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MODERNE UND POSTMODERNE
Möchte meine erste Arbeit vorstellen, welche die naturhistorische und kulturhistorischen Perspektiven meiner Überlegungen erstmals in einer Theorieebene zu verbinden sucht:
Nach der ontogenetischen Perspektive vom entwicklungspsychologisch en Verlauf zur erinnerten und interpretierten Lebensgeschichte geht die geregelte Reflexion über zur phylogenetischen Perspektive. Diese Perspektive betrachtet nach der biologischen Evolution die Geschichte und die Vorgeschichte der Kulturentwicklung. Unsere Kommunikation unterliegt grosso modo zwei unterscheidbaren Arten von allgemeinen Randbedingungen: Die erste setzt sich aus der biologischen Evolution und deren Umwelt zusammen; die zweite ist die historische Prägung der Episteme unserer Kommunikation.
Wolf Singers Interpretation des Problems der Willensfreiheit des Menschen hat auf das klasssische Problem gerade der Philosophie der Neuzeit, damit aber auch auf den engen Zusammenhang von Neurologie und Kommunikation hingewiesen. Die Rückkehr des Nachlasses von Bertanalaffy nach Wien war der Anlaß, die verschiedenen, in Gedanken »schichtenontologisch« trennbaren Abschnitte, die ontologisch (als »objektiv« denkbare, aber nicht direkt betrachtbare Realität) aktuell im Prozess der Kommunikation tätig sind, auf einer Abstraktionsebene abbilden zu wollen.
Soziale Identität, konstruierte Objekte der Kommunikation,
selbstreferentielle Systeme und moderne Gehirnforschung
Beiträge zu einem Kommunikationsmodell, daß sowohl neurologisch,
psychologisch wie kultursoziologisch interpretierbar ist.
Inhalt:
1. Selbstreferentielle Systeme in Kommunikationstheorie und Neurologie. Bemerkung zu Wolf Singer
2. Die relative Selbstständigkeit der Kommunikationssphäre und das
wechselseitige Verfremdungspotential mit der physikalischen Sphäre
(Bertalanffy). Zum ungelösten Problem von Monismus und Dualismus
3. Die Differenzen zwischen Welt, Kosmos, Dinge, Prozesse gemäß der
Vorstellungsart und gemäß der Organisationsart
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