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36 APRIL 2009
gab-Magazin:
Nach einem JahrPause von der Uniparty bist dunun wieder dort anzutreffen. Washast du in dem Jahr gemacht undwie kam es, dass du wieder bei"Warm ins Wochenende" auf-legst?
Jasmin:
Manchmal muss maneinen Gang runter schalten, umdann neu durchstarten zu kön-nen. Vor der Pause bin ich oft"mit leeren Batterien" vom Pultnach Hause, jetzt nehme ich wie-der was für mich von der Partymit, was sich einfach gut anfühlt.Ich habe zwischenzeitlich alleEnergien meinem Privat- undBerufsleben gewidmet und un-glaublichen Spaß daran gefun-den, wieder selbst Musik zumachen. Irgendwann habe ichdas Auflegen bei der Unipartytotal vermisst - das war dann derrichtige Zeitpunkt, wieder einzu-steigen! Bin seit letztem Augustwieder dabei - übrigens als"Dienstälteste", seit 2001.
gab-Magazin:
Was macht fürdich einen guten DJ aus, was gehtgar nicht und wie hat sich indeiner 20-jährigen DJane-Lauf- bahn diese Szene verändert?
Jasmin:
Ich persönlich kann esnicht leiden, wenn sich DJsselbst wichtiger nehmen als dieParty, für deren Erfolg sie mitver-antwortlich sind. Weil ich selbstleidenschaftlich gerne tanze,interessiert es mich halt weniger,
wer sich da gerade am Pult
profiliert als das was auf der
Tanzfläche ankommt und passiert.
 
Für mich kommen weder
Künstlername noch Agent odereine eigene Homepage in Frage.Ich bin sicher keine Jukebox,und sage auch direkt, wenn ichmanche Wünsche nicht erfüllenkann oder will, aber es ist mirwichtig, Rückmeldung zu haben,von daher arbeite ich nicht gernekomplett abgeschirmt.
Die Zusammensetzung der Musik
 hängt immer von der der Gästezusammen - also lässt sich dasvorher nicht wirklich festlegen.
gab-Magazin:
Du selbst hast Jahre lang im Wiesbadener Tatter-sall Partys mitorganisiert. WelcheUnterschiede zu damals gibt esheute?
Jasmin:
Die meisten Partygän-ger tauchen nur zum Feiern auf;soll heißen, sie konsumieren das bestehende Angebot und be-
schweren sich schnell, wenn ihre
 
Erwartungen nicht erfüllt werden.
 Nur wenige haben Interesse, ihreIdeen oder Initiative für andereeinzubringen oder sich darüberhinaus in der Szene zu engagie-ren. Dieser Trend nimmt zu,hieran kranken auch viele andereschwullesbische Veranstaltungenoder Organisationen. Das beob-achte ich mit Sorge im Hinblickauf die Vielfalt und Lebendigkeit
der Szene. Auch gute Partys leben
 von neuen Ideen, Kreativität und- auch selbst mal anpacken.
gab-Magazin:
Lesbische Partyssind in den letzten Jahren mitschwulen Partys immer mehr
verschmolzen. Wie siehst du
diese Entwicklung?
Jasmin:
Im Februar fand dieletzte L-ternative Frauen Party
im Mainzer Q-Kaff statt - mangels
Zulauf. Abseits der Metropolenist es für Lesben Partys wohlschwerer, sich zu etablieren. Dasist richtig schade, denn ich weißwie wichtig Räume sind, wo
Frauen auch mal "unter sich"
feiern oder sich nach dem ComingOut ungestört orientieren können.
Als ehemalige Mitveranstalterin
der Tattersall-Frauenpartys werdeich immer noch darauf angespro-
chen, und höre, dass durchausBedarf für Frauenpartys da ist.Raum, Konzept und Teaminitia-
tive müssen halt einfach stimmen.
 
Es gibt viele schwullesbischePartys, die aber nicht unbedingtalle partylustigen Lesben auffan-gen. Bei schwullesbischen Partysist der Frauenanteil ohnehinkleiner, viele der Frauen sindheterosexuell. Die Männer sindhingegen fast alle schwul. Das istschon merkwürdig, oder? (cc)
DJane Jasmin ist am Fr, 10.4. wieder beiWarm ins Wochenende im Q-Kaff, auch beider Sommerschwüle wird sie dabei sein undab und an im Darmstädter Schlosskeller.
 SZENE
MAINZ/WIESBADEN
"Ich bin sicher keine Jukebox!"
Seit 20 Jahren dabei: DJane Jasmin
JÖRG LERCH
Steuerberater
Tätigkeitsschwerpunkteneben der klassischensteuerlichen Beratung:- Existenzgründungsberatung- Nachfolgegestaltung- FreiberuflerChristofsstr. 11-13·55116 MainzTel. 06131/612716Fax 06131/2776067
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RechtsanwältinBirgit Radke
Rostockerstr. 4a65191 Wiesbaden-BierstadtTel.: 0611 - 1 89 80 01Fax: 0611 - 1 89 80 02E-mail: ragruene@rechtsanwalt-gruene.de www.rechtsanwalt-gruene.de
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