23.04.09 16:06CEEkom – ein neues Portal mit Social Media Newsroom für Osteuropa-Themen « Medial & DigitalSeite 3 von 8http://medialdigital.wordpress.com/2009/04/23/ceekom-–-ein-neues-portal-mit-social-media-newsroom-fur-osteuropa-themen/
Das wäre dann ein kostenfreies Agenturmodell. Was ist das Kollaborative daran?
Die Ergebnisse und auch schon die Recherchen sind multimedial mit Flickr, Twitter, Facebook, LinkedInund so weiter vernetzt.
Wie sieht das konkret aus?
Nehmen wir das Beispiel Novosibirsk. Unser Korrespondent wird laufend über unseren
Twitter-Account CEEkom
berichten, dass er Interviews führt mit dem Gouverneur, dem Unternehmer einergroßen Holzfabrik, mit dem regionalen Repräsenanten der transsibrischen Eisenbahn und so weiter.
Können sich Twitter-Follower oder Facebook-Friends einschalten und Anregungen geben?
Ja. Sie können Tipps geben für Interviewfragen, oder für Quellen, wo man vielleicht noch bessereInformationen bekommt. Das ist nämlich immer ein kleines Problem in Osteuropa. Wir werden auchLive-Chats mit wichtigen Gesprächspartner ermöglichen, in die sich jeder Interessent einschalten kann.Mitte Mai wird es voraussichtlich den ersten Livechat mit dem Gouverneur in Novosibirsk geben.
Wer finanziert das Projekt?
Die Träger des gemeinnützigen Vereins CEEkom sind neben privaten schweizerischen Mäzenen die
Esperia-Stiftung in Zürich
, das künftige Osteuropa-Center einer schweizerischen Universität sowieeine nationale Fachbehörde für universitäre Bildung und Forschung. Die Namen dieser Organisationenkönnen wir aber erst Mitte Mai offiziell verkünden. Das sind alles schweizer Bürger und Organisiationen.Auf osteuropäische Organisationen haben wir bewusst verzichtet, um Einflussnahmen zu unterbindenund weil sonst jeder sofort sagt, dass wir von einer Regierung bezahlt würden oder die fünfte KolonneMoskaus seien.
Wie hoch ist das Budget?
Wir haben jeweils 550.000 Schweizer Franken, also rund 360.000 Euro, für zunächst fünf Jahre zurVerfügung.
Wer ist die Zielgruppe der Plattform – nur Journalisten?
Nein, unsere Zielgruppen sind einerseits Journalisten von Mainstream-Medien - und zwar ausdrücklichnicht nur aus der Schweiz - aber zum Beispiel auch Blogger, die sich dem Thema Osteuropa widmen.Von denen gibt es aber leider nicht allzu viele. Aber auch Journalistik- oder Slavistik-Stundenten,Historiker, und sämtliche Nutzer, die sich mit Osteuropa-Themen befassen und eineDiskussionmöglichkeit und eine Möglichkeit der Vernetzung suchen. Die Vernetzung ist ein ganzwichtiger Punkt. In einem nächsten Schritt werden wir auch Osteuropa-Organisationen in Deutschlandeinbinden, schon jetzt stehen wir mit einigen in Verhandlung.
Funktioniert der Social Media Newsroom auch für andere Themengebiete?
Ja, das funktioniert in ganz verschiedenen Bereichen, in den USA gibt es schon seit zwei, drei JahrenSocial Media Newsrooms. Entwickelt wurde das Modell von
Todd Defren von der PR-Agentur ShiftCommunications
. In den USA gibt es Social Media Newsrooms vom
Amerikanischen Roten Kreuz
,
Ford
oder
General Motors Europe
. In Deutschland gibt es beispielsweise die PlattformWasserbotschafter des Mineralwassers
Volvic
.
Was sind die US-Erfahrungen mit Social Media Newsrooms und was lässt sich übertragen?
Die Unternehmen und die Nutzer in den USA ticken anders als in Europa. Der Newsroom von GMEurope, zum Beispiel, der von den Amerikanern aufgebaut wurde, ist sehr farbig und enthält wahnsinnigviele Informationen. Ich glaube, dass das in Europa so nicht funktioniert. Das muss hier eher nüchternund gezielt sein, mit intuitiv zu verstehenden Funktionen, nicht so überladen und ohne Flash-Animationen. So simpel halt wie ein iPhone.
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