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Taschenbuch für Höhlenlöwen-FansSäbelzahnkatzen-Webseite von Kees vanHooijdonk
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vonfossilien-news@ 2009-03-18 – 09:05:15
Höhlenlöwen in Stuttgart, Wiesbaden, Hamburg, Leipzig und Berlin
Wiesbaden (fossilien-news) – Auch deutsche Städte mit heute teilweise Hunderttausendenvon Einwohnern gehören zu den Fundorten mit Resten von Höhlenlöwen (Panthera leospelaea) aus dem Eiszeitalter. Das beweisen Fossilien solcher bis zu 3,20 Meter langenund maximal 300 Kilogramm schweren Raubkatzen aus Stuttgart, Wiesbaden, Hamburg,Leipzig und Berlin. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzenim Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.Der erste Fund von Höhlenlöwen-Resten in Stuttgart glückte schon 1700 in Cannstattnahe der Uffkirche, wo damals die Entdeckung eines Mammuts für großes Aufsehensorgte. Dabei hat man auch Zähne und zwei Zehenglieder eines Höhlenlöwen geborgen.Im Travertin-Steinbruch Biedermann in Stuttgart-Untertürkheim kamen ab 1929 zahlreicheReste von Höhlenlöwen aus der Eem-Warmzeit (etwa 127.000 bis 115.000 Jahre) ansTageslicht. Stuttgart-Zuffenhausen wurde bereits 1927 als Höhlenlöwen-Fundort erwähnt.Im Stadtgebiet von Wiesbaden hat man vor allem Zähne und Knochen von riesigenMosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) geborgen, die vor etwa 600.000 Jahren lebten.Ihr Name bezieht sich auf das ehemalige Dorf Mosbach bei Wiesbaden, wo beim Abbauvon Sand und Kies immer wieder Reste eiszeitlicher Tiere, darunter auch Löwen, zumVorschein kamen. Die Mosbacher Löwen waren mit einer Gesamtlänge bis zu 3,60 Meterndie größten Löwen in Europa. Anhand von Funden aus Mosbach bei Wiesbaden undMauer bei Heidelberg beschrieb 1906 der Mainzer Paläontologe Wilhelm von Reichenauals Erster den Mosbacher Löwen.Aus den Mosbacher Löwen, die heutige Löwen in Afrika um rund einen halben MeterLänge übertrafen, sind vor etwa 300.000 Jahren die Höhlenlöwen entstanden. In Mosbachbei Wiesbaden, Wiesbaden-Biebricher Allee und in Wiesbaden-Schierstein hat man auchReste von Höhlenlöwen entdeckt.Ein Ellenknochen aus Hamburg-Harburg gilt als der nördlichste Fund eines eiszeitlichenHöhlenlöwen in Deutschland. In der Gegend des so genannten Hamburg-HarburgerUrstromtals hat man auch Reste vom Mammut, Fellnashorn, Wisent, Rentier,Riesenhirsch, Wildpferd und Moschusochsen geborgen.
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Seite 1 von 5Höhlenlöwen in Stuttgart, Wiesbaden, Hamburg, Leipzig und Berlin - fossilien-news23.03.2009http://fossilien-news.blog.de/2009/03/18/hoehllenloewen-stuttgart-wiesbaden-hambur...
 
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Am Alexanderplatz in Berlin kam während der 1930-er Jahre beim U-Bahn-Bau derSchädel eines Höhlenlöwen zum Vorschein. Reste eiszeitlicher Säugetiere – wie Mammut,Fellnashorn, Wildpferd, Elch, Wisent, Moschusochse, Höhlenlöwe und Wolf – sind in Berlinund Brandenburg seit mehr als 200 Jahren bekannt. In den Schottern und Sanden des sogenannten Rixdorfer Horizontes hat man Tausende von Fossilien gefunden. Rixdorf ist einalter Name für Neukölln. 1920 wurde es zusammen mit anderen Orten in Berlineingemeindet. In Rixdorf gab es früher Kies- und Sandgruben.In einer Sandgrube von Leipzig-Lindenthal kam der halbe Unterkiefer eines Höhlenlöwenans Tageslicht. Dieser Fund wurde 1909 von dem Leipziger Geologen Johannes Felix inden „Sitzungsberichten der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig“ erwähnt. Felix hattesich durch die Bergung, Präparation und Aufstellung eines 1908 bei Borna entdecktenMammuts einem Namen gemacht.Gleich drei Fundorte von Eiszeit-Löwen liegen im Stadtgebiet von Weimar. Weimar-Süßenborn gilt als einer der wenigen deutschen Fundorte des erwähnten riesigenMosbacher Löwen aus dem Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren. Dagegen hat man inWeimar-Ehringsdorf und Weimar-Taubach geologisch jüngere Reste von Höhlenlöwengeborgen.Die ältesten Löwenspuren Europas wurden 1992 von dem Paläontologen Martin Waldersauf der Baustelle für ein Nachklärbecken der Emscher-Kläranlage Bottrop-Welheimentdeckt und ausgegraben. Dabei handelt es sich um die rund zehn Meter lange Fährteeines Höhlenlöwen aus der Weichsel-Eiszeit vor etwa 35.000 bis 42.000 Jahren. Sie ist inder Eiszeithalle des Museums für Ur- und Ortsgeschichte (Quadrat Bottrop) zu bewundern.Die meisten Reste von Höhlenlöwen aus dem Eiszeitalter wurden in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg entdeckt. Dagegen hat man im Saarland, inSchleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern bisher keineHöhlenlöwen gefunden.Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, ausBaden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, ausNiedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2.Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgenworden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der FränkischenSchweiz (Bayern). Sie stammen von schätzungweise 30 Höhlenlöwen! Nach Funden ausder Zoolithenhöhle hat 1810 der Arzt und Paläontologe Georg August Goldfuß erstmalsden Höhlenlöwen wissenschaftlich beschrieben.Die im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren lebenden Höhlenlöwen trageneigentlich einen falschen Namen. Diesen verdanken sie dem Umstand, dass ihreKnochenreste häufig in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren diese Löwen aberTiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genausoverbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen.Anders als Höhlenbären und Höhlenhyänen haben Höhlenlöwen vermutlich nur seltenHöhlen als Versteck aufgesucht. Wahrscheinlich kamen vor allem geschwächte, krankeoder alte Höhlenlöwen in solche natürlichen Unterschlüpfe und suchten dort Schutz odereinen ruhigen Platz zum Sterben. Womöglich dienten Höhlen auch als Unterschlupf fürLöwinnen, die dort ihren Nachwuchs zur Welt brachten und in der ersten Zeit aufzogen.Sogar in hochgelegenen alpinen Höhlen von Italien, Österreich und der Schweiz hat manReste von Höhlenlöwen entdeckt. An erster Stelle ist hier die in etwa 2800 Meter Höheliegende Conturineshöhle in Südtirol (Italien) zu nennen. Weitere Fundorte vonHöhlenlöwen sind die Salzofenhöhle bei Grundlsee im österreichischen Bundesland
 
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FossiliSteiermark (2000 Meter Höhe), die Ramesch-Knochenhöhle in Oberösterreich (1960Meter Höhe) und die Höhle Wildkirchli im Ebenalpstock des Säntisgebirges imschweizerischen Kanton Appenzell (ca. 1500 Meter Höhe).*Bestellungen des Taschenbuches „Höhlenlöwen“ bei:http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8217632/ernst_probst_hoehlenloewen_36402Bestellungen des E-Books „Höhlenlöwen“ bei:http://www.grin.com/tag/document/eiszeitloewen Tags:Trackback Permalink Empfehlen / Bookmarken  höhlenlöwen 
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