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Studierendenmagazin der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen
04
2009
pfichtlektüre
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AStA-Schlappe
Bericht aus der Chaos-Sitzung
Der Festival-Guide
Wo Ihr im Sommer abrocken könnt
Derverstellte Blick
Die Debatte um Studienbeiträge ist stark ideologischgeprägt. Der Versuch einer neutralen Bilanz.
 
S02Tri-Topp
Nachgehakt: Der breite Spalt Der NeueN S-bahNeN
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M
it Grafti beschmierte, stin-kende Züge mit durchgeses-senen Sitzen: ein gewohntesBild der S-Bahnen im Ruhr-gebiet. Nun hat das Ärgernendlich ein Ende: Seit wenigen Wochensind die neuen Fahrzeuge vom Typ ET422 des Herstellers Bombardier für dieDeutsche Bahn im Einsatz.Bisher allerdings nur auf den Linien S1,S7 und S9. Im Rahmen einer Qualität-soffensive sollen rund 100 Fahrzeugeersetzt werden.Nach der Zulassung durch das Eisen-bahnbundesamt bleibt jedoch die Frage:Warum werden Fahrgäste per Durch-sage auf den Abstand zwischen Bahn-steig und Zug hingewiesen? „Die Bahn-steige und Züge sind zugelassen undentsprechen somit geltendem Recht“,sagt Pressesprecher Gerd Felser von derDeutschen Bahn und fügt an: „An denAbständen hat sich seit Einführung derneuen Fahrzeuge nichts geändert. DieAufsichtsbehörde achtet nun aber ver-stärkt auf diese Dinge.“ In Zahlen istdas eine Lücke, die 35 Zentimeter nichtüberschreiten soll, welche laut Felseraber nur an zwei Bahnhöfen im landes-weiten S-Bahnnetz überschritten wird.Infolgedessen wird der Bahnkunde perDurchsage und gelb-schwarzer Sicher-heitslinie am Ausgang des Zuges auf den größeren Abstand hingewiesen.Die Barrierefreiheit sei allerdings nichtgefährdet, so dass Rollstuhlfahrer wei-terhin die Züge problemlos nutzen kön-nen.
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Neulich iN DeutSchlaND
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leidung waschen – eigentlichsollte das doch einfach sein. Fürmich ist es das nicht! Ich habemeine zwar schon eine MillionMal gewaschen - aber nicht ineiner deutschen Waschmaschine.
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Für mich sind das alles fremde Namenauf den Waschmittelpaketen. Nachdemich mich durch die gesamte Palette ge-rochen habe, kaufe ich das Waschmittelmit dem angenehmsten Geruch.
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Das erste Mal, als ich die Maschine imWohnheim benutzte, öffnete ich sie nachdem Waschen - und meine Kleidungschwamm in einer Pfütze. Ich entschiedmich dafür, meine Wäsche in der Bade-wanne zu waschen. Das ist zwar wie im18. Jahrhundert, aber dafür einfacher.Nach eineinhalb Monaten Wäsche wa-schen in der Badewanne kam die Frus-tration: Meine Kleidung roch zwar okay,aber nicht super, und meine Sockenwurden nicht richtig sauber. Ich wusste,dass ich auf die Waschmaschine ange-wiesen war.Mit Hilfe meiner Mitbewohnerin wurdemeine Wäsche dieses Mal in der Ma-schine sogar wirklich sauber. Ein paarTage später erzählte ich einer Freundin,dass ich jetzt mit der Maschine umge-hen kann. Sie gratulierte mir und frag-te dann: „Kann ich dein Waschmittelmitbenutzen?“ Ich gab es ihr; sie lachte.„Das ist kein Waschmittel. Es ist Weich-spüler!“ Oh nein, deswegen ist also meinerster Waschversuch in die Hose gegan-gen.
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lötzlich ertönt ein quietschen-des Geräusch aus der Ecke, inder die Büros der Angestelltendes Infopoints der Ruhr-UniBochum liegen. Eine Tür öff-net sich, lachendes Gezwitscher aus dergleichen Ecke. Christiane Schäer be-tritt den Kundenbereich des Infopointsund augenblicklich sind alle wach. „Woist bloß mein Schlüssel hin? Ich kommnicht in mein Büro hinein“, sagt sie undblickt ihre Mitarbeiter verwirrt an.Die Verwaltungsfachangestellte berätund betreut ratsuchende Studierende.die für viele, gerade für die Erstsemesterso wichtig ist. Hier bekommt man dieersten Infos. Die am häugsten gestell-te Frage lautet: Wo nde ich denn RaumNummer soundso? Sofort begrüßt siealle freundlich und beginnt gleich zuerzählen: „Ich bin das Fossil unsererVerwaltung, zähle ja schon 61 Ringe!“Für Schäer ist die Ruhr-Uni und dieZentralstelle des Infopoints ihr zweitesZuhause geworden. „Unfassbar, aberich bin bereits seit 40 Jahren dabei undheut, heut habe ich meinen letzten Ar-beitstag“, und schaut dabei bedrückt zuBoden. Von mittlerweile 23 Mitarbeitern,allesamt Studenten, ist sie die einzigeFestangestellte hier im Infopoint undgleichsam die „gute Seele“ des Hauses.Jetzt will die 61-Jährige mit ihrem Part-ner erst einmal ausgiebig Urlaub ma-chen. „Sie werden mir alle fehlen, mei-ne Studenten“, sagt sie traurig und imgleichen Augenblick verschwindet sieschon wieder hinter der nächsten Tür. 
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START-BLOCKS03
Zur Ausgabe
Drin ist außerdem …
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HERZ
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STÜCK
 diesmal
S04S12
BOCHUM
S04 ... Ein Schrecken ohne Ende: die SenatssitzungS06 Wege ins Auslandsstudium
HERZ-STÜCK
S08 ... Ohne Moss nix los: Wofür die Ruhr-Unis unsere Studienbeiträge ausgeben
RUHR-BLICK
 S13 Ethan Hawke mag betrunkene Teenager.
DIENST-BAR
S14 … über die Kunst des Aufräumens und das Chillen in der Strandbar … mit Schlagzeug und Gitarrenden Kopf durchlüften: Festi- vals im ÜberblickEin Schrecken ohne Ende:die Senatssitzung
S08
Beamer, Bücher,Tutorien: Wounsere Studien-beiträge bleibenund wie sie verteilt werden.
E
s wäre die einzige Vorlesung an diesem Nachmittaggewesen. Tags zuvor hatte mein Arbeitgeber angeru-fen und gefragt, ob ich kurzfristig einspringen könne.„Nee, geht nicht. Muss zur Uni.“ Eigentlich. Denn als ich vordem Hörsaal stehe, hängt dort ein Zettel an der Tür: Die Vor-lesung fällt aus. Na toll. Umsonst gekommen und noch dazukeine Kohle verdient.Das soll demnächst Vergangenheit sein - zumindest in Duis-burg und Essen. Per SMS sollen die Studierenden benach-richtigt werden, wenn eine Veranstaltung ausfällt. 20.000Euro kostet der Spaß. Quelle des Geldes: Studienbeiträge.Eine sinnvolle Ausgabe? Ich habe mei-ne Zweifel. Denn das beste Systemtaugt nichts, wenn die Leute, die es be-dienen, nicht auf Zack sind.Mal ehrlich: Selbst wenn ein Prof sichmorgens krank meldet, die Vorlesungnachmittags stattfände und das Insti-tut theoretisch sechs Stunden Zeit hat,die Studenten zu benachrichtigen – dasklappt doch nie. Die Information mussweitergegeben werden. Die Sekretärin– oder wer auch immer – muss darandenken, die SMS rauszujagen. Vorausgesetzt, sie ist in derTechnik geschult.Währenddessen quetschen sich die Leute immer noch inüberfüllte Seminare. Ist das die viel beschworene „Verbesse-rung der Lehre?“ Eher nein.Mehr dazu und wofür die Ruhr-Unis noch Euer Geld ausge-ben: Seiten 8 bis 12.Die nächste pflichtlektüre bekommt Ihr am 24. Mai – entwe-der persönlich von einem unserer Verteiler oder aus einemder Kästen, die in den Uni-Gebäuden und Mensen stehen.
Impressum
Herausgeber 
Institut für Journalistik, TU Dortmund
Projektleitung:
Prof. Dr. Günther Rager
Redaktionsleitung:
Vanessa Giese (vg) ViSdP
Redaktion:
Uni-Center, Vogelpothsweg 74, Campus Nord, 44227Dortmund Tel: 0231/755-742, Fax: 0231/755-7481
Briefanschrift
: pflichtlektüre, c/o Institut für Journalistik, TUDortmund, 44221 Dortmund
E-Mail:
post@pflichtlektuere.com
Produktion:
Sebastian James Brunt (sjb)
Bild:
Daniel Gehrmann (dg), Elvira Neuendank, Pascal AmosRest, Katja Seidl
Titelild:
Stephan Krypczyk
 An dieser Ausgabe haben mitgewirkt:
Katrin Bach, Simon Balzert(spb), Nils Bickenbach (nils), Daniel Dreper (ddr), AnnikaFrank, Maike Freund (mai), Tobias Fülbeck (tf), Paulina Hen-kel (ph), Florian Hückelheim (fh), Stephanie Jungwirth (ju-wi), Jens Jüttner (jj), Julian Lang (jula), Victoria Klein (tk),Katharina Lindner (kl), Tim Müller, Jonas Müller-Töwe (jmt),Christin Otto (co), Siola Panke (sp), Linus Petrusch (lipe),Christian Prenzig, Christine Reul, Marylen Reschop (mr), Ag-nes Sawer, Ulrike Sommerfeld (uso), Katharina Storm, Mar-tina Vogt (mv), Anna-Lena Wagner (alwa), Markus Wiludda(mw), Eva Zimmermann (ezi), Johannes Zuber (joz)
 Verantwortlich für Anzeigen:
Oliver Nothelfer, Anschrift wie Ver-lag, Kontakt: 0201/804-8944
 Verlag:
Westdeutsche Allgemeine Zeitungsverlagsgesell-schaft , E.Brost & J. Funke GmbH u. Co.KG, Friedrichstr. 34-38,45128 Essen
Druck:
Druckhaus WAZ GmbH & Co. Betriebs-KG, Anschriftwie Verlag. Kontakt: druckhaus@waz.de
Erscheinungstermine:
Sommersemester 2009: 28. April, 12. Mai,26. Mai, 9. Juni, 23. Juni, 7. Juli
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