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06_PI_Regionalkonferenz_Energie_Umwelt.pdf

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[PDF] Pressemitteilung: Regionalkonferenz Energie & Umwelt: Energiewende er-fordert gemeinsamen Kraftakt
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06/26/2013

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Florian Tholey
Metropolregion Rhein-Neckar GmbH+49 621 12987-43florian.tholey@m-r-n.com
26. Juni 2013
Regionalkonferenz Energie & Umwelt: Energiewende er-fordert gemeinsamen Kraftakt
Um sich über den Stand der Energiewende in Deutschland zu infor-mieren und deren konkrete Umsetzung in der Rhein-Neckar-Region zudiskutieren, kamen heute über 400 Fachleute zur dritten Regionalkon-ferenz „Energie & Umwelt“ in den Ludwigshafener Pfalzbau. Eingela-den hatte der Fachbereich „Energie & Umwelt“ der MetropolregionRhein-Neckar GmbH: „Die Energiewende ist ein ambitioniertes Vorha-ben, das wir nur gemeinsam stemmen können“, so Bereichsleiter Bernd Kappenstein. „Mit der Regionalkonferenz möchten wir den Dia-log zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik verstetigen und da-mit das für die Umsetzung der Energiewende so wichtige regionaleNetzwerk stärken.“Wichtige Impulse für dieses Vorhaben gaben am Vormittag die Vorträ-ge von Experten wie Prof. Dr. Andreas Löschel (Zentrum für Europäi-sche Wirtschaftsforschung), Prof. Dr. Claudia Kemfert (Deutsches In-stitut für Wirtschaftsforschung), Prof. Dr. Klaus J. Beckmann (Deut-sches Institut für Urbanistik) und Hildegard Müller (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.). Am Nachmittag konnten die Teil-nehmer in fünf Fachforen gute Praxis-Beispiele aus der Region ken-nenlernen und sich zu aktuellen Themen austauschen.
Löschel: Fortschritte bei Energiewende uneinheitlich
Die Fortschritte bei der Energiewende in Deutschland seien uneinheit-lich, so die Einschätzung des Umweltökonoms Prof. Dr. AndreasLöschel, der u.a. die Expertenkommission der Bundesregierung zumMonitoring der Energiewende leitet. Im Strombereich, insbesonderebei der Photovoltaik und der Onshore-Windenergie, sei man auf einemguten Weg. In den Bereichen Wärme und Offshore-Windenergie gebees hingegen noch viel zu tun. Auch der der Netzausbau komme nur schleppend voran. Versorgungsengpässe könnten vor allem in Süd-deutschland die Folge sein, wo in den kommenden Jahren die meistenKraftwerke vom Netz gehen. Die Diskussion um steigende Stromprei-se wertete er kritisch. Der Anteil der Stromkosten am Bruttosozialpro-
 
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dukt sei 2011 mit 2,5 Prozent in etwa so hoch gewesen wie 1991.Vielmehr müsse eine ehrliche Diskussion darüber geführt werden, wieviel die Gesellschaft bereit sei, für die Energiewende zu zahlen undwie diese Belastungen in Zukunft verteilt würden. Ebenso müsse dasZielsystem der Energiewende auf europäischer Ebene diskutiert undneu bewertet werden.
Kemfert: Energiewende ist Wachstumstreiber 
 Eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz in allen Bereichenund den konsequenten Umbau des Energiesystems forderte Energie-expertin Prof. Dr. Claudia Kemfert. Auch sie sehe großen Nachholbe-darf beim Netzausbau. Zudem fehle es noch an Speichertechnologien,einem effektiven Last- und Energiemanagement oder nachhaltigenMobilitätskonzepten. „Die erneuerbaren Energien müssen als Sün-denbock für ein verfehltes Management der Energiewende herhalten“,so ihre Einschätzung. Die Energiewende sei weit mehr als eine reine„Strom-Angebots-Wende“. Denn es gebe immense Einspar- und Effi-zienzpotenziale – sowohl bei der Gebäudeenergie als auch in der In-dustrie und bei der Mobilität. Hier müsse mehr getan werden. Insge-samt sei die Energiewende ein wichtiger Wachstumstreiber für Deutschland: „Investitionen in erneuerbare Energien, intelligente Net-ze oder aber Speicher bringen Wertschöpfung und Arbeitsplätze inden Regionen.“ Den jährlichen Investitionsbedarf bezifferte Kemfertmit 31 bis 38 Milliarden Euro. Das Ziel der Bundesregierung, den An-teil der erneuerbaren Energien bis 2050 auf 80 Prozent zu erhöhen,sei realistisch.
Müller: Energiewende braucht besseres Projektmanagement
 Als ambitioniert bezeichnete Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerindes Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, die Zieleder Bundesregierung. Die Energiewende dürfe nicht zu klein gedachtwerden, so ihr Appell. Ein gesellschaftliches Projekt dieser Dimensionmit einer Laufzeit von mehreren Jahrzehnten brauche den Konsensauf europäischer Ebene. Hierdurch entstehe nicht nur die dringendbenötigte Planungssicherheit, sondern es würden auch Synergien ge-fördert. Als größtes Problem der Energiewende in Deutschland be-zeichnete Müller die mangelnde Abstimmung zwischen Bund, Ländern
 
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und Kommunen. Es brauche ein deutlich besseres Projektmanage-ment, so Müller: „Komplexen Herausforderungen kann man nicht miteinfachen Lösungen begegnen.“ Müller plädierte zudem für eineEntschleunigung der Energiewende. Ohne die entsprechenden Netzesei ein dezentrales System nicht leistungsfähig. Ebenso müssten alle Akteure in den Prozess der Energiewende eingebunden werden, denndie Energieversorgung der Zukunft sei dezentraler und sichtbarer. Be-reits heute gebe es rund 8.000 Biogasanlagen, 23.000 Windkraftanla-gen und 1,3 Millionen Photovoltaikanlagen. Dies würde zwangsläufigzu einer Akzeptanzdiskussion bei den Bürgern führen. Mit einem An-teil von 25 Prozent seien die erneuerbaren Energien längst kein Ni-schenprodukt mehr, so Müller. Deshalb müssten auch die Fördersys-tematik und das Marktdesign überdacht werden.
Beckmann: Energiewende ist auch Mobilitätswende
Erstmals stand das Thema Mobilität als wichtiger Baustein der Ener-giewende auf der Agenda der Regionalkonferenz. In Sachen Klima-schutz könne und müsse der Verkehr seinen Beitrag leisten, so Prof.Dr. Klaus J. Beckmann. Derzeit sei der Verkehrssektor für rund 20Prozent der CO
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-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Hier be-stehe ein großes Einsparpotenzial für Energie und Emissionen. DieMenschen würden auch künftig sehr mobil bleiben, so seine Progno-se. Gleichzeitig werde es jedoch deutliche Verschiebungen bei der Wahl der Verkehrsmittel geben. Schon heute zeige sich, dass der Au-tobesitz in Städten und Ballungsräumen mit einem guten öffentlichenNahverkehr rückläufig sei. „Nutzen statt besitzen, lautet der Trend“, soBeckmann. Bei der jüngeren Generation sei dieser Mobilitäts- undWertewandel bereits eingeleitet. Der ÖPNV werde als Verkehrsmittelebenso an Bedeutung gewinnen wie Fahrrad, E-Bike, Pedelec, Elekt-roauto, Car-Sharing oder das Zufußgehen. Integrierten Mobilitätskon-zepten, in denen verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten je nachSituation flexibel und individuell kombiniert werden können, gehöre dieZukunft, so Beckmann. Dies müsse die Stadt- und Regionalplanungstärker berücksichtigen.

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