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Studierendenmagazin der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen
02
2009
pfichtlektüre
 A171_01
Privatsphäre adé
Ein Attest reicht nicht mehr, um von einer Prüfung zurückzutreten. Die TU will mehr wissen.
Die Angst vorm Versagen
Wer zum Psychologen geht, ist nicht gleich meschugge.
Leidgeprüft
Ein Schwerpunkt-Heft für Klausur- Gestresste
 
S02TRI-TOPP
Die pflichtlektüre erscheint mit Ausnahmeeiner kleinen Weihnachtspause 14-tägig wäh-rend des Semesters. Die Erscheinungstermineim Wintersemester 2008/2009 sind:28. Oktober, 11. November, 25. November, 9. De-zember, 20. Januar, 3. Februar
TERMINE
E
in alter Traum von Studenten: im Schlaf lernen. Ein gesunder Schlaf bringt tat-sächlich etwas für unser Gedächtnis.Während wir schlafen, verknüpft das Ge-hirn neu erlerntes Wissen mit dem, waswir im Langzeitgedächtnis abgespeichert haben.Schlafforscher unterscheiden zwischen zwei Pha-sen des Schlafs, die dem Gedächtnis nützen. ImDeltaschlaf direkt nach dem Einschlafen vertieftunser Gehirn vor allem die Erinnerung an Datenund Fakten. Wer früh in der Nacht gut schläft,wird eher die Klausur bestehen, in der Auswen-diggelerntes abgefragt wird. Der zweite wichtigeAbschnitt ist der REM-Schlaf (von Rapid Eye Mo-vement). Unser Gehirn trainiert dann neu gelern-te Bewegungen oder ordnet neue Sinneswahr-nehmungen ein.Das Lernen im Schlaf ist nicht nur ein einfachesEinschleifen. Das neue Wissen wird nicht nurbesser gespeichert, sondern auch mit alten Erin-nerungen und bereits Erlerntem verknüpft undverglichen. So können wir nach dem SchlafenProbleme besser lösen, weil unser Gehirn dieStruktur des Problems mit bereits bekanntenSituationen verglichen hat. Man erkennt ausge-schlafen viel leichter die Struktur, die hinter ei-nem Problem steckt. Also: Immer erst mal eineNacht drüber schlafen!
sax/foto: fin
WIRKLICH WAHR
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PEINLICHE PLATTE
03
E
s ist so schräg, dass es schon wieder geilist“, sagte er einmal über sein Hoheits-gebiet, den Ballermann. Genauso verhältes sich auch mit ihm selbst. Mit ihm,dem König von Mallorca. Die Platte mitseinen größten Erfolgen war ein Geschenk einerguten Freundin, die eine meiner musikalischenVorlieben etwas ins Lächerliche ziehen wollte.Als Entschuldigung für den Besitz dieses Meis-terwerks soll diese Tatsache jedoch keineswegsherhalten. Ich hätte es mir vermutlich auch selbstgekauft. So einige Partys kommen durch den Kö-nig schließlich erst richtig in Gang.Denn Jürgen Drews ist und bleibt ein Phänomen.Oft kopiert und doch nie erreicht. 63 Jahre ist ernun alt, was ihn selbstverständlich nicht davonabhält, noch immer die Dekolletés 20-jährigerBikini-Schönheiten mit seiner Signatur zu ver-sehen. Sein „Bett im Kornfeld“ dürfte dank Gat-tin Ramona – Drews persönlicher „Engel in BlueJeans“ – zwar nicht mehr für jede frei zugänglichsein. Dass Onkel Jürgen immer noch einen in derKrone hat („König von Mallorca“), gibt er jedochfreimütig zu. Zugegeben, bei allen Besitzern derPlatte sitzen ebenfalls einige Schrauben locker.Ich selbst schließe mich da gewiss nicht aus. Bal-lermann-Partys stehen in meiner Liste jedenfallsauch weiterhin weit oben.
 ju/foto: Ulrike Hendan
PRAKTISCH
Wir lernen im Schlaf 
UNERREICHT
Partykönig von Mallorca
 
WAS STUDIERE ICH?
02
I 
ch bin Jodie und seit dem Herbst wohne ichin Dortmund. Eigentlich gehe ich in Sheffield/England zur Uni, wo ich Mathe und Deutschstudiere. Zurzeit mache ich mein Auslands- jahr an der Dortmunder Uni. Aber ausruhenkann ich mich dabei leider nicht. Bald stehen dieersten Prüfungen an – aaaahhh.Na ja, inhaltlich werden die Klausuren bestimmtganz ähnlich sein wie in Sheffield. Aber sie sindeben auf Deutsch – und sie zählen auch für mei-nen Master-Abschluss zu Hause. Das macht mirschon ein bisschen Angst.Außerdem gibt es in England immer eine sehrausführliche Vorbereitung auf die Klausuren. DieDozenten ‚spoon-feed‘ uns sozusagen mit ihrerHilfe – darum müssen wir sie noch nicht einmalbitten. Aber die Professoren hier in Dortmundsind auch sehr hilfsbereit. Ich werde einfach al-le Vorlesungen noch einmal durcharbeiten, dannklappt es bestimmt auch hier in Deutschland mitmeinen Prüfungen.
ezi/foto: ezi
FREMDGEPRÜFT
Im Ausland für den Master lernen
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START-BLOCKS03
Zur Ausgabe
Drin ist außerdem …
S10
Impressum
Herausgeber 
Institut für Journalistik, TU Dortmund
Projektleitung:
Prof. Dr. Günther Rager
Redaktionsleitung
: Vanessa Giese (vg) ViSdP
Redaktion
Uni-Center, Vogelpothsweg 74, Campus Nord, 44227Dortmund Tel: 0231/755-7471, Fax: 0231/755-7481
Briefanschrift
: pflichtlektüre, c/o Institut für Journalistik, TUDortmund, 44221 Dortmund,
E-Mail:
post@pflichtlektuere.com
Produktion
: Sebastian James Brunt (sjb)
Bild
: Elvira Neuendank, Pascal Amos Rest, Sarah Salin (sal),Katja Seidl
Schau-Platz
: Christine Elsaesser (che), Johanna Esch (jo), SandraFinster (fin), Maria Haensch (mah), Claudia Hamburger (clh),Ulrike Hendan,(uh) Paulina Henkel (ph), Katharina Lindner(kl) Eike Strunk (eis), Robert Zapp (sax), Eva Zimmermann(ezi)
Dortmund und Bochum:
Katharina Bons (kb), Christin Otto (co),Sandra Bobersky (sky), Atjom Maksimenko (am), DeniseNaujoks (dn), Georgia Polichronidou (gp)
Duisburg/Essen:
Simon Balzert (spb), Angelika Dorawa (ado)Anna Dettmer (and), Chris Cadel (cca) Christina Jungkurth(chj), Daniel Glade (dag), Jasmina Matera (jam), Jakob Straub(jas), Jessica Schweke (jes), Julia Alina Ruhrberg (jul), Me-riem Benslim (meb), Miriam Stadtfeld (mir), Natascha Leo(nal), Olesia Iavorska (oli), Olga Kapustina (olk), Patrick Koll(pak), Philipp Engel (php), Simon Kattke (sim), Yilmaz Ali(yil), Oliver Schmitz-Kramer
Herz-Stück:
Maike Freund (mai), Nora Weis (nw)
Ruhr-Blick:
Benjamin Blum (bb), Daniel Drepper (ddr), Christi-an Greis (chg), Daniel Otto (dot), Linda Wabel (lw), JohannaRüschoff, Ulrike Sommerfeld (uso), Jan Ungruhe (ju)
 Verantwortlich für Anzeigen:
Oliver Nothelfer, Anschrift wie Ver-lag, Kontakt: 0201/804-8944
 Verlag:
Westdeutsche Allgemeine Zeitungsverlagsgesell-schaft , E.Brost & J. Funke GmbH u. Co.KG, Friedrichstr. 34-38,45128 Essen
Druck:
Druckhaus WAZ GmbH & Co. Betriebs-KG, Anschriftwie Verlag. Kontakt: druckhaus@waz.de
Erscheinungstermine:
Wintersemester 2008/2009: 28. Oktober,11. November, 25. November, 9. Dezember, 20. Januar, 3. Feb-ruar
S16S04
SCHAU-PLATZ
S04 ... Kranke Prüflinge müssen im Attest ihr Leiden offenlegen
DORTMUND
S06 ... Kranke Prüflinge müssen im Attest ihr Leiden offenlegen.S09 … Studium Fundamentale: die Konsequenzen aus der Ringvorlesung.
HERZ-STÜCK
S10 ... Prüfungsfrust statt Prüfungslust: Klausuren als Glücksspiel.
RUHR-BLICK
 S14 … Assessment-Center – die Prüfung für den Job. Zwei Erfahrungsberichte.
DIENST-BAR
S17 … spicken mit der Soda-Flasche und DSDS für Unentspannte.… keine Scheu vorm Seelen-klempner: Psychologenhelfen gegen Prüfungsangst.rät den Studierenden zumehr Stil: der Modeschöpfer Ignatious Joseph
 A171_03
HERZ
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STÜCK
 diesmal
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9 Fieber hatte ich, und die Prüfung begann mit demSatz: „Ihr Thema ist also Boccaccios Decamerone. DassSie sich damit auskennen, nehme ich mal an. Meineerste Frage richtet sich deshalb eher auf die Romantik.“ Un-fair? Oder genau richtig, um das zu checken, worum es ander Uni geht: nämlich nicht Faktenkonsum, sondern Trans-ferfähigkeit und eigenständiges Denken?Eindeutig ist der Fall von Anna (Seite 10). Sie sah sich überra-schend mit einer Multiple-Choice-Klausur konfrontiert, dieso gar nicht mehr entsprach, was sie als Pädagogin gelernthatte und noch lernen sollte: Qualität in der Ausbildung.Die Geschichte dazu und wo Ihr Euch zum Teil auch anonym – über schlech-te Prüfungen beschweren könnt, lestIhr in unserem Herz-Stück auf den Sei-ten 10 bis 13.Allen, die noch Prüfungen vor sich ha-ben, wünscht die pflichtlektüre vielErfolg und Glück.Wir machen nun Semesterferien. Dieerste Ausgabe des Sommersemesterserscheint am Dienstag, 28. April unddanach im 14-tägigen Rhythmus bis zum 7. Juli.
Bei schlechtgestelltenKlausuren hilftalles Lernennichts. Wer prüfteigentlich diePrüfer?
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