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Erik Maria Ritter Von Kuehnelt-Leddihn Katholisch, Rechtsradikal Und Liberal

Erik Maria Ritter Von Kuehnelt-Leddihn Katholisch, Rechtsradikal Und Liberal

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08/12/2013

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Heute vor 100 Jahren wurde ein Denker geboren, dessen Größe vermutlich erst ineinigen Jahren entdeckt werden wird
Heute, am 31. Juli, vor 100 Jahren wurde Erik Maria Ritter von Kuehnelt-Leddihn in Tobelbad inder österreichischen Steiermark geboren. Bereits am 26. Mai jährte sich der Todestag des 90-jährigin Lans in Tirol verstorbenen zum zehnten Mal.Wir befinden uns demnach im großen Gedächtnisjahr für „den Ritter“, wie ihn seine Freunde nur liebevoll nannten – und (fast) keiner hat es bemerkt. Kein einziges seiner vielen restlos vergriffenenBücher wurde neu aufgelegt, keine Festschrift ist erschienen, erst recht keine Biographie und kaumein Nachruf.Der Autor dieser Zeilen hatte vom Herausgeber der legendären Zeitschrift „Criticón“, dem imJanuar verstorbenen Baron Caspar von Schrenck-Notzing, die Erlaubnis erhalten, die in seinemMagazin erschienenen Aufsätze Kuehnelt-Leddihns als Buch zum 100-jährigen Geburtstag zuveröffentlichen. Doch die Tochter als Rechtsnachfolgerin des großen weltgewandten Österreichersverweigerte die uns nur obligatorisch erschienene Zustimmung zu diesem Projekt, weil die Familieselbst Neuauflagen plane. Es wäre wünschenswert, wenn es dazu tatsächlich in absehbarer Zeitkäme.So traurig der jetzige Stand der Dinge ist, so passend ist er. Denn auch zeitlebens war, wie ErnstJünger ihn bezeichnet hat, Erik Maria Ritter Kuehnelt-Leddihn eine „einsame Stechpalme“ und ein„Solitär“.Aus Anlass des 100. Geburtstages wollen wir den wohl profundesten Kritiker der FranzösischenRevolution und aller ihrer linken Kinder (Demokratie, Sozialismus, Nationalismus) zunächstangemessen selbst zu Wort kommen lassen mit zwei denkwürdigen Aufzählungen. Um danach mitRoland Baader über Kuehnelt-Leddihns Leben und indirekt auf doch noch ein möglichesBuchprojekt zu verweisen. In der ersten Liste zeigt Kuehnelt-Leddihn ausführlich in 41 Punkten,was links und anschließend kurz, was rechts ist. Danach sollen seine 25 Thesen zur Monarchie für sich sprechen.
Was ist links? (von Erik Maria Ritter von Kuehnelt-Leddihn)
1. Materialismus – ökonomischer, biologischer, soziologischer Natur.2. Messianische Rolle einer Gruppe – Volk, Rasse, Klasse.3. Zentralismus. Unterdrückung lokaler Verwaltungen, Eigenarten etc.4. Totalitarismus. Alle Lebensbereiche von einer Doktrin durchdrungen.5. Gewalt und Schrecken anstelle von Autorität, einer endogenen Kraft.6. Ideologischer Einparteienstaat.7. Völlige, staatliche Kontrolle von Erziehung und Unterricht.8. „Sozialismus”: Gegenteil von Personalismus.9. Versorgungsstaat von der Wiege bis zum Grab.10. Militarismus, nicht Bellizismus.11. Starre Staatsideologie mit „Feindbild”.
 
12. Antimonarchisches Führerprinzip. Der Führer, Duce, Vozdj verkörpert das Volk. Er ist nicht Vater sondern Bruder – Big Brother!13. Antiliberalismus. Freiheitshass.14. Antitraditionalismus. Man kämpft gegen die „Reaktion”.15. Expansionsstreben als Selbstbestätigung.16. Exklusivismus: Keine anderen Götter werden geduldet.17. Ausschaltung der Zwischenkörperschaften, der „corps intermediaires”.18. Gleichschaltung der Massenmedien.19. Abschaffung oder Relativierung des Privatbesitzes. Falls letzterer nominell bleibt, gerät er restlos unter Staatskontrolle.20. Verfolgung, Knechtung oder Kontrolle der Glaubensgemeinschaften.21. „Recht ist was dem Volke nutzt, der Partei nutzt!” Partijnost 22. Hass auf die Minderheiten.23. Verherrlichung der Mehrheit und des Durchschnitts.24. Glorifizierung der Revolution, des „Umbruchs” etc.25. Plebejismus: Kampfansage an frühere Eliten.26. Jagd auf „Verräter”. Wut auf die Emigranten.27. Populismus und Uniformismus: Volksempfänger, Volkswagen, Volksdemokratien, Volksgerichteetc.28. Berufung auf das demokratische Prinzip.29. Ideologische Wurzel in der französischen Revolution.30. Dynamischer Monolithismus: Staat, Gesellschaft, Volk werden eins.31. Koordination durch Schlagworte, Gedichte, Lieder, Symbole, Redewendungen, Klischees.32. Einsetzung von Säkular-Riten als Religionsersatz.33. Der Konformismus als Existenzprinzip. „Gleichschaltung”.34. Anfeuerung von Massenhysterien.35. Technologisierter Herrschaftsmodus.36. Freiheit – vom Gürtel abwärts.37. Alles für den Staat, alles durch den Staat, nichts gegen den Staat.38. Politisierung des gesamten Lebens: Kinder, Touristen, Sportler, Erholung als Objekte.39. Nationalismus oder Internationalismus gegen Patriotismus.40. Kampf gegen außerordentliche Menschen, gegen „Privilegien”.41. Totalmobilmachung des Neids im Interesse von Partei und Staat.
Was ist „rechts”?
 Das Fehlen oder das Gegenteil dieser Prinzipien; vergessen wir dabei ja nicht, dass Extreme sichnie berühren. Da stehen wir vor einem sehr beliebten, und daher schon überaus idiotischen Klischee. Als ob extrem groß und klein, kalt oder heiß oder das Leben in Rumänien und in Liechtenstein einander ähnlich wären. Halten wir uns auch vor Augen, dass politische Parteien selten eindeutig rechts oder links stehen. Sie sind mixta composita und neigen oft lediglich mehr in
 
die eine oder in die andere Richtung.
25 Thesen zur Monarchie (von Erik Maria Ritter von Kuehnelt-Leddihn)
1. Die Vereinheitlichung des politischen und gesellschaftlichen Elements, hat doch der Monarch,obwohl primär ein gesellschaftliches Haupt, die Macht, in das staatliche Leben einzugreifen. AlsTheodore Roosevelt Kaiser Franz Joseph fragte, was er denn in diesem fortschrittlichen 20. Jahrhundert als seine wichtigste Aufgabe betrachte, antwortete ihm der Monarch: „Meine Völker vor ihren Regierungen zu beschützen.“2. Der Monarch ist kein Parteimann. Er wird von niemandem gewählt – auch nicht vom bösen Nachbarn, dem man darob zürnen könnte. Durch den biologischen Prozess ist er einfach da und ist  Zu-Fall wie die eigenen Eltern.3. Er wird von Kindesbeinen an für seinen Beruf vorbereitet und ausgebildet. Er ist ein Fachmann:die Koordination ist sein Metier. Das erste Recht eines Volkes, wie Peter Wolf sagte, ist gut regiert  zu werden. Selfgovernment is better than good government? Keineswegs, denn in der demokratischen Praxis gibt es keine Selbstregierung, sondern nur Mehrheitsherrschaft.4. Da er sich die Krone nicht verdient hat, neigt er auch weniger zum Größenwahn als der erfolgreiche Karrierist. Der christliche Glaube zeigt ihm oft seine Nichtigkeit (Fußwaschungszeremonie, Begräbnisformel der Habsburger, siehe aber auch das Zeremoniell inder Peterskirche bei der Papstinthronisierung.)5. Als weiterer Faktor (neben dem gesellschaftlichen und politischen) figuriert der religiöse. Die Krönung ist ein Sakramentale. Die Monarchie ladet zur Perfektion ein – zur geistigen, wie auch zur  seelischen. Die Zahl der heiligen Könige, Kaiser und ihrer Frauen ist groß.6. Die Wahrscheinlichkeit einer überdurchschnittlichen geistigen Begabung auf erbbiologischer Grundlage ist gegeben. In den Dynastien, die aus einem Aggregat von auserlesenen Familienbestehen, werden spezifische Talente erhalten und weitergegeben. Oft allerdings begegnen wir einer Genialität, die in die Nähe des Wahnsinns gerät … in der Vergangenheit ein Problem, heutehingegen von der Medizin durchschaut. Der verrückte Monarch wird heute frühzeitig von den Regierungsgeschäften ausgeschlossen.7. Die Monarchie hat einen übernationalen Charakter. Nicht nur sind meist Mutter, Frau, Schwager und Schwiegerkinder „Ausländer”, sondern die Dynastien selbst in der Regel ausländischenUrsprungs. So waren im Jahre 1909 nur die souveränen Herrscher von Serbien und Montenegrolokaler Herkunft. Die Dynastien sind auch rassisch gemischt und stammen unter anderem auch von Mohammed und Dschinghis Khan ab. Dies als auch ihr übernationaler Charakter geben ihneneinen doppelten psychologischen Vorteil: die Chance, andere Völker (und Herrscherfamilien)besser zu verstehen und auch zum eigenen Volk eine objektive Distanz einzuhalten.8. Die Monarchie ist elastischer als alle anderen Regierungsarten; sie lässt sich leicht mit denverschiedensten Regierungs- und Sozialformen kombinieren. So vereinigt die klassische gemischte Regierungsform elitäre und demokratische Elemente mit einer monarchischen Spitze. Aber mankönnte sich auch ein sozialistisches Königtum vorstellen und selbst ein kommunistisches Kaiserreich – das wir ja in der Herrschaft der „Inkas” sahen. Tatsächlich ist, wie Treitschkehervorgehoben hatte, die Monarchie der Proteus unter den Staatsformen.9. Die Monarchie ist eine patriarchale, unter Umständen aber auch eine patriarchal-matriarchaleoder selbst matriarchale Institution. Hier werden tiefste Gefühle unserer familistischen Natur angesprochen. Das Herrscherpaar ist zugleich ein Elternpaar. Zudem ist die Monarchie schon ausdiesen Gründen dem Patriotismus, die Demokratie dem Nationalismus zugeordnet. Die Demokratie steht für vaterlose Brüderlichkeit, die logisch in Big Brother ihren Kulminationspunkt findet.10. Die Monarchie ist eine organische Regierungsform, in der die Vernunft sich mit der Gefühlswelt harmonisch verbinden kann. In dieser Synthese entsteht Legitimität, die ja nicht ein rein juridischer  Begriff sein kann. Die Monarchie ist keine „ausgedachte”, künstliche, arithmetische

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