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Bickel, Ernst Apollon Und Dodona. Ein Beitrag Zur Technik Und Datierung Des Lehrgedichtes Aetna Und

Bickel, Ernst Apollon Und Dodona. Ein Beitrag Zur Technik Und Datierung Des Lehrgedichtes Aetna Und

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04/12/2013

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APOLLON
UND
DODONA
Ein
Beitrag
zur
Technik
lwd
Datierung
des
Lehr~
gedichtesAetna
und
zur
Orakelliteratur
bei
Lactanz.
1.
8e16
tibi
Dodone
potio?'.
DieAnrufungdesApollon
zu
BeginndesLehrgedichtes
Aetna
enthälteinebislangungelösteSchwierigkeit.Apollon
soll
von
derStätteseinesAufenthaltes,
wo
immer
er
weile,-welcheStätteauchimmerdieliebsteihmsei,herbeieileuunddemDichterbeiseinerAufgabezurSeitestehen.DabeischwebendreiLieblingsplätzedesApolIondemDichter
vor,Delos
mit
dem
BergeKynthos,HyleaufKyprosundDodone.DassHyle-von
MUnfo
ausüberliefertem
ila
treffsicherhergestellt-genanntwird,istverständlich,obschondaslateinischeGedichtdasältesteZeugnisfürdasDaseineinesPlatzes,
bzw.
einerStadtHyleaufKyprosgibt.DieseStadtistnämlichnachderUntersuchungvonJessen,
Realene.
IX116s.
v.
Hylates,
bei
dem
indesdas
Aetn~Zeugnis
fehlt,
wohl
nurvonantilrenGeographenundAntiquarenausder
bei
LykophronnndsonstbegegnendenEpiklesisdesApolIon
<
Ylat1J~
erschlossenworden.AberjedenfallswarderWaldbeiKurionaufCyperneineberiihmte,literarisch
wie
inschriftlichbestbezeugteKultstättedes
Apollou
Hylates.DerVerfasserAetna-Gedichtes,
Cpoeta
doctus',der
er
war,-erpichtaufNeuesundSeltenes,-ausserdembegeistertfürNaturundihreWerkemehralsfürWerkeausMenschenhand,TempelundStandbilder,nachseinemeigenenlebendigenBekenntnisV569
ff.
und600
ff.,
mochtesich
wohl
gereizthlen,ApolIon
statt
inDelphilieberaufdemKynthos
zu
denken,
wo
dasFelsheiligtummitOrakelamAbhangdesBergesstand,oderiujenemgrossenWaldebeiKurion,indessenEutrücktheitHirscheundHindinnennach
dem
Glauben,denAelian
nsel
Cww'V
XI7berichtet,siohereZufluchtfanden.AbermitwelchemRechteDodona
statt
Delphigenanntbleibtunverständlich.
 
280
E.
Bickel
DieRatlosigkeitderbisherigenErklärungsversuchewirdambestendurch
S.
Sudhaus
im
KommentarseinerAusgabe(1898)
S.
95veranschaulicht:,Nebendem
K
vp{ho~
und
<
Y}.&r7J~
erscheintindernunfolgendenAnrufungein
Apoll
von
Dodonaunerhört.DasssichunseroffenbargelehrterDichter
geirrt
habensollte,istweitunwahrscheinlicher,alsdassunsereKenntnisfürdieErklärungnichtausreicht.EinenbekanntenKultortdesApollo'einzusetzen,wiegemeiniglichgeschehen,istbillig,undmanttegraphischweitWahrscheinlicheresfindenkönnen.Aber
6S
istdochnicht
apriori
ausgemacht,dassnichtApolloals
V:JT,Ofp11t17C;
desZeus
in
DodonaseinPlätzchenhatte.Oderschlingenetwa,demDoppelwesenderMusenschwesternalsQuellnymphenundKunstpfl.egerinnen_entsprechend,dieschweifenden
SOl'OTeS
(nazdes)
dasver-knÜpfendeBand?SiezummindestenhabenihrenatÜrlicheHeimstättebeim
Zevc;
N{j.or;
von
Dodona.'
Um
dieSchwierigkeitzubeheben,könnenverschiedeneWegeeingeschlagenwerden.
Am
chstenliegtderGedankeandieBeseitigungderÜberlieferung
dodona
durchKonjektur;aberdiesesMittelhabenSudhausundnachihmFr.Vollmer,
P.
lat.
min.
12
(1910)
S.
159mitRechtverworfen.EbensomisslichsindindessendieanderenvonSudhausverzeichnetenAuswege
I).
WasdenVorschlagbetrifft,sichApolIonals
V:JT,orpq7:7Jr;
desZeusinDodonabeheimatetzudenken,
so
istesallerdingseineantikeVorstellung,dassalles,
was
ApolIonweissagt,ihm
von
Zeuseingegebensei.DieseVorstellungistaus-führlichbesprochen
von
Macrobius
Bat.
V22,
11
ff.
anlässlichder
von
Vergil
.Aen.
III250gebrachtenProphezeiungderCelaeno:
accipite
...
,
qnaePhoebopatm'omnipotens,mihi
I)
Sudhausselber
hat
sichnachAbschlussseinerkommentiertenAusgabegelegentlichauchinKonjekturenzuderStelleversucht,wovonseinHandexemplarZeugnisablegt,dasmirinKiel(nachseinemHeldentodeinFlandern)beiderOrdnungdesNachlasseszurVer-wahrungÜbergebenwordenist.DortfindetsichdieNotiz:,Aristoph.
ji"rösche
662
gibt
wohldasRichtige:
:4noA.A.ov,
lJ~
nov
LliiÄov
-Il
IIv{)jjjv'
i!xet~.
Seu
tibi
Python
est
POti01·.'
AndereNotizendesHandexemplarsgeltendemGedanken,dassdieVerbindungdesZensNaiosundApolloninDodonadurchdieMusen(Nymphen)hergestelltwerde.
Auf
denErklltrullgsversuch,dassApolloninDodonaseinesAmtesals
vnogninlS
desZeuswalte,zieltimHandexemplardieNotiz:,Aischyl.frg.
86
Nauck
2'.
Hierüber
s.
meineAusführung.
 
ApollonundDodona
281
Plwebus
A1Jollo
praedixit.
DieantikeVergilerklärung,
WIe
siebeiMacrobiusvorliegt,
hat
dieseVorstellungVergilsumsichtiggenugausAischyloshergeleitetunterAnführungzweierStellendiesesDichters,desVerses
Ev/Uo'V.
19
:nareoc;
:neoQJ1}'C1J1;
eort
Ao~'ae;
Atoc;
undeinerStelleausden
vpr-
lorenen
'Uf!Elat
(Trag.
9".
fragm.
2
86
S.
28Nauck)
mfiw
yaf!
:nan}!!
Zsile;
eyua{)lsl
Ao~{q,
{)so:n{olwra.
BeiNaucka.a.
O.
findetsichnocheinweitererBelegfürdieselbeVorstellungSchol.Soph.
010.
K.
793
ooust:
I'ae
0
J1:n6J.J.w'V
:na~a
A'
7
{J
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'1
7'
,,
L1We;
I.all
a'Vst'/l
WV';
Xf!l]OpOVe;,we;
ual
EI'
rptUII.Slq,
rpl]Ot,
um
AloxvJ.o.;
ev
'Ieedate;.
Es
istleichterklärlich,dassaufGrundderZensVorstellung,
wie
sie
im
HintergrundederAischyleischenTragödiesteht,nachderalleshimmlischeWalteninZeusalleinsichvereinigt,derGedankezurGeltungkommenkonnte,dassauch
ApolIon
inseinenOrakeln
nur
demSpruchedesZeusundseinemWillenzumVermittlerdiene.AberdieserGedanke,
so
weitverbreitet
er
auchinderantikenReflexiongewesenseinmag,
trägt
beiheremZusehendennochwenigdazubei,dasAuftretendesApolIoninDodonaunddamitdie
Aetna-Stelle
unsunansssigerscheinen
zu
lassen.DennwennselbstinDelphiund
wo
immerApolIonurspnglichwaltete,entsprechendjenerZeusvorstellungZeusselberdereigentlicheHerrscherist,
so
brauchtdarumnichtinDodona,dessenOrakel
dem
unmittelbarenKultedesZeusNaiosundseinerKultgenossinDioneseitaltersgehörte,währenddieZeus-SprücheausdemheiligenBaumegewonnen
wurden~
ApolIon
undseineHilfeinAnspruchgenommenzuwerden.VielmehrmüsstedieVorstellungbelegtwerden,dassApolIon
so
sehralsOrakelgottschlechthinfürdenVerfasserdes
Aetna
unddenGlauben,den
er
widerspiegelt,gegoltenhat,dassohneApollonsHilfeundMittleramtnichteinmaldasurständigeZeus-Orakel
zu
Dodona
fÜr
ihndenkbargewesenist.EineandereMöglichkeit,sichmitder
Aetna-Über
lieferung
vom
ApolIonzuDodonaabzufinden,könntederUnzulänglichkeitderbisherigenAusgrabungeninDodonaentnommenwerden,dieseinerzeit
von
C.
Carapanos,
Dodoneetses1'uines
(1878)begonnenwordensind
(s.
Kern,
Realene,
V1257
ff.).
DerGedankelässtsichnichtabweisen,dassdiearchäologischeErforschungvonDodonanoch
zu
derEntdeckung

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