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Aquanaut 
1-2/2008
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 „Abrakadabra“ – Tabarka! Das Wort klingt magisch, paradiesisch,nicht zuletzt für Taucher. Zumindest für jene, die schon von Tabarka,an der grünen Nordküste Tunesiens gelegen, gehört haben. Tabarka ist alt, der Ort wurde im fünften Jahrhundert vor Christusvon den Phöniziern gegründet und wurde in der Folgezeit römisch.Durch ausgewählte Freitag-Flüge Bern/Belp-Tabarka mit Skywork setzt das Reisebüro Xenotours neue Impulse: nach gut zwei Stundenist man schon nah am Stein-Reich der Zackenbarsche!
 
 Tabarka/Tunesien:
U
nsere Reise führte uns ab Zürichmit Tunisair zuerst auf der tradi-tionellen Flugroute nach Tunis. Nach einem Abstecher zum BadeortGammarth/La Marsa ins Hotel El Mou-radi Gammarth ging es weiter durch dasgrüne Medjerdatal nach Béja, wo wir vonVertretern der Stadtbehörden im Rathausfreundlich empfangen wurden.
Bulla Regia, der erstehistorische Höhepunkt
Ungeahnte Leistungen und ein guter Aus-flugstipp. Einen ersten historischen Höhe- punkt erlebten wir bei der Besichtigungder antiken, römischen Stadt Bulla Regiamit seinen einzigartigen Wohngeschos-sen, die sich, um der Tageshitze zuentfliehen, unter Tage befinden. Ein enor-mer Aufwand zu jener Zeit – mit wohl er- bärmlichen Mitteln, wenn wir dies ausheutiger bautechnischer Sicht betrachten.Auf dieser Taucher-Reise sollen wir esschwer mit Steinen zu tun haben. „Die pu-nische Siedlung wurde um 150 v. Chr. vondem Berberkönig Massinissa erobert und zur Hauptstadt des numidischen Reiches.Ab 50 n. Chr. kamen die Römer und stat-teten die Stadt, deren Wohlstand durch dasfruchtbare Umland bedingt war, mit Fo-rum, Tempeln, Thermen und Wohnhäusernaus. Einst lebten hier 5000 Menschen;
In einer Tauchpause:Bulla Regia ist einAusflug wertEin Tauchschiff vor der felsigen Küste Tabarkas
 
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 Nordens geworden“, berichtete Ethnolo-gin und Polyglott-Mitarbeiterin DanielaSchetar. Xenotours hat mit der speziellenFreitagrotation Bern/Belp-Tabarka eineLücke für Reisende geschlossen.
Lebensfroh und doch geruhsam
Lebensfroh präsentiert sich die AvenueHabib Bourguiba mit ihren Cafés und Re-staurants. Im Stadtkern selbst hat es vieleältere Hotels, so das auf der Anhöhe zufindende „Schlösschen“ Les Mimosas(Swimmingpool, schöner Ausblick) oder das stolze, theatralisch-düstere Hôtel deFrance (Besuch Bourguibas). Tauchfreun-de, badefreudige Ferien- und Kurgästelassen sich gerne bei den Hotels etwasausserhalb am Strand nieder. Wer „Ram- bazamba“ sucht, der kommt hier nichtgross auf seine Rechnung. „Zum Glück“,meinte Dieter H. Bless aus Königs- brunn/D, der als grosser Tabarka-Fanund den Ruinen einer Genueser Festung,welche durch einen Damm mit dem Fest-land verbunden ist. Die Burg dient öftersals Filmkulisse: Im Jahr 2007 kam der De-Laurentiis-Streifen „Die letzte Le-gion“ mit Ben Kingsley und Colin Firthin die Kinos. Der Film basiert auf demRoman des italienischen SchriftstellersValerio Massimo Manfredi, Regie führteDoug Lefler. Nicht zu übersehen sind imWesten der Uferpromenade Les Aiguilles,die bizarr erodierten Felsnadeln, die bis zu25 m in den Himmel stechen. „Fischfang,Korallen- und Schwammfischen, Kork-verarbeitung, intensive Landwirtschaftsowie Schafzucht sicherten in den vergan-genen Jahrhunderten den Bewohnern vonTabarka eine komfortable und sichereExistenz. Spätestens seit der Eröffnungdes Flughafens „7.November“ im Jahr 1992 ist Tabarka zum führenden und leicht erreichbaren Touristenzentrum desund in römischer Zeit unter Hadrianerhielt die Stadt den Titel einer „Colonia“,sagte uns Karl W. Hochstetter, der Inhaber der Xenotours AG. Nach dem Eindringender Beni Hillal-Nomaden im 11. Jahrhun-dert war der Untergang besiegelt. Heuteist das Ruinengelände einem Museum an-gegliedert. Im Haus der Amphitrite sind die schönsten Mosaike zu bestaunen.Durch bewaldetes Bergland gelangten wir zum Thermalkurort Hammam Bourguiba. Nur wenige hundert Meter entfernt ist der Grenzübergang nach Algerien. Wir biegenrechts ab; nach rund zehn Kilometern er-reichen wir das Mittelmeer und Tabarka.
 Tabarka –die „kleine Schweiz Afrikas“
Zum Greifen nahe sind die Berge und einherrlicher, vom Oued Kebir geteilter Strand. Vor dem Hafen liegt die verschla-fene Ile de Tabarka mit einem Leuchtturm
Kleine Bilder:Sturmhaube ingrüner Tarnung(links). Ein Zacken-barsch ruht sichaus (mitte). DieTabarka-Festungmit erodiertenFelsnadeln (rechts)
 
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und Golfspieler (18-Lochan-lage gleich neben dem HotelIberostar Tabarka Beach!) ei-ne eigene Tabarka-Homepage betreibt (www.tabarka.de). Imneu gebauten FünfsternhotelIberostar Tabarka Beach tref-fen wir Daniel Steffen, Sekre-tär beim Tauchclub Thunersee(www.tc-thunersee.ch) und Managing Director der Air-Business Consultants AG inBern/ Belp. Er ist von denMittelmeer-Divespots rund um Tabarka begeistert: „DieTauchplätze um Tabarka bishin zur Grenze Algeriens sind nirgendwo tiefer als 35 Meter.Alle Plätze sind abwechs-lungsreich. Die Region scheintmir ideal für einen Familien-Tauchurlaub mit nichttauchen-den Partnern“. Und weiter er-klärte Daniel Steffen: „DieTauchguides sind echt gutdrauf und lassen einem inFrieden und Ruhe tauchen.Das Ganze läuft tunesisch ge-mütlich, aber äusserst pünkt-lich ab. Tauchen kann man solange die Flasche reicht“.
 Tauchen mit Le Merou
In Tabarka gibt es vier Tauch- basen. Alle tauchen und schulen nachCMAS –Confédération Mondi-ale desActivités Subaquatiques und sind vom tu-nesischen Tauchverband zertifiziert. Dienächste Dekompressionskammer befindetsich in Tunis. Mit Daniel Steffen und Xe-notours haben wir uns für das Tauchcenter Le Merou im Hotel Golden Yasmin Méha-ri (könnte ab 2008 mit einem neuen Na-men auftreten) entschieden. Basis-Inha- ber ist Foued Bouslama, Direktor für Qua-lität Fachausbildung bei Golden Yasmingen der Einheimischen im Bus beschwingt... Basisleiter Bou-chendira Anouar, kurz „Nur“genannt, führt in tunesischstrenger Manier eine hilfsberei-te und seriöse Crew, die unter Boot-Capitaine Khalèd aus-läuft. 15 bis 20 Personen findendarauf Platz. Wir tauchen mitFayçal, Sami und Tauchchef Rachid sowie Tauchgästen ausItalien, Schweiz, Tschechienund Frankreich, darunter OliviaP., „une Gendarme de Paris“ – für uns alle an Bord ein keckes„Foto-Fisch-Model“! Während sich Olivia als „Seejungfrau“ inPose wirft, hält Tauchchef Rachid, von ihr unbemerkt, ei-nen frisch gefangenen Fisch andie Beine...
 „Die Felsen der Barsche“
Tauchabenteuer Tabarka kann beginnen... Das Tauchcenter Le Merou bietet zwölf Tauch- plätze an, dabei sind „Der Fel-sen der Barsche“, „Cap Tabar-ka“ und „Die Tunnels“ sehr  beliebt. Tauchinstruktor Fayçalgibt uns das Briefing in der Landessprache Französisch und auf Englisch. Zuerst besuchenwir die „Felsen der Barsche“,welche sich 20 Minuten vom Hafen ent-fernt befinden. Der Wetterumschwungsorgt für Wellengang... und gleich beimAbtauchen merken wir – natürlich auchfür schlechte Sicht (5 – 8 m). Auf 16 mTiefe wird die „Visibilité“ – dank leichter Strömung – aber wieder „mieux“, sprich besser. Der Meeresgrund imponiert durchdie riesigen Felsblöcke, die steilenSchluchten und schwarzen Tunnels. DieBepflanzung lebt, grün-weiss dominiert,stark wachsendes Seegras wippt imHotels: „Die Basis bietet alles, was man benötigt. 12 Liter Stahlflaschen, aber kein Nitrox. Die Tauchgänge kosten 26Dinar (etwa 1:1 zum Schweizer Franken)inkl. Flasche, Blei, Bustransfer und Bootsfahrt“. Wir empfehlen die Aus-rüstung (inkl. Tauchcomputer) von zuHause mitzunehmen. Tauchcenter LeMerou gibt lediglich einen einfachenLungenautomaten, also ohne die alter-native Luftversorgung „Octopus“, mit.Die zweckmässig eingerichtete Basis istgleich hinter dem Hotelrestaurant beimKinderspielplatz und der Disco. Pro Tag – und je nach Wetterlage – sind zwei Tauch-ausflüge im Standardprogramm (08.30und 14.30 Uhr). Die bereitgestelltenTauchkisten und Flaschen werden ge-meinsam zum Bus getragen (ca. 20 m und eine Treppe!). Kaum hat man alles imBusanhänger oder Kleintransporter verla-den, fährt man zum Hafen von Tabarka.Die orientalische Musik und das Mitsin-
Eintauchenin die SchluchtTunnelausgang...– und es wurdewieder hellLageplan der Tauchplätze rundum TabarkaGruppenbildmit Tauchcrew:v.l. Nur, Rachid,Sami, Fayçal
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