Zielstellung und originäres Anliegen des SasarBasars war, demEinzugsbereich Flughafenkiez einen Anlaß der nachbarschaftlichenZusammenkunft zu ermöglichen und im Rahmen eines Flohmarktesein Kiezfest zu bewerkstelligen, das unter möglichst breitgefächerter
Teilhabe der Anwohnerschaft stattndet. Die Einstufung des Areals als
„Problemkiez“ und eine nur geringe Zusammengehörigkeit und Iden-tität der allgemeinen Anwohnerschaft haben dieses diese Idee heraus-gefordert, zumal der Ort des Sasarsteigs selbst symbolisch für ein etwas
verkommenes Verantwortungsgefühl im Kiez verstanden werden kann.
Unproblematisch gestalte-te es sich, die angedachtenStände an Interessenten zuvergeben, da sich frühzeitigesInteresse im Zuge der Wer-bemaßnahmen ( Aushänge,Briefkasteneinwürfe), durchschlichtes Herumsprechen undZusagen bereits Informierterabzeichnete (darunter der KizeKulturverein, das Frauenfrüh-
stück, der AKI Kulturverein ). Die
zugehörige Kommunikation und Koordination war zwar zeitaufwändig, aber unkompli-ziert und barg immer wieder das freudvolle Erlebnis, die Stände entgegen der Erwartung
kostenfrei vergeben zu können. Die ankündigenden Plakate, deren Gestaltung mir oblag,
wurden überwiegend vom Tawilverlag in der Reuterstraße gefertigt, der mir preislich am
meisten entgegen kam. Ein freundlicher Marktstandhändler konnte mir früh ein äußerst ku
-lantes Angebot unter der Bedingung der Selbstabholung unterbreiten, womit das Herzstück
des SasarBasars gesichert war. Die Bühne wurde angenehm unbürokratisch von der Manegein der Rütlistraße zur Verfügung gestellt. Die Technik wurde samt ganzzeitlicher Betreuung
vom ortsnahen Betreiber einer Eckkneipe (Sandmann) preisgünstig bereitgehalten und mit
gesponsertem Strom der ev. Schule Neukölln durch den Hausmeister, Herr Noack, versorgt.
Mit diesen Absprachen im Rücken und dem Geld aus dem kleinen Aktionsfonds des
Quartiersmanagements Flughafenkiez konnte man zuversichtlich auf das Wochenendedes SasarBasars zusteuern, wobei es immer wieder merkwürdig war, den Ort abzulaufenund den kommenden Event nur virtuell vor dem geistigen Auge abrufen zu können, wäh-
rend der Sasarsteig in gewohnter Unwirtlichkeit brachlag.
K iez f es t 23. / 24. J u n i i m Sasa rs te ig
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