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Hans J. Alpers / Ronald M. Hahn
Ring derdreißig Welten
Band 6der Reihe„Raumschiff der Kinder“
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berarbeitete Ausgabeaus dem Sammelband„Weltraumvagabunden“
©
Ensslin & Laiblin Verlag GmbH & Co. KG Reutlingen 1986. S
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mtlicheRechte, auch die der Verfilmung, des Vortrags, der Rundfunk- undFernseh
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bertragung, der Verbreitung durch Kassetten und Schallplattensowie der fotomechanischen Wiedergabe, vorbehalten. Printed in Germany.ISBN 3-7709-0621-7Urspr
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ngliche Einzelausgabe erschienen 1979, ISBN 3-7709-0437-0
 
Bev 
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lkerungsexplosionEs war warm, und der laue Wind hatte fast
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berhaupt keine
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hlende Wirkung. Harpo wischte sich seufzend die Schweißtropfen von der Stirn. DieTemperatur auf Deck 17 lag bei f 
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nfunddreißig Grad Celsius – und das warmehr, als man bei einem anstrengenden Marsch als angenehm empfand. Aber Harpo und seine beiden Begleiter hatten keine Wahl. Sie waren nichtzum Vergn
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gen aus der Zentrale des riesigen Sternenschiffes mit dem selt-samen Namen EUKALYPTUS heruntergekommen. Im Gegenteil. Der Anf 
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h-rer der kleinen Expedition, die sich seit einer halben Stunde durch ein buntesGewirr von Str
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uchern und B
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schen, B
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umen und Riesenblumen schlug, warKarlie M
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llerchen. Ihm schien der Marsch noch am wenigsten auszumachen– was nat
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rlich daran lag, daß er die l
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ngsten Beine hatte und viel gem
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chli-cher gehen konnte als die anderen: Karlie war n
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mlich volle zwei Meterzwanzig groß, was auch f 
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r einen Erwachsenen eine außergew 
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hnliche Gr
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-ße gewesen w 
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re. Aber Karlie hatte nicht mehr als sechzehn Jahre auf demBuckel. Und noch gab es kein Anzeichen daf 
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r, daß er zu wachsen aufh
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rte.Grinsend sah er auf die anderen hinab. Seine hellblauen Augen blitztenschalkhaft, w 
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hrend er mit der rechten Hand in einer charakteristischen Ge-b
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rde seinen sch
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tteren Bart kraulte.„Nun stellt euch mal nicht so an“, sagte er mit heller Stimme von oben her-ab. „Gleich haben wir es geschafft.“Micel Fopp, der Dritte im Bunde, war f 
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nfzehn Jahre alt. Ihm machte derholprige Weg durch die B
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sche, deren Zweige mit boshafter Regelm
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ßigkeitzur
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ckfederten und dann in die Gesichter der Eindringlinge peitschen woll-ten, am meisten zu schaffen. Denn im Gegensatz zu Harpo Trumpff und Kar-lie besaß Micel Fopp nicht die M
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glichkeit, die Zweige mit erhobenenH
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nden abzufangen. Seine Arme waren n
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mlich so kurz, daß man eigentlichgar nicht von Armen reden konnte.Er war mit diesen kurzen
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rmchen geboren, weil seiner Mutter w 
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hrendder Schwangerschaft falsche Medikamente verschrieben wurden. SeineH
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nde waren klein wie die eines F
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nfj
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hrigen und fast direkt an denSchultern angewachsen. Micel hatte sich daran gew 
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hnt, diese H
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nde trotz-dem zu benutzen, aber er mußte seinen K 
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rper dabei ziemlich winden. Beivielen allt
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glichen Verrichtungen war er auf die Hilfe seiner Kameraden oder jener kleinen Roboter angewiesen, die wegen ihrer fr
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heren H
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lle aus gr
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-nem Pl
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sch noch immer die „Gr
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nen“ genannt wurden. Er war nicht dereinzige an Bord, der wegen k 
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rperlicher oder geistiger Gebrechen Hilfe ben
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-tigte. Schließlich war die EUKALYPTUS fr
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her eine Art Hospitalschiff ge- wesen. Aber das mußte ihm kein Kopfzerbrechen bereiten. Nicht nur, daß dieanderen Micel als Kameraden gern hatten – was schon genug gewesen w 
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re –er gab ihnen noch mehr. Micel war n
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mlich ein Telepath, er konnte die Ge-danken anderer Wesen lesen. Manchmal wenigstens, denn seine Gabe steck-2
 
te noch in den Kinderschuhen und reichte meistens nur dazu aus, in den
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pfen jener zu lesen, die er gut kannte. Das war ein Talent, das außer ihmnur noch der geheimnisvolle Akkai Bharos hatte und sonst niemand an Bord.Mehr als einmal hatte Micel der EUKALYPTUS und ihrer Besatzung mit sei-nem ungew 
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hnlichen K 
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nnen in kritischen Situationen geholfen. Als die drei Jungen oben auf der baumbestandenen Anh
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he angelangt waren, rief Karlie pl
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tzlich: „Da unten! Seht mal!“ Harpo hatte eigentlichvorgehabt, sich erst einmal gr
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ndlich auszukeuchen – schon, um denanderen anschaulich klarzumachen, wie sehr ihn der Marsch anstrengte –aber der Anblick, der sich ihm bot, ließ alles andere vergessen. Vielmehrrutschte ihm vor Schreck die Luft in die falsche Kehle. Er verschluckte sich,hustete und k 
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mpfte mit einem Schluckauf. „Hick...“ machte er nach einer Weile und sah dabei immer noch mit weit aufgerissenen Augen hinab in daskleine Tal, das sich zwischen zwei H
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geln bis an die Schiffswandung hinzog.Die nackte Wand erinnerte daran, daß sie sich keineswegs im Freien, sondernim Innern des Riesenraumschiffes EUKALYPTUS befanden. Wenn es hier richtige Tiere und Pflanzen gab, so war das keineswegs selbst-verst
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ndlich. Fr
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her, als die EUKALYPTUS noch die Erde umkreiste, gab eszwar auch so etwas wie ein Tier- und Pflanzenleben – jedenfalls sah es so aus.In Wahrheit handelte es sich jedoch um k 
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nstliche Nachbildungen, um Plas-tikpflanzen und Robotertierchen, denn echte Tiere und Pflanzen gab es auf der durch riesige Umweltsch
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den inzwischen
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den Erde fast nur noch inzoologischen und botanischen G
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rten. Was heute an Bord des Raumschiffesbl
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hte, krabbelte oder vor sich hin hopste, stammte von anderen Welten odervon einem Raumschiffwrack, dem die EUKALYPTUS-Besatzung einen Besuchabgestattet hatte.„Das darf doch – hick! – nicht wahr sein!“ sagte Harpo.„Ich werd’ verr
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ckt!“ st
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hnte Micel.Das kleine Tal war mit mindestens dreitausend, vielleicht auch
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nf-tausend, zehntausend – z
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hlen konnte man in dem Gewimmel wirklich nicht– winzigen blauen Drachen bev 
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lkert, die
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berall herumsprangen,
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berein-anderkrochen, durch Felsspalten flutschten, auf Steinen saßen und zu dergrellen Miniatursonne an der Decke hinaufblinzelten oder ganz einfach tr
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b-sinnig durch die Gegend tapsten. Alle zischten vor sich hin, wie das so ihre Art war, und insgesamt h
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rte sich das wie ein Bienenschwarm an, der einenImker daran hindern wollte, den Honig zu holen. Die fast durchsichtigenkleinen Schwingen der salamander
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hnlichen Wesen flatterten nerv 
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s. DerBoden in der Umgebung war nahezu kahl. Was gr
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nte und bl
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hte, war radi-kal abgefressen worden, und
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ber die letzten Reste machte sich die zischende Armada gerade her. Eine Vorhut h
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pfte bereits nagend den Nachbarh
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gelhinauf.„Aber ... aber wir haben doch h
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chstens einhundertf 
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nfzig von ihnen anBord genommen“, protestierte Harpo. „Wie k 
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nnen sie sich nur so schnellvermehrt haben?“3
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