Kreative Kommunikationwww.active-books.de•www.junfermann.de•www.e-works.de-
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Was ist kreative Kommunikation?Zur Erläuterung benutze ich das Drei-Ebenen-Modell der Kommunikation. Es istbeschrieben in den Büchern von Stephen Covey – »Die sieben Wege zur Effektivität« undvon Klaus Marwitz »Lean Company - Der freie Blick auf die neue Unternehmensvision«.Die erste Ebene ist die Ebene der »intrapersonalen« Kommunikation, der Kommunikationmit sich selbst, die vor allem eine Rolle spielt, wenn man nicht gerade mit anderenMenschen kommuniziert. Hierhinein gehören
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der innere Dialog, die begleitende Tonspur unseres Handelns,
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die Fähigkeit, innerlich Bilder sehen zu können, aber sich auch an Stimmen, Gefühle,Geruch und Geschmack zu erinnern,
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Körpersignale (zum Beispiel Warnhinweise für heranziehende Krankheiten)wahrzunehmen,
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sich in die Lage anderer Menschen versetzen zu können,
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Denk-, Problemlösungs- und Gedächtnisleistungen sind Sache der ersten Ebene.Das sind nur fünf Beispiele. Diese Ebene ist essentiell für das Selbstmanagement, für dieAusprägung der Persönlichkeit und für die Kommunikationsfähigkeit der folgenden Ebene.Ihr wird in der privaten und der institutionellen Erziehung entscheidend zu wenigBeachtung geschenkt, unter anderem weil sie unbequem ist – sie besagt, daß manzunächst vor der eigenen Tür kehren muß, bevor man anderer Leute Verhalten ändern will – und weil diesbezügliche Forschungsergebnisse nicht ernst genommen werden. Andersist der ungeheure Erfolg der Bücher von Dale Carnegie (Positives Denken) nicht zuerklären.Die zweite Ebene ist die »interpersonale« Ebene. Sie betrifft die Kommunikation zwischenMenschen. Wenn beide Partner in der ersten Ebene wenig bewandert sind, wird dieKommunikation sich auf den Informationsaustausch beschränken. Erzwingen dieUmstände eine tiefer gehende Kommunikation, greifen die beiden aus Unfähigkeit zuarchaischen Mitteln: Streit, Mißgunst, Neid, Eifersucht, aber auch körperlicher Angriff undTötung, bzw. die Absicht dazu. Auch das Abwenden voneinander ist eine primitiveReakion. Die qualitativ mittelmäßige Romanliteratur ernährt sich von den Unglücken derzweiten Ebene. Man beachte außerdem, daß Kriminalgeschichten, gedruckt oder gefilmt,hohe Konjunktur haben.Die zweite Ebene läßt sich unterteilen in die verbale und die nonverbale Kommunikation.Verbale Kommunikation bedeutet Sprechen – die Worte sind wichtig – und Hören. WelcheWorte in einer bestimmten Sprache vom Sprecher gewählt werden, hängt von derWortgewalt ab, von der Kompetenz auf dem in Rede stehenden Gebiet, aber auch davon,ob jemand mehr ein Augenmensch (visueller Typ), ein Ohrenmensch oder ein Gefühltypist. Zum Beispiel verfügen Geschmacks- und Geruchsmenschen, besonders wenn sie diesauch beruflich darstellen, über Worte und Begriffe, die einem Visuellen (Auge) oderAuditiven (Ohr) beim Zuhören nicht unmittelbar einleuchten und auch keine »Saite zumKlingen bringen«. Die Forschungsergebnisse zu dieser Entdeckung würden mancheverunglückte Kommunikation wieder flottmachen (siehe: K. Marwitz – Lean Company, DasZehn-Sinne-Modell). Schreiben gehört ebenfalls auf diese Ebene.Die nonverbale Kommunikation hat zwei Aufgaben: sie unterstreicht das Sprechenmimisch (Gesicht) und gestisch (»Hände und Füße«) im Normalfall eines Gesprächs. ImKonfliktfall pointiert und verstärkt die nonverbale Kommunikation das Gesagte mit demZiel, dem Gesprächsgegener zu meiner Meinung zu verhelfen. Sie wird abgestufteingesetzt und beginnt mit Nuancierungen der Stimme (hoch, tief, schnell, langsam,Pausen), geht über Gesichtsbewegungen (Mund, Wangen, Augen) und Kopfbewegungenüber zur Gestik (zunächst Finger, Hände, dann Arme) bis hin zur Ganzkörperbewegung,und ist durchaus als archaische Vorstufe eines körperlichen Angriffs zu bewerten.
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