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Fachberichte
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Sicherheitsbeauftragter 4/2009
Weltverhübscherer oder technische Fehlentwicklung?
Über die Wirkung des Mobilfunks
Mobilfunkgeräte sind unabhängig vonortsfesten Kabeln und können, bei ent-sprechender infrastruktureller Einrich-tung, überall eingesetzt werden. Ein weite-rer Vorteil ist die ständige und grenzenloseErreichbarkeit der Mobilfunkbenutzer.Menschen mit unausgeprägtem Organisa-tionstalent können ihre diesbezüglichenMängel und Missgeschicke selbst noch un-terwegs durch ein Telefonat korrigierenund stellen ein Mosaiksteinchen des mo-dernen Lebens dar: Der stets präsente Öf-fentlichkeits-Telefonierer, der seine Pro-blemchen, bewusst oder unbewusst, inBus, Bahn und jetzt auch wieder im Flug-zeug, einem breiteren Publikum zu Ohrenkommen lassen kann. Es sollen aber hiernicht die stummen Nachrichtenübermitt-ler, wie SMS oder e-mail (in Kombinationmit WLan), in der Aufzählung vergessenwerden.
Störungen im Mobilfunkfrieden
 
Unsichtbare Strahlungmit sichtbaren Zeichen
 Der Mobilfunkbetrieb scheint nahezu wievon Geisterhand gesteuert zu funktionie-ren, da er nicht greifbar ist und scheinbarohne umständliche Trägermedien (Kabel,Glasfaser, z.B.) funktioniert; nicht einmalnatürliche Barrieren, Häuser und Wändestören wirksam. In der Öffentlichkeit wirdaber immer wieder darüber berichtet, dasses Bürger und Gruppierungen gibt, welchegegen die Verbreitung dieser Technik auf-treten. Dem aufmerksamen Betrachterentgeht auch folgende Dinge nicht:
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 Unansehnliche Masten – freistehendoder auf Dächern in hoher Dichte
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 Bäume, die in der Umgebung von Mo-bilfunkmasten geisterhaft blattlos in den
Innovation ist eine wesentliche Triebfeder für die marktgerechte Produktent-wicklung. Kenntnisse und Errungenschaften der Naturwissenschaft werden da-bei in technische Entwicklungen umgesetzt ohne den Aspekt aller Wirkungen zuberücksichtigen. Ein durchschlagender wirtschaftlicher Erfolg ist so z.B. die Pro-duktion und die marktgerechte Aufbereitung von Mobilfunkgeräten geworden.Doch ist diese wirklich so harmlos, wie sie oft dargestellt wird?
Abb. 1: Ein Leben ohne Mobilfunk ist kaum noch vorstellbar. Doch ist wirklich alles in Ordnung,und die Welt „heil“ in der Mobilfunkwelt?
Foto: Jörg Jahn - Fotolia.com
 
 
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Sicherheitsbeauftragter 4/2009
Himmel ragen
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 Hochfrequente elektromagnetische Fel-der, welche als Medium der Nachrich-tenübertragung eingesetzt werden
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 Berichterstattung der öffentlichen Me-dien, die ein Wechselbad von Gefühlenerzeugen mit ihren Meldungen über dieGefährdung und wiederum Nicht-gefährdung durch Mobilfunkstrahlung
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 Beschwerden von Mitbürgern, die eineErkrankung durch Mobilfunkstrahlungreklamieren oder einfach nur Angst ha-ben.
Mobilfunktechnik und Grenzwerte
 
Schnurlos Telefone (z.B. DECT-Anlagen),Handys, WLan, Wimax, bluetooth, Tetra-funk, etc., basieren auf der Ausbreitungund dem Empfang gepulster und unge-pulster elektromagnetischer Wellen imHaupt-Frequenzbereich der Trägerwellenvon 450 bis 4.500 MHz (Megahertz), dasheißt 450 Millionen bis 4,5 Billionen Wel-lenzüge bzw. Impulse pro Sekunde. Dieelektromagnetischen Wellen dienen als In-formationsträger, wobei durch das sich ge-genseitige Bedingen und Induzieren vonmagnetischen sowie elektrischen Wechsel-feldern das Elektromagnetische Feld(EMF) gerichtet wird und letztlich wie einStrahl wirkt. Die Ausbreitung und Weiter-leitung der Informationen erfolgt mit Sen-deanlagen (Antennen, Masten, etc.) undRichtfunkstrahlern. Im Unterschied zurÜbertragung von Radio- und Fernseh-anlagen mit externer Antenne und draht-gebundener Leitung dient z.B. das Mobil-telefon unmittelbar als Sender und Emp-fänger, wobei zum Empfang in geschlosse-nen Räumen (Faradayscher Käfig!) eineentsprechende Strahlungsintensität not-wendig wird.Die Einrichtung von Grenzwerten hin-sichtlich jeglichen Emissionen etc., impli-ziert eine grundsätzliche Gefährlichkeitfür Mensch und Natur bei Einsatz und Ge-brauch spezifischer Techniken oder Stoffe.Der Bürger versteht darin einen gesund-heitlichen Schutz seiner selbst bzw. der All-gemeinheit im Sinne der Vorsorge.Grenzwerte sind zunächst Regularien, diedie eingeführte Technik flankieren indemsie ihr einen Rahmen geben. Die Grenz-werte für Mobilfunkanlagen sind explizitnicht als Vorsorgewerte gedacht (Bundes-regierung, 2002). In Deutschland wurdeein Grenzwert für Antennenanlagen auf Basis eines Vorschlages des in Münchenansässigen Privatvereins, den so genann-ten ICNIRP-Richtlinien (1998), festgelegt.In ihrer Grenzwertfindung vermied derVerein die Hinweise auf biologische Wir-kungen der EMF. In der ICNIRP hat mansich stattdessen auf die Erhöhung von Ge-webetemperaturen („einzig verlässlichenParameter“) als das Maß der schädigendenAuswirkungen und daher der Grenzwertesfestgelegt. Die Einbeziehung der wissen-schaftlichen Publikationen zur nichtther-mischen Wirkung von EMF (dies ist sehrkomplex!) stellte den Verein offensichtlichvor eine unüberwindliche Hürde.Der empfohlene Grenzwert (2 W/kg) wur-de übrigens mittels Erwärmung einer mitGel gefüllten Puppe nach sechs MinutenBestrahlung erzielt. Gleichzeitig wurde inDeutschland mittels der 26. Bundes-immissionsschutz Verordnung(BImSchV) über die Strahlenschutzkom-mission (SSK) die so genannte SpezifischeAbsorptionsrate (SAR-Wert) als alleingül-tiger Grenzwert für Handys eingeführt. Dadie Messung umständlich ist, wurde letzt-lich die Elektrische Feldstärke [V/m] oderdie Leistungsflussdichte [µW/m²] alsMaßstab verwendet, womit sich ein für diedeutsche Mobilfunktechnik gültigerGrenzwert von 10.000.000 µW/m²(UMTS) ergibt. Somit soll eine allzu hoheErwärmung des Gewebes mit Effekten wiesie beispielsweise bei einem Mikrowellen-herd auftreten (Anregung von Wasser-molekülen mit drastischer Temperatur-erhöhung) vermieden werden.Die Strahlenschutzkommission hat noch1991 darauf hingewiesen, dass über „spe-zielle Effekte, die nicht auf Erwärmung be-ruhen…“ in der Literatur seit ungefähr 15Jahren berichtet wird. Es handelt sichmeistens um Veränderungen der Permea-bilität von Zellmembranen“. Demgegen-über wird der thermisch begründeteGrenzwert mittlerweile vom Bundesamtfür Strahlenschutz (BfS) als ein Schutz be-griffen. Im gleichen Atemzug wird Kin-dern, und begrenzt auch Erwachsenen,zum vorsichtigen Gebrauch der Mobil-funktechnik geraten. Im Spannungsfelddieser Widersprüche blühen letztlich trau-rige Absurditäten, dass zwar Störungenund Tumore bei der Bestrahlung von Rat-ten festzustellen sind, diese jedoch nichtakzeptiert werden können, weil die SARnicht erreicht worden ist. Oder umkehrt:Wo keine Erhitzung des Gewebes erfolgt,kann und darf es keine schädliche Auswir-kungen geben!Da es letztlich auch Körperteile bzw. Orga-ne gibt, welche die Zufuhr an thermischerEnergie mangels Durchblutung (so ge-nannte hot spots – Augen oder Hoden)nicht abführen können, ist hier nicht ein-mal der Schutz vor einer lokalen Tempera-turerhöhung gegeben. Zudem handelt essich bei dem Grenzwert um eine punktuel-le Einflussmessung, die zugleich jeglicheLangzeitwirkung (Dosis!) und Synergienmit anderen Umweltgiften ausgrenzt.Es fällt zudem auf, dass die Mobilfunk-betreibergesellschaften und der Staat keineHaftung übernehmen: Mittels „Haftungs-ausschluss“ wird letztendlich der Vermie-ter (!) von Sendeanlagenplätzen in die Ver-antwortung gezogen.“Betrachtet man den bundesdeutschenGrenzwert mit anderen empfohlenenGrenzwerten (Russland: 20.000 µW/m²;Südtirol: 2.650 µW/m²; Salzburg: 1.000µW/m² mit Vorsorgewert von 250 µW/m²und seit 2002: 10 µW/m²) oder mensch-lichen Empfindlichkeiten (Wetterfühlig-keit bereits unterhalb von 1 µW/m²) sowird einem die Dimension des deutschenGrenzwerts deutlich. Übrigens wurden beiUntersuchungen in einer Dissertation(1967) des Personals der Nationalen Volks-armee der DDR genau der oben erwähntedeutsche gültige Grenzwert (10.000.000µW/m²) derart bewertet, dass bei Expositi-on das Tragen eines Schutzanzuges erfor-derlich wird. Der Grenzwert in Wohn-gebieten der DDR lag übrigens bei 10.000µW/m² und damit um das tausendfacheniedriger als in der BRD.
Auswirkungen von EMF
 
Ohne einen ernsthaften wissenschaftli-chen Disput herauszufordern, wird vonder Mobilfunkindustrie die Auswirkungvon elektromagnetischen Feldern (EMF)auf das Biosystem in Frage gestellt.Auf Grund ihrer relativ geringeren Ener-gie, werden EMF als vernachlässigbar fürOrganismen eingeschätzt. Hierbei wirdaber übersehen, dass alle Zellen ständigüber elektromagnetische Schwingungengerade im Frequenzbereich des Mobil-funks kommunizieren. Bei ständiger Ein-wirkung führt dies zwangsläufig zu Fehl-informationen in der Organisation des
 
Organismus und schließlich, wie viele(unabhängige) Untersuchungen zeigen, zufatalen Folgen. Hier ist neben der absolu-ten (temporären) Strahlungsintensität,auch die Dauereinwirkung (Dosis) zu be-achten. Hinsichtlich der Ein- und Auswir-kungen sowie Schädigungen durch EMFan lebenden Organismen sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt vielerlei Effekte unbe-stritten herausgearbeitet, von denen einigehier aufgezählt werden sollen:Ein einfacher
 
und häufig geführter Nach-weis kann die unmittelbare
Blutbildver-änderung
bei einem Handy-Gespräch be-legen: Nach einer Dauer von 90 Sekundentritt beim Probanden eine Anordnungbzw. Verklumpung der roten Blutkörper-chen (Erythrozyten) in Form einer so ge-nannten Geldrollenbildung auf, welchesich erst 40 Minuten nach dem Gesprächwieder abbaut. Der gleiche Effekt tritt so-gar, in abgeschwächter Form, noch bei Per-sonen in 1,7 m Entfernung auf. Auswir-kungen auf die Sauerstoffversorgung desGehirns sind damit vorprogrammiert. Inverschiedenen Arbeiten wurde bereits inden 70er Jahren festgestellt, dass eine mo-dulierte 147-MHz-Strahlung eine
Gehirn-stromveränderung
bei Katzen bewirkt.Die Beeinflussung der Hirnaktivität anmenschlichen Gehirnen wurde durch v.Klitzung (1995) mit Hilfe eines üblichenEEG-Tests (Elektro-Enzephalogramm)nachgewiesen. Dies ist bereits bei einerLeistungsflussdichte von einem Tausends-tel des deutschen Grenzwertes der Fall.Bei Einwirkung von EMF treten
Störun-gen im Hormon- und Kalziumhaushalt
auf. Melatonin reguliert bei Lebewesenzahlreiche Funktionen im Bereich vonBiorhythmen (z.B. Schlaf), Fortpflanzung,Wachstum und Immunabwehr, wohin-gegen Serotonin Einfluss auf die Stim-mung (Depressionen!), Schlaf-Wach-Rhythmus, Nahrungsaufnahme, Schmerz-wahrnehmung und Körpertemperaturnimmt. Durch EMF-Belastung konntensowohl im Labor (Semm et al.1980) wie in(ungewollten) „Feldversuchen“ (FamilieKind, 2007) der Schwankungsverlauf vonMelatonin und Retikulozyten (Maß fürKnochenmarkaktivität) in Abhängigkeitvon der Bestrahlung, z.B. durch eine Sen-deanlage, korreliert werden. Danebenkann grundsätzlich eine Verschiebung desCa-Haushalts bei Bestrahlung festgestelltwerden, wie sie in einem Untersuchungs-fall demonstriert werden konnte (C. Wald-mann-Selsam, 2007). Das Ca
++
-Ion hatvielfältige Funktionen, wie Regulation derNerven- und Gehirnzellen, Beteiligung amAufbau des Melatonins und des Seroto-nins, sowie der Differenzierung von Zellenund es ist bei der Signalisierung von Zell-defekten (u.a. Hinweis auf Krebszellenbil-dung) beteiligt.Durch die Einwirkung von EMF werdenStröme induziert, welche an den Zellwän-den Ladungsverschiebungen verursachen.Die so genannte
Öffnung der Blut-Hirn-Schranke
lässt Zellen durchlässiger fürStoffe bzw. größere Moleküle werden, diedamit in den Hirnbereich eingeschleustwerden können (Salford et al., 2003). Dieswäre eine Erklärung für die zunehmenden„Fremdeiweißanhäufungen“ im menschli-chen Hirn. Als Folgen hierzu werden De-menz, Alzheimer, Parkinson, Autoimm-unerkrankungen und BSE diskutiert.Im EU-finanzierten REFLEX-Projekt(2004) von elf Forschergruppen aus siebeneuropäischen Ländern wurden isolierteZellen nach biologischen Effekten vonEMF weit unterhalb des gegenwärtigendeutschen Grenzwertes untersucht. Hier-bei wurden in verschiedenen Abstufungenbei den untersuchten Zellen jeweils deutli-che Hinweise auf 
Gentoxität
(DNA-Schä-digungen) gefunden. Bei 0,01 W/m² tretenStörungen des zentralen Nervensystemsund bei 0,1 W/m² tritt Kanzerogenität(Krebsgefahr) auf. Die IARC (Internatio-nale Agentur für Krebsforschung, der WeltGesundheitsorganisation (WHO) zuge-hörig) hat bereits im Jahr 2001 die EMF abeiner Leistungsflussdichte von 120 µW/m²in die Liste der potenziell Krebs erregen-den Faktoren aufgenommen.
Epidemiologische Untersuchungen
vorallem im Ausland, zeigten die unmittel-baren Auswirkungen von Mobilfunkstrah-lung: Mild (1998) hat in umfangreichenUntersuchungen und Befragungen von11.000 Bürgern in Schweden und Norwe-gen Effekte bei unterschiedlicher Zeitdau-er von Handygesprächen herausgearbei-tet. Letztlich zeigen sich bei nahezu derHälfte der digital telefonierenden Proban-den nachteilige, dosisabhängige Sympto-me. Szmigielski et al. (1988) sprechen voneiner zweiphasigen Reaktion des Immun-systems auf HF-Strahlung. Nach einmali-ger Exposition kommt es zunächst zu einerStimulation des hormonellen Immunsys-tems. Hält die HF-Belastung über mehrereMonate an oder steigt die Intensität,kommt es zu einer Unterdrückung der Im-munabwehr.
Tierversuche
 
bieten die Möglichkeit, psy-chisch bedingte Effekte auszuschalten.Hierzu hat
 
Varga (2002) Hühnereier einerHF-Strahlung von 1.500 MHz bei einerLeistungsflussdichte von 0,1 bis 3 mW/cm² für eine kurze Dauer ausgesetzt. Indieser Versuchsserie wurde festgestellt,dass signifikant mehr missgebildete Hüh-ner (u.a. gespaltene Schnäbel, verquere Fü-ße, etc.) schlüpften und ebenso vermehrtHühnerembryos im Ei abstarben. MitStrahlungsversuchen konnte Repacholi(1997) an Mäusen Krebs hervorrufen. Inder Praxis kommt es immer wieder zu Erb-gutschädigungen, Missbildungen, und To-desfällen bei Tieren in der Umgebung vonMobilfunkanlagen (u.a. „Bayrisch-Hessi-sche Rinderstudie“, „Lilienfeld-Studie“).
Bäume
stellen grundsätzlich wirksameAntennen dar. Bereits seit 1930 wird vonSchäden an Pflanzen durch Einwirkungvon EMF berichtet. Typische Erscheinun-gen sind: Einrollen der Blätter und Einstel-len des Blattwachstums an der bestrahltenBaumseite, mit der Folge „nackter“ Äste.Daneben sind auch Aufplatzungen imStammbereich, sowie letztlich auch Wur-zelschäden zu beobachten (Report in„raum und zeit“; 2007). Diese Beobach-tungen decken sich mit den in der Litera-tur beschriebenen Baumschäden durchMikrowellen- und Radarbelastung, wobeiverschiedene Erklärungen zur Begrün-dung herangezogen werden können.
Späte Lehren aus frühen Warnungen
 
In der Entwicklung, Behandlung und Ab-wicklung von technischen (Fehl-)Ent-wicklungen haben die modernen Indus-triestaaten eine gewisse Routine ent-wickelt. Die Europäische Umweltagentur(EEA) hat mit einer ausführlichen Recher-che („Späte Lehren aus frühen Warnun-gen“ (dt.), 2004) von Fallbeispielen darauf hingewiesen. Die thematischen Schwer-punkte sind Fischsterben, Röntgen- undradioaktive Strahlung, Benzol, Asbest,PCB, FCKW, Östrogene, Antibiotika, TBT,Hormone in der Tierzucht und BSE.Den Ablaufphasen wohnt dabei offen-sichtlich ein typisches Ablaufschema inne:Am Anfang stehen Produktakzeptanz und
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