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36MAI 2009
 SZENE
 STUTTGART 
Noch im Mai stiegt eine weitere Party imN-Pir - ja, wie viele allerletzte Fame-Partysgibt's denn jetzt noch? Wir haben MacherFelix Horsch gefragt.
gab-Magazin:
Auf der allerletzten Fame-Party im April hast du am Abend verkündet,dass es im Mai noch einmal eine Zugabe ge- ben wird. Da hört sich ja jetzt an wie die letz-te Tour von Cher, auf die dann die allerletzteTour und die aller-aller letzte Tour folgen...
Felix Horsch:
Es ist leider die letzte Zugabeim N-Pir, genau zwei Tage bevor die Hallenabgerissen werden. Das hat sich tatsächlicherst am laufenden Partyabend herauskristalli-siert. Die Betreiber des N-Pir waren vom er-neuten Ansturm fast geschockt, so dass BjörnSteiner spontan sagte, dass er uns gerne ei-nen Zusatztermin einräumen und dafür eine
Party des N-Pir ausfallen lassen würde.
Einige werden mir das als Marketing-Gag
auslegen, aber das ist mir egal. Die Gäste
lieben die Party und Fame steigert sich immerweiter. Warum also nicht die Gelegenheitnutzen, wenn man sie mir auf dem silbernenTablett anbietet?
Sind wir denn hier bei Cher?
Die wirklich allerletzte Fame im N-Pir 
gab-Magazin:
Was erwartet die Besucher bei der Fame-Zugabe?
Felix Horsch:
Eine Zugabe ist "das Beste zuSchluss". Wir werden große Himmelbettenmitten ins N-Pir stellen, in denen liegen die bekanntesten Pornodarsteller von Homoacti-ve-TV, wie zum Beispiel Johan Volny, die mitsexy Acts alle Grenzen sprengen werden. Eswird komplett neu und ungewohnt sexuell,aber keine Hardcore-Party. Alle Gäste erhal-ten am Eingang ein Welcome-Sextoy, natür-
lich geht's um Partyfeeling pur, mit Live-
Vocals und Gast DJ Philippe Lemot aus dem"Splash", dem angesagtesten Gayclub in NewYork! Ich habe nur wenig Zeit für Deko undBookings, aber es wird alles bisherige top-pen. Wenn wir schon eine Zugabe machen,dann verabschieden wir uns mit einemKnall, und der ist garantiert.
gab-Magazin:
Wird die Alte Reithalle, dieFame-Location beim CSD, der zukünftigeFame-Ort werden?
Felix Horsch:
Nein, die Alte Reithalle ist einSpecial. Ich möchte einfach als offizielleParty des CSD Stuttgart nicht nur auf Größe,sondern auf Qualität setzen. Die Reithallewird aber nicht die zukünftige Fame-Locationsein, die Miete ist viel zu teuer und die Auf-lagen wegen Denkmalschutz machen michschon jetzt fast wahnsinnig. Aber ich habeschon eine neue Location, in der es nach demCSD im Oktober 2009 weiter geht! (bjö)
Fame - die allerletzte Zugabe, Sa, 16.5., 22 Uhr, N-Pir,Borsigstr. 1, Stuttgart
   F  o   t  o  :    F  a  m  e
"Im Rathaus statt auf den Parkplätzen"
Laura Halding-Hoppenheit kandidiert als Gemeiderätin
Die bekannte Stuttgarter Schwulen-mutter und Inhaberin des "Kings Club"und "Lauras
Club", kandidiert am 7. Junifür den Stuttgarter
Gemeinderat. Wirtrafen sie zum Interview.
gab-Magazin:
Laura, warum kandi-dierst du ausgerechnet auf der Liste derLinkspartei?
Laura:
Ganz ehrlich: weil ich mich mitder Partei total identifizieren kann. Mitder sozialen Politik, der sozialen Ge-rechtigkeit. Ich will den Schwächerenhelfen, den Menschen, die nicht auf derSonnenseite des Lebens stehen. Eigent-lich will ich in der Politik machen, wasich schon immer gemacht habe: für dieseMenschen kämpfen. Aber jetzt versucheich, das in eine offizielle Form zu pa-cken. Drinnen im Rathaus statt auf denParkplätzen.
gab-Magazin:
Du hast in der Vergan-
genheit ja schon öfters für den Gemeinde-
rat kandidiert, auch mit eigenen Lis-ten. Warum jetzt bei einer bekanntenPartei?
Laura:
Ich bleibe trotz der Kandidaturparteifrei. Aber meine Chancen, in denGemeinderat zu kommen, sind besser,wenn ich auf einer kompletten Listekandidiere. Ich selbst habe in der Ver-
gangenheit immer genug Stimmen
   F  o   t  o  :    R  o   l  a  n   d   H   ä  g  e   l  e   /  a  c   t   i  o  n  -  s   t  u   t   t  g  a  r   t
 bekommen, bin aber nie in den Ge-meinderat eingezogen, weil ich keinevollständige Liste hatte. Jetzt bin ichauf Platz sieben der Linkspartei-Liste,und meine Chancen sind total gut.
gab-Magazin:
Wenn Du gewählt wer-den solltest, gibt es konkrete Projekte,die Du im Gemeinderat durchsetztenwillst?
Laura:
Auf jeden Fall Politik fürSchwulen und Lesben, wie immer. Undsoziale Projekte, die in der Vergangen-heit außer Acht gelassen worden sind.Für Frauen, die ihre Kinder nicht er-nähren können. Für Studenten, die dieStudiengebühren nicht bezahlen kön-nen. Für Menschen, die zuhause raus-fliegen, weil sie schwul sind, und eineLehrstelle oder Unterkunft brauchen.Im Grunde genommen will ich Politikmachen für alle, die Probleme haben.
gab-Magazin:
Das klingt ja ziemlichpauschal und unkonkret.
Laura:
Ich werde sicher keine Wundererbringen, das ist mir bewusst. Aberich könnte in der Opposition vieleschwachsinnige Projekte bremsen undversuchen, das Geld sinnvoller einzu-setzen. Im Vordergrund sollte immerder Mensch stehen, und nicht Glasge- bäude und Betonklötze. (cd)
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