankheit der Körperzellen. Der Körper ist aus Millionen von kleinen Zellen aufgebaut. Es gibtviele verschiedene Zelltypen im menschlichen Körper und genauso viele verschiedene Arten eines Krebsleidenkönnen sich aus den verschiedenen Zelltypen entwickeln. Allen Krebstypen gemeinsam ist, dass dieseKrebszellen abnormal sind und sich ohne Kontrolle vermehren können. Ein bösartiger Tumor ist ein „Klumpen“oder Gewächs eines Gewebes und ist aus Krebszellen aufgebaut, die sich ohne Kontrolle vermehren. Wenn diese bösartigen Tumore wachsen, können sie in Nachbargewebe oder Nachbarorgane einwachsen und Schadenanrichten.Bösartige Tumore können auch Absiedlungen in anderen Teilen des Körpers bilden. Dies geschieht, indem einigeZellen aus dem sogenannten Primärtumor ausbrechen und mit z. B. Blutstrom oder Lymphflüssigkeit zu anderenKörperstellen transportiert werden. Diese kleinen Zellgruppen können sich dort in Form eines Sekundärtumors(eine sogenannte Metastase) wieder vermehren und somit zu Absiedlungen an verschiedenen weiterenKörperstellen führen.Die Metastasen können erneut wachsen, in Nachbargewebe eindringen und Schaden anrichten. Sie können sichgenauso wie der Primärtumor im Körper verteilen.Einige Krebsarten sind ernster zu nehmen als andere, einige sind leichter zu therapieren als andere (insbesonderewenn die Diagnose in einem frühen Stadium gestellt wird), einige dieser Tumore haben eine bessere Prognoseals andere.So gesehen ist Krebs nicht nur eine Erkrankung. In manchen Fällen ist es sehr wichtig zu wissen, welcher exakteTyp eines Krebses sich entwickelt hat, wie groß dieser Krebs im Moment ist und ob er sich bereits im Körper verteilt hat. Diese Eckpunkte erglichen es Ihnen, zuverssige Informationen über dieBehandlungsmöglichkeiten und die Prognose Ihrer Erkrankung zu erhalten.
Was ist ein kolorektales Karzinom?
Das kolorektale Karzinom ist ein Tumor des Dickdarms. Es wird manchmal auch Kolonkarzinom odeDickdarmkrebs genannt. Es ist eine der am meisten verbreiteten bösartigen Tumorerkrankungen (im Gegensatzldazu ist ein Karzinom des Dünndarms eine Rarität!). Das kolorektale Karzinom kann in jedem der oben beschriebenen Anteile des Dickdarms entstehen, aber meistens entwickelt es sich im unteren Anteil des Colondeszendens (absteigender Teil), des Colon sigmoideums (s-förmiger Teil) oder des Rektums (Enddarm).In den meisten Fällen entwickelt sich ein kolorektales Karzinom aus einem Polyp, der sich im Dickdarm gebildethat. Manchmal entwickelt sich ein kolorektales Karzinom aus einer Zelle der Schleimhaut des Dickdarms, die bösartig entartet.
 
(Einige seltene Typen dieses Karzinom entwickeln sich aus verschiedenen anderen Zellen der Dickdarmwand.Beispielsweise gibt es Carcinoide, Lymphome oder Sarkome. Diese sind sehr selten und werden in diesemArtikel nicht weiter besprochen).Wenn sich Krebszellen vervielfältigen, bilden sie einen Tumor. Der Tumor wächst tiefer in die Wand des Darmesein, so dass ab einer bestimmten Eindringtiefe sich Zellen aus diesem Tumor lösen und in Lymphkanäle oder Blutstrom eindringen können. Der Krebs kann sich auf diese Art und Weise verteilen (metastasieren) und zur Absiedelung in den nahen Lymphknoten oder anderen Körperstellen führen, im Falle des kolorektalenKarzinoms meistens im Bereich der Leber und der Lunge.
Polypen und kolorektales Karzinom
Ein Darmpolyp (Adenom) ist ein Gewächs, das sich auf der Innenseite des Darmes bilden kann. Die meistenDarmpolypen entwickeln sich beim älteren Patienten. Einer von 4 Patienten im Alter über 50 Jahre entwickelnmindestens einen Darmpolypen. Diese Polypen sind in der Regel gutartig (benigne) und verursachen keineweiteren Probleme. Nichts desto trotz kann ein benigner Polyp zu einem Karzinom entarten. Wenn einer dieser Polypen zu einem Karzinom entartet, findet diese Entartung normalerweise nach einigen Jahren statt. Diemeisten kolorektalen Karzinome entwickeln sich aus einem Polypen, der im Dickdarm zwischen 5 und 15 Jahre besteht.
Ursachen für ein kolorektales Karzinom?
Ein Krebstumor entsteht aus einer abnormalen Zelle. Der genaue Grund, warum eine Zelle zu einer Krebszellewird, ist unklar. Man denkt daran, dass es auf irgendeine Art und Weise zu einem Schaden oder einer Beschädigung im Bereich bestimmter Gene einer Zelle kommt. Durch diesen „Genschaden“ wird die Zelle der Regulierung entzogen und vermehrt sich unkontrolliert weiter.
Risikofaktoren
Obwohl sich ein kolorektales Karzinom ohne wesentlichen Grund bilden kann, gibt es gewisse Risikofaktoren,die die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, ein kolorektales Karzinom zu entwickeln. Diese sind:
Alter. Das kolorektale Karzinom kommt häufiger beim älteren Patienten vor. In den meisten Fällen sinddiese Patienten über 50 Jahre alt.
Das Vorliegen einer familiären adenomatösen Polyposis coli (FAP) oder das Vorliegen einer hereditärennon-polyposis-coloncarcinom-Erkrankung (HNPCC). Dies sind sehr seltene Erbkrankheiten.
Das Vorliegen einer Colitis ulcerosa (eine Erkrankung des Dickdarms) für mehr als 8-10 Jahre.
Fettleibigkeit.
Lebensstil: Mangelhafter Trainingszustand, übermäßiger Verzehr von rotem Fleisch, exzessiver Genussvon Alkohol und Rauchen.
Schützende Faktoren
Das Risiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken, ist reduziert bei:
Menschen, die regelmäßig Früchte und Gemüse zu sich nehmen.
Patienten, die entzündungshemmende Medikamente wegen anderer Erkrankungen einnehmen müssen(so z. B. Aspirin).
Wie sind die Symptome eines Kolorektalen Karzinoms?
Wenn sich ein kolorektales Karzinom entwickelt und sehr klein ist, verursacht es normalerweise keineSymptome. Wenn es wächst, können die Symptome, die sich entwickeln, sehr variieren. Dies hängt von der Lagedes Tumors ab. Die am häufigsten Symptome sind:
Blutungen aus dem Tumor. Man kann unter Unständen Blutbeimengungen im Stuhlgang bemerken,manchmal kann dieses Blut den Stuhl sehr dunkel färben. Diese Blutung ist nicht notwendigerweisesichtbar und in vielen Fällen wird diese Blutung auch nicht bemerkt, insbesondere wenn nur geringeMengen sich mit dem Stuhlgang vermischen. Nichts desto trotz können geringe Mengen einer Blutung,
 
die regelmäßig unbemerkt stattfindet, zu einer Blutarmut führen, die den Patienten müde und blasserscheinen lassen.
Schleimbeimengungen mit dem Stuhlgang.
Ein Wechsel der Stuhlgangsgewohnheiten. Dies bedeutet, dass man öfter oder seltener Stuhlgang hat alsman gewohnt ist.
Anfälle mit Durchfall oder Verstopfung.
Das Gefühl der nicht vollständigen Entleerung des Enddarmes nach dem Stuhlgang.
Abdominelle Schmerzen.Wenn der Tumor wächst, können diese Symptome schlimmer werden und beinhalten:
Die gleichen Symptome wie oben genannt, aber in stärker ausgeprägtem Schweregrad.
Sie können sich allgemein unwohl oder müde fühlen oder aber auch in kürzerer Zeit Gewicht verlieren.
Wenn das Karzinom sehr groß wird, kann es zu einer Verlegung (Blockade oder „Obstruktion“) desDarmes kommen. Dies verursacht schwerste Bauchschmerzen und andere Symptome wie z. B.Erbrechen.
Manchmal macht das Karzinom ein Loch in die Darmwand (die sogenannte Perforation). Wenn soetwas vorkommt, gelangt Stuhl in den Bauchraum, dies verursacht schwerste Schmerzen.Wenn das Karzinom sich in andere Körperregionen verteilt hat, können verschiedene andere Symptomeentstehen.All die o.g. Symptome können auch bei anderen Erkrankungen entstehen, so dass weitere Untersuchungennotwendig sind, um ein kolorektales Karzinom zu beweisen oder zu widerlegen.
Wie wird ein kolorektales Karzinom diagnostiziert?Erstuntersuchung
Wenn ihr Arzt den Verdacht hat, dass Sie ein kolorektales Karzinom haben, wird er sie gründlich untersuchen umdafür Hinweise zu finden, wie z. B. eine tastbare Schwellung in Ihrem Bauchraum, eine Blutarmut usw. Diesekörperliche Untersuchung wird für gewöhnlich die Untersuchung des Enddarmes mit dem Finger beinhalten(digitale/rektale Untersuchung).Ihr Arzt wird einen Finger durch Ihren Analkanal in den Enddarm einführen und nach einem Tumor im unterenAnteil des Enddarmes tasten. Diese Untersuchung ist oft ohne Befund, insbesondere, wenn das Karzinom sich ineinem frühen Stadium befindet. Deswegen muss man eine oder mehrere der folgenden Untersuchungenanschließen:
Eine Untersuchung auf occultes Blut im Stuhl. Eine kleine Menge Stuhlgang wird auf eine Testkarteoder Testbriefchen aufgetragen. Ein einfacher Test, der auch geringe Mengen Blut in Ihrem Stuhlgangfeststellen kann, auch wenn diese nicht zu sehen sind. “Occult“ bedeutet in diesem Fall „nicht gesehen“oder „unsichtbar“. Der Test auf occultes Blut im Stuhl kann jedoch lediglich nachweisen, dass esirgendwo im Gastrointestinaltrakt blutet, trifft jedoch keine Aussage darüber in welchem Teil. Ebensotrifft er auch keine Aussage über die Ursache der Blutung. Dies ist jedoch ein sehr brauchbarer Test, umeine Blutung im gastrointestinalen Trakt zu beweisen. Danach müssen weitere Untersuchungen denGrund der Blutung belegen, ob es sich z. B. um ein kolorektales Karzinom oder eine andere Erkrankunghandelt.
Koloskopie. Ein Koloskop ist ein dünnes flexibles Endoskop, das ca. fingerdick ist. Es wird durch denAnus in den Dickdarm eingeführt und kann somit den gesamten Dickdarm bis zur Einmündung desDünndarmes darstellen. Das Koloskop enthält einen fiberoptischen Kanal als Lichtleiter, so dass der  behandelnde Arzt die Innenseite des Dickdarmes betrachten kann.
Die flexible Sigmoidoskopie. Dies ist Untersuchung ähnlich der Koloskopie. Der Unterschied liegtallerdings darin, dass ein kürzeres Endoskop für diese Untersuchung benutzt wird und nur im Enddarmund Krummdarm (Colon sigmoideum) vorgeschoben wird.
Kontrastmitteleinlauf, mit z. B. Barium. Dies ist eine Röntgenuntersuchung, um ein Abbild desDickdarmes zu erstellen. Der Darm ist auf gewöhnlichen Röntgenbildern nicht sehr gut dargestellt.Deswegen nimmt man flüssiges Barium als Einlauf in den Dickdarm und das Relief des Darmes kommtauf dem Röntgenbild deutlich zur Darstellung. Diese Untersuchung wird heutzutage weniger oft
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