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Deutsche Bombastus Gesellschaft - Heft 21

Deutsche Bombastus Gesellschaft - Heft 21

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Die Bombastus-Gesellschaft Dresden will Mittler sein zwischen Wissenschaftund Öffentlichkeit, will über Leben, Werk und Bedeutung des Paracelsus informieren. Die Bombastus-Gesellschaft will die Ergebnisse wissenschaftlicher Paracelsus-Forschung so aufbereiten, dass deminteressierten Laien Theophrastus Bombastus von Hohenheim bekannt und vertraut wird wie ein Freund undVorbild in allem Streben und Suchen auf dem Weg durchs Leben und bei der Beantwortung all der dabeiauftretenden Fragen
Die Bombastus-Gesellschaft Dresden will Mittler sein zwischen Wissenschaftund Öffentlichkeit, will über Leben, Werk und Bedeutung des Paracelsus informieren. Die Bombastus-Gesellschaft will die Ergebnisse wissenschaftlicher Paracelsus-Forschung so aufbereiten, dass deminteressierten Laien Theophrastus Bombastus von Hohenheim bekannt und vertraut wird wie ein Freund undVorbild in allem Streben und Suchen auf dem Weg durchs Leben und bei der Beantwortung all der dabeiauftretenden Fragen

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INHALT
Vorstand und Verwaltungsrat der Deutschen Bombastus-GesellschafMaria Seifert-EulenStanislav BurachovicˇDr. Gisela-Ruth Engewald Ludwig Mühlberg Rolf A. Meyer Günter Ickert Michael Liebscher 
Nachruf Editorial225 JahreOberlausitzische Gesellschaft der WissenschaftenAus der Arbeit der Gesellschaft JahreshauptversammlungBrief an die MinisterinBildungsreiseVeranstaltungskalender Vegetationsgeschichte zum Sooster Moor Von der Hautfresserkur zur Pyramidalkur Das böhmische Kurwesen im 16. und 17. Jahrhundert am Beispiel der Stadt Karlsbad Joachimsthal – Joachimsthaler – Taler Die Bedeutung von PARACELSUS für dieChemie„Wie der Alchemist der Natur werket, so solltihr auch werken.“„drumb so ist das wort do, das dich lernensol“Paracelsus zu Kraft und Bedeutung des WortesEmpfehlungValentin Weigel: Von Betrachtung des LebensChristi. Vom Leben Christi. De vita Christi.23569121822334045
 
2
NACHRUF
Wir gedenken unseres Mitgliedes
Diplom-Grafiker Albrecht Ehnert 
*
18. Juli 1927
4. Februar 2004Herr Albrecht Ehnert gehörte zu den Mitbegründern der DEUTSCHEN BOMBASTUS-GESELLSCHAFTund war bis 2003, zwölf Jahre lang, Mitglied des Verwaltungsrates.Herr Ehnert hat in der seltenen Verbindung von künstlerischen Fähigkeitenund geistiger Durchdringung nicht nur das Logoder DEUTSCHEN BOMBASTUS-GESELLSCHAFT und das äußere Bilddes Periodikums geschaffen. Er gestaltete maßgebend die Paracelsus-Ausstellung1993 im Museum für Stadtgeschichte Dresden anlässlich des 500. Geburtstagesdes Hohenheimers und schenkte damit sowohlder DEUTSCHEN BOMBASTUS-GESELLSCHAFT als auch der Stadt Dresdenein bemerkenswertes Datum. Wir schätzen an Albrecht Ehnert seinfundiertes Wissen, seine feinfühlige Art bei der Klärung jedweder Probleme undsein fleißiges wie engagiertes und zuverlässiges Wirken.Er prägte das grafische Bildder DEUTSCHEN BOMBASTUS-GESELLSCHAFT vom Plakat über Poster und Einladungen bis zur weihnachtlichen Spruchkarte.Albrecht Ehnert setzte Maßstäbe, die uns Verpflichtung sind.Die nicht mehr aufhaltbare Krankheit ließ ihn im Frühjahr 2003 aus demVerwaltungsrat ausscheiden und den Staffelstab in jüngere Hände übergeben.In ehrendem Gedenken und dankbaren Herzens werden wir Albrecht Ehnertin bleibender Erinnerung behalten.Vorstand und Verwaltungsratder DEUTSCHEN BOMBASTUS-GESELLSCHAFT
 
3„Wo geht es denn hin?“, mag es dem reisenden Theophrastus oft entgegengeschallt haben– als Frage oder auch nur als Kontaktfloskel. Um 1520 mag seine Antwort wohl auch„Nach Meissen“ gelautet haben, womit er den sächsischen Erzgebirgsraum hinein bis insEgerland meinte. Auf der Bildungsreise der Deutschen Bombastus-Gesellschaft wurdendiese Spuren verfolgt – Eindrücke von der Fahrt sind in diesem Heft nachzulesen.Die Antwort des Paracelsus hätte aber auch anders lauten können: „In die Welt.“Schließlich schreibt er:
 „So sein doch die Künst nicht alle verschlossen in eines Vatterlandt/son- dern sie seindt außgetheilt durch die gantze Welt.“ 
1
Und er fragt weiter, ob es nicht richtig und ihm gemäß sei,
 „diese Ziel zu erforschen und zuersuchen“.
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Damit erhält die Antwort auf die Eingangsfrage eine innere, geistige Zieldimension:Erfahrung und Erkenntnis der (ärztlichen) Kunst und darüber hinaus der Zusammen-hänge der Schöpfung. So leitet sich „Erfahrung“ eben von „fahren“ ab, vom Herum-kommen in der Welt. Erst das dabei erworbene Wissen bildet die Grundlage der Erkennt-nisinnerer, höherer Zusammenhänge. Bei Paracelsus klingt das so:
 „…die geschrift wird erforschet durch ire buchstaben, die natur aber durch lant zu lant. als oft ein lant als oft ein blat.also ist codex naturae, also muß man ire bletter umbkeren. – Habt Fleiß, ihr Ärzte! Lernet, lernet!“ 
3
Und in seiner ersten Verteidigungsrede appelliert er:
 „Perscrutamini naturas rerum“,
„Lasstuns die Natur erforschen!“
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Paracelsus begreift die Natur als Offenbarung Gottes, ihre Universalität als Spiegel gött-licher Universalität, ihre naturgesetzliche Ordnung als Manifestation der höchstenLiebe. Die Annäherung an diese Liebe erfolgt über die Suche nach Erkenntnis, dennBombastus formuliert:
 „Ie mehr aber die erkantnus in einem ding, ie mehr die lieb“.
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Hier wirdSuchen, Forschen und Lernen als ethischer Auftrag verstanden! Als dritten Begriff ver-knüpft der Hohenheimer den der Wahrheit mit diesem Zusammenhang.
 „Gott ist der Wahrheit Ursprung“, er ist „die höchste warheit“.
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Erkenntnis der Wahrheit und Erkenntnis der Liebe sind also wesensgleich, da ja Gottauch das Zentrum der Liebe ist.Dahin ging der Weg für Paracelsus. Und dahin muss es auch heute gehen! Denn auchheute steht die Frage: „Wo geht es denn hin?“, drängend vor der Menschheit. Hohen-heim formulierte die für ihn offensichtlich entscheidende Ursache für ein gestörtesMensch-Umwelt-Verhältnis im Liber de felici liberalitate:
 „Unverstanden, hoffertigen, stolzenmenschen, die do vermeinen, es sei kein got, sie seient über himel und erden, und also in solchem ver- stand werden sie verdambt“.
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Trennung von der Liebe ist zugleich Trennung von der Wahrheit und Verzicht auf Erkenntnis. Alle wissenschaftlichen und ökonomischen „Erkenntnisse“, die der Gewinn-maximierung auf Kosten anderer dienen, die Natur als zufällig begreifen und deshalb jegliche Verantwortung negieren oder die nur materielle Aspekte betrachten und nichtderen Einbettung in das geistig-energetische System sehen, sind damit wertlos, bringenkeinen Fortschritt, ja führen zur „Verdammnis“. Aus dieser Position heraus hat sich dieDeutsche Bombastus-Gesellschaft in einem Brief an die zuständige Ministerin deutlichgegen die Novellierung des Gentechnikgesetzes ausgesprochen – und hat damit nebenvielen anderen einen Beitrag dazu geleistet, dass das Gesetz inzwischen abgelehnt wurde.Besonders die Verantwortungsträger in Wissenschaft und Wirtschaft, aber auch alle ande-ren Menschen müssen stärker als bisher lernen zu werken,
 „wie der Alchemist der Natur werket“ 
. Rolf Meyer zeigt in seinem Vortrag wie in einem Kaleidoskop auf, in wie viele
EDITORIAL

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