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23.04.09 16:06CEEkom – ein neues Portal mit Social Media Newsroom für Osteuropa-Themen « Medial & DigitalSeite 1 von 8http://medialdigital.wordpress.com/2009/04/23/ceekom-–-ein-neues-portal-mit-social-media-newsroom-fur-osteuropa-themen/
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CEEkom – ein neues Portal mit Social Media Newsroomfür Osteuropa-Themen
23/04/2009 ·Keine KommentareSeit heute steht
CEEkom
, das neue schweizer Portal für Russland- und Osteuropa-Themen in einerBeta-Version online. Kernstück von CEEkom ist der erste schweizer Social Media Newsroom. ÜberCEEkom, die Merkmale und die Vorteile eines Social Media Newsrooms und die Chancen, die sichaus diesem Projekt für klassische Medien ergeben, habe ich mit dem Initiator und Betreiber Jürg
 
23.04.09 16:06CEEkom – ein neues Portal mit Social Media Newsroom für Osteuropa-Themen « Medial & DigitalSeite 2 von 8http://medialdigital.wordpress.com/2009/04/23/ceekom-–-ein-neues-portal-mit-social-media-newsroom-fur-osteuropa-themen/
Vollmer gesprochen. Er ist Journalist, Social Media- und Osteuropa-Experte und betreibt auch dasBlog
 Krusenstern
.Was ist ein Social Media Newsroom?Jürg Vollmer:
Als Erklärung benutze ich immer das Bild vom iPhone. Ein Social Media Newsroom istim Prinzip nichts andres als ein iPhone im Internet, das Social Media Anwendungen wie YouTube,Flickr, Twitter etc. auf einer Seite übersichtlich zusammenfasst und Verbindungen schafft.
Sie haben den ersten schweizer Social Media Newsroom als ein Referenzprojekt für ihr neuesOsteuropa-Portal CEEkom entwickelt. Was bedeutet CEEcom?
Central and Eastern Europe Communications und gleichzeitig auch Center of Eastern European StudiesCommunications.
Warum bietet sich gerade für dieses Projekt ein Social Media Newsroom an?
Aus zwei Gründen: Erstens, weil CEEkom ganz neu ist. Und zweitens, weil die deutschsprachigenMedien sehr wenig über Russland und Osteuropa berichten. Anstatt diesen Zustand nur zu beklagen,wollte ich etwas dagegen tun. Die einen haben das Geld, die anderen haben die Verbindungen nachRussland. Wir bringen beides zusammen.
Was sind die Social Media Merkmale von CEEkom?
Der Social Media Newsroom ist der kollaborative Teil des Portals CEEcom, mit eigenen Hintergrund-Dossiers, Pressemitteilungen und Medienreaktionen, die wir verlinken. Im Newsroom haben wir jetztzum Start ein erstes kleines Dossier zum Thema Boris Pasternak ins Netz gestellt. Anlass ist ein neuesBuch in Russland, das zu einem Skandal führte, weil es enthüllt, was 1958 alles passierte rund umPasternak und den Literaturnobelpreis. Journalisten, Slavisten und interessierte Nutzer können an diesemDossier mitschreiben.
Wie groß ist die Redaktion?
Die Redaktion besteht momentan nur aus mir. Später wird noch ein weiterer Kollege aus derfranzösischsprachigen Schweiz dazukommen, damit wir auch für die Westschweiz und Frankreich einAngebot haben.
Nennen Sie bitte ein konkretes Beispiel dafür, wie bei CEEkom kollaborativ journalistischgearbeitet wird.
Wir werden zum Beispiel einen Journalisten engagieren, der - von uns voll bezahlt - nach Novosibirskreist und dort für ein oder zwei Monate zum Thema Wirtschaft recherchiert. In der Redaktion wird dannaus den Recherchematerialien ein multimediales Dossier mit Texten, Fotos, Videos, Podcasts undPowerpoint-Präsentationen zusammengestellt. Das Ganze wird dann unter einer Creative Commons auf unsere Plattform gestellt. Die Medien, ob ein Lokalsender in Köln oder eine Zeitung in Lausanne,können sämtliche Materialien kostenlos übernehmen. Wir werden nicht unterscheiden zwischenkommerzieller und nicht-kommerzieller Nutzung.
 
23.04.09 16:06CEEkom – ein neues Portal mit Social Media Newsroom für Osteuropa-Themen « Medial & DigitalSeite 3 von 8http://medialdigital.wordpress.com/2009/04/23/ceekom-–-ein-neues-portal-mit-social-media-newsroom-fur-osteuropa-themen/
Das wäre dann ein kostenfreies Agenturmodell. Was ist das Kollaborative daran?
Die Ergebnisse und auch schon die Recherchen sind multimedial mit Flickr, Twitter, Facebook, LinkedInund so weiter vernetzt.
Wie sieht das konkret aus?
Nehmen wir das Beispiel Novosibirsk. Unser Korrespondent wird laufend über unseren
Twitter-Account CEEkom
berichten, dass er Interviews führt mit dem Gouverneur, dem Unternehmer einergroßen Holzfabrik, mit dem regionalen Repräsenanten der transsibrischen Eisenbahn und so weiter.
Können sich Twitter-Follower oder Facebook-Friends einschalten und Anregungen geben?
Ja. Sie können Tipps geben für Interviewfragen, oder für Quellen, wo man vielleicht noch bessereInformationen bekommt. Das ist nämlich immer ein kleines Problem in Osteuropa. Wir werden auchLive-Chats mit wichtigen Gesprächspartner ermöglichen, in die sich jeder Interessent einschalten kann.Mitte Mai wird es voraussichtlich den ersten Livechat mit dem Gouverneur in Novosibirsk geben.
Wer finanziert das Projekt?
Die Träger des gemeinnützigen Vereins CEEkom sind neben privaten schweizerischen Mäzenen die
Esperia-Stiftung in Zürich
, das künftige Osteuropa-Center einer schweizerischen Universität sowieeine nationale Fachbehörde für universitäre Bildung und Forschung. Die Namen dieser Organisationenkönnen wir aber erst Mitte Mai offiziell verkünden. Das sind alles schweizer Bürger und Organisiationen.Auf osteuropäische Organisationen haben wir bewusst verzichtet, um Einflussnahmen zu unterbindenund weil sonst jeder sofort sagt, dass wir von einer Regierung bezahlt würden oder die fünfte KolonneMoskaus seien.
Wie hoch ist das Budget?
Wir haben jeweils 550.000 Schweizer Franken, also rund 360.000 Euro, für zunächst fünf Jahre zurVerfügung.
Wer ist die Zielgruppe der Plattform – nur Journalisten?
Nein, unsere Zielgruppen sind einerseits Journalisten von Mainstream-Medien - und zwar ausdrücklichnicht nur aus der Schweiz - aber zum Beispiel auch Blogger, die sich dem Thema Osteuropa widmen.Von denen gibt es aber leider nicht allzu viele. Aber auch Journalistik- oder Slavistik-Stundenten,Historiker, und sämtliche Nutzer, die sich mit Osteuropa-Themen befassen und eineDiskussionmöglichkeit und eine Möglichkeit der Vernetzung suchen. Die Vernetzung ist ein ganzwichtiger Punkt. In einem nächsten Schritt werden wir auch Osteuropa-Organisationen in Deutschlandeinbinden, schon jetzt stehen wir mit einigen in Verhandlung.
Funktioniert der Social Media Newsroom auch für andere Themengebiete?
Ja, das funktioniert in ganz verschiedenen Bereichen, in den USA gibt es schon seit zwei, drei JahrenSocial Media Newsrooms. Entwickelt wurde das Modell von
Todd Defren von der PR-Agentur ShiftCommunications
. In den USA gibt es Social Media Newsrooms vom
Amerikanischen Roten Kreuz
,
Ford
oder
General Motors Europe
. In Deutschland gibt es beispielsweise die PlattformWasserbotschafter des Mineralwassers
Volvic
.
Was sind die US-Erfahrungen mit Social Media Newsrooms und was lässt sich übertragen?
Die Unternehmen und die Nutzer in den USA ticken anders als in Europa. Der Newsroom von GMEurope, zum Beispiel, der von den Amerikanern aufgebaut wurde, ist sehr farbig und enthält wahnsinnigviele Informationen. Ich glaube, dass das in Europa so nicht funktioniert. Das muss hier eher nüchternund gezielt sein, mit intuitiv zu verstehenden Funktionen, nicht so überladen und ohne Flash-Animationen. So simpel halt wie ein iPhone.
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