Einschüsse an seinem Körper gezählt. Keiner davon war tödlich, was ihn umgebracht hat, war letztlich der immense Blutverlust. Aber die Typen haben auch ihren Preis gezahlt. Oben amTürrahmen und an der Decke klebte noch Gehirnmasse, er hat noch im Sterben den Kopf desersten, der durch die Tür kam, im einen blutigen Fleck an der Wand verwandelt. Eines ist sicher,wohin auch immer die Typen sich verkrochen haben, wir werden sie finden und sie werden einenhohen Preis dafür zahlen.“Die Stimmen entfernten sich langsam, und als ich wieder aufsah, sah ich im Gesicht des Docseinen Ausdruck von stiller Verzweiflung. , Es tut mir leid, das sollten Sie so nie erfahren.“ Ichkonnte nur noch nicken, meine Stimme schien nicht mehr unter meiner Kontrolle zu stehen.Ich habe keine genauen Erinnerungen mehr an die folgenden Stunden, Tage und Wochen. Icherlebte alles um mich herum wie in Trance, die Zeit schien stillzustehen. Ich erledigte die Dinge,die erledigt werden mussten, die Überführung, die Beerdigung. Und immer wieder hörte ich dieStimme aus dem Gang im Polizeirevier. Die folgenden Monate waren ein nicht enden wollender Wechsel aus Phasen der Lethargie und geradezu hektischer Betriebsamkeit. Ich suchte Vergessenin billigem Synthalkohol und Drogen, bis Derek, der die ganze Zeit ab meiner Seite blieb, dieInitiative ergriff und mich im Laufe einer Diskussion windelweich prügelte. Er packte mich ander Kehle, hob mich hoch wie eine Strohpuppe, schüttelte mich und brüllte mich an: ,,Komm’endlich zu Dir, verdammter Drek. Glaubst Du, Deine Eltern hätten DAS gewollt??? In dieser Nacht bezog ich die Abreibung meines Lebens, aber irgendwie schien Derek damit intuitiv genauden richtigen Knopf gedrückt zu haben.In den folgenden Tagen und Wochen machte er sichdaran, mich kontinuierlich zu entgiften und wieder aufzubauen. Er kaufte alles ein, was man für eine längere Sitzung so brauchte, und was er nicht kaufen konnte, klaute er kurzerhand. Dannsperrte er uns zusammen in meiner Wohnung ein und ließ mich keinen Moment mehr aus denAugen. Ich bekam in dieser Zeit noch mehrmals ausgiebig Prügel von Ihm, wenn ich wieder malin ein emotionales Loch fiel und den Sinn der ganzen Sache im Allgemeinen und meiner Existenzim Besonderen in Frage stellte. Derek war bestimmt kein großer Psychologe, aber auf irgendeineArt schien er zu spüren, wie er die Sache handhaben musste, wenn er Erfolge erzielen wollte.Und gottverdammt, er behielt Recht. Nach fast 2 Monaten war ich zumindest physisch wieder soweit, daß ich wieder in ein normales Leben zurück fand. Ich kümmerte mich um den Nachlassmeiner Eltern und fand dabei heraus, daß die beiden jeden Nuyen, der übrig war, angelegt hatten.Daraus resultierte eine erhebliche Summe, die mir nun zur Verfügung stand. Was sollte ich alsotun? Dem gesunden Menschenverstand folgen, Ausbildung, Beruf, Kon-Sklave? Oder sollte ichtun, wonach alles in mir gierte, RACHE??? Die Entscheidung fiel mir nicht allzu schwer. Also begann ich systematisch mit der Aufrüstung. Dereks Vater, der mir in dieser Zeit immer wieder eine große Hilfe gewesen war, kannte die richtigen Leute. Da diese Leute ihm noch etwasschuldeten, konnte er für mich wirklich gute Preise bei allem, was ich brauchte, herausschlagen.Ein befreundeter Straßen-Doc begann mich langsam und gezielt nach meinen Vorstellungen zuvercybern. Einziehbare Nagelmesser, ebensolche Sporne, Verbesserungen für Augen und Ohren,Kunstmuskeln, SmartLink, und einige andere, sinnvolle Dinge wurden mir in einer Marathon-Operation implantiert. Nachdem ich die gesamte Prozedur gut überstanden hatte, begann ich,nach meinem Körper auch meinen Geist zu trainieren. Ich fand Lehrer, die mich alles lehrten,was man zum Überleben im den Schatten brauchte, denn zu diesem Zeitpunkt stand für michendgültig fest, daß mich der Weg, den ich beschreiten wollte zwangläufig an den Rand der Legalität oder darüber hinaus führen würde. Ich erlernte den Kampf ohne Waffen, den Ungangmit Klingen und Feuerwaffen, Basiswissen über Computer, Elektronik und die Gebräuche, dieauf der Straße und in den Schatten überlebenswichtig waren. Ich lernte Autos und Motorräder zufahren, Leute unbemerkt zu observieren und mich selbst einer Observation zu entziehen. EinSchieber, den ich in dieser Zeit kennen lernte, verschaffte mir zu äußerst günstigen Konditionen
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Warum nicht.
Warum nicht was? :confused: