Erfahrungs- und Anpassungsspielraum zu. Es sei nicht Aufgabe der Gerichtedie Entscheidungen des Verordnungsgebers zu ersetzen.Dieser Tendenz in der Rechtsprechung können wir nur unsere Arbeitentgegensetzen und mit unermüdlichen Bemühungen die feststehendeMeinung auflösen und einen Trendwechsel herbeiführen.Im Rahmen unserer Tätigkeit verfolgen wir für unsere MandantenSchadenersatzansprüche im Bereich der Schäden durch elektromagnetischeStrahlung. Dabei gibt es exemplarisch folgende Schadenssituationen:
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Ansprüche können gem. § 823 BGB wegen auftretender Vermögensschäden verfolgt werden. Ein Vermögensschaden liegt vor,wenn der tatsächliche Wert des (in Geld messbaren) Vermögens desGeschädigten geringer ist als vor dem schädigenden Ereignis. Dazuzählt auch entgangener Gewinn, Nutzungsausfall und Verdienstausfall.
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Ansprüche bestehen auch bei Schäden am Vermögen, die aufgrundeiner Verletzung absoluter Rechte (Leben, Körper Gesundheit, Freiheit,Eigentum) auftreten. Diese sind ohne weiteres zu ersetzen(Vermögensfolgeschäden).
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Es besteht ein Anspruch auf Unterlassung des Betriebs einer Mobilfunksendeanlage durch den Nachbarn gemäß den §§ 1004 Abs.2, 906 Abs. 1 Satz 1 BGB wegen der von der Mobilfunksendeanlageausgehenden elektromagnetischen Strahlen.
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Der Anspruch auf Unterlassung besteht natürlich auch schon dann,wenn die Mobilfunkanlage noch nicht in Betrieb genommen wurde.
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Grundsätzlich können auch dem Mieter einer WohnungAbwehransprüche nach § 1004 Abs. I 2 BGB gegen Immissionen, dievom Betrieb einer Mobilfunksendeanlage ausgehen, zustehen.
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Grundsätzlich ist ein Vermögensschaden in Form einer immissionsbedingten Wertminderung der Liegenschaft nach §§ 823BGB und auch 354 öABGB ersatzfähig.
Schmerzensgeldansprüche
Für immaterielle Schäden bei Körper- oder Gesundheitsverletzung wird einSchmerzensgeldanspruch nach § 253 Absatz 2 BGB gewährt.EinSchmerzensgeld kommt hier sowohl im Falle der Verschuldenshaftung, alsauch der Gefährdungshaftung in Betracht, soweit die weiterenVoraussetzungen vorliegen. Der Schmerzensgeldanspruch hat Ausgleichs-und Genugtuungsfunktion. Er ist übertragbar und auch vererblich. Die Höhedes zu zahlenden Schmerzensgeldes bestimmt sich nach den Grundsätzender Billigkeit. Der Richter fällt die Entscheidung nach denwertbeeinflussenden Faktoren, insbesondere nach* der Schwere der Verletzungen* das durch die Verletzung bedingte Leiden
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