Ein Leserbrief
Der Brief eines betroffenen Akroners an der Rabensteiner Grenze: Hochverehrter Don Miguel, bitte helft uns!...Wir sind die Bewohner des Dorfes Löwenzahn, etwa 2 Meilen vor der Rabensteiner Grenze. Gestern musste ich mit ansehen, wie Rabensteiner Schergen auf der Wiese vor meinem Haus Gänseblümchen herausgerissen und zertrampelt haben. An dem Tempel im Dorf wurde ein Knecht Bernddes Pfählers dabei beobachtet wie er, vergib mir Don, dass ich es schreibe, "Astahte is dof" in die Tempeltür ritzte. Bauer Jansen traf fast der Schlagals er im Obstgarten dutzende Äpfel auf dem Boden liegen sah; alle einmal! Angebissen. Bitte helft uns Don! Bevor sie unsere Taverne anzünden unduns zwingen an ihre zwei Götter zu glauben! Cedrik, der Schmied
Bernhard der Pfähler
Hermann Hirsch, unterwegs für den Kreutzer und gerade auf einer besonders grausigen Mission. Ich schreibe aus den noch sicheren Wäldern Akro-nisch-Welfens, nahe den Kriegsschauplätzen. Es kommen immer mehr Flüchtlinge aus dem Krisengebiet.Grausam entstellte Menschen, mit Zahnstochern über und über gespickt; Elfen, deren Ohren rundgeschnitzt und denen Bärte angeklebt wurden;Zwerge denen die Beine auf den Rücken gebunden sind. Oh, Astarte schütze uns, der Pfähler ist über Akron hereingebrochen. Aus den Berichten der letzten Jahre ist uns gerade dieser Scherge des Rabensteiner Königs als besonders erbarmungsloser Schlächter bekannt geworden. Er hatte schonim zarten Alter von 5 Jahren seiner Familien die Zeit mit lustigen Hasenmorden und Spatzenwürgen vertrieben. Auf Banketten des Rabensteiner Kö-nigshauses war er es, der mit seiner "Messer auf die Maid-Show" für Beifall sorgte, und es gerade zu genoss wenn mal ein Messer genau insschwarze traf. Und jetzt schickt der Rabensteiner König genau diesen Ritter um seinen so friedlichen Nachbarn zu überfallen. Ihr lest mich überwäl-tigt und schier der Ohnmacht nahe, es fehlen mir die Worte diese Hinterhältigkeit zu beschreiben. Warum musste es nur soweit kommen. "Es gibtdoch immer andere Wege, als Krieg", wie der Don so friedvoll sagt. Aber jetzt ist es anders gekommen und jetzt, da ich in die tränenüberlaufendenGesichter der nun heimatlosen Kriegsweisen sehe, bitte ich Astarte, möge Akrons Antwort kommen. Und zwar richtig und unmissverständlich.Hermann
Tavernenbesatzung ausgelöscht
Welcher Akroner hatte nicht schon von Ihr gehört, die berühmte Taverne "Astartes Glück"? Von dieser, gelegen an der Handelsstraße nahe Magde-burgum, ist nichts weiter übrig als Schutt, Asche und das letzte Blut ihrer Betreiber.Diese hatten verzweifelt versucht ihre Taverne gegen die Expansionswut der marodierenden Rabensteiner Horden, angeführt von Bernhard von Wie-senburg (vielen eher bekannt als "BERND DER PFÄHLER") zu verteidigen. Aber der Versuch war zum Scheitern verurteilt. Zur Zeit des Überfalls be-fanden sich nur der Wirt Gerhard der Spendable (nach Kreutzerumfagen Wirt des Jahres '65), seine geliebte Frau und seine drei Töchter auf demHof. Die grund- und gnadenlose, perverse Gewalt mit der die Rabensteiner hier vorging macht mir jetzt noch Angst. Das unblutigste Ende fandenwohl die Töchter, ertränkt in Metfässern. Zum Schicksal der Eltern will ich hier aus Pietät nicht mehr schreiben, aber der Beiname des Rabensteiner Truppenführers spricht wohl für sich. So sollte für uns, das Akronische Volk, klar sein, dass wir diesen Märtyrertod von Gerhard dem Spendablen undseiner Familie nicht ungesühnt lassen können. Für uns sollten sie auch die ersten wahren Helden des Krieges sein sollten. Mir stellt sich nun letzt-endlich noch eine Frage: "Geht es König Maximilian und seinen Vasallen hier wirklich nur um Akronischen Boden?" Aufgrund dessen, was ich gese-hen habe, wirft sich mir der Eindruck auf, dass es ihnen darum geht unsere hochentwickelte Akronische Tavernenkultur zu zerstören. Immerhin istuns allen bekannt mit wie viel Hass, resultierend aus blankem Neid, Rabensteiner dem Akronischen Tavernenbesucher begegnen. Nicht umsonst giltRabenstein als Teil der "ACHSE DES OEDEN".
Der Kreutzer
wird, sich seiner aufklärenden Funktion bewusst, natürlich weiterhin über die Entwick-lung berichten.
11. Ague
Der Pfähler & Der Wüterich
Astarte steh uns bei, Bernd der Pfähler hat ein SAEGEWERK BESETZT! Auf seinem Feldzug wider der Akronischen Tavernenkultur (
Der Kreutzer
berichtete) hat Bernhard von Wiesenburg nun mit seinen Truppen ein Akronisches Sägewerk besetzt.Mir, Axel Hüpfer, gelang es mit einem tüchtigen, aufrechten Holzfäller Akrons zu sprechen, welcher den Klauen der Rabensteiner entwischen konnte.Dieser berichtete mir, dass der Rabensteiner Feldherr dass Sägewerk besetzt hält und alle Arbeiter versklavt hat. Diese müssen nun für ihn im Ak-kord Pfähle spitzen, damit er weiterhin seinem perversen Zeitvertreib frönen kann. Damit jedoch noch nicht genug der Grausamkeiten, denn ebenfallslässt er Pferdekutschen mit Pfählen beladen, damit er auch in den schönen Akronischen Ebenen nicht auf sie verzichten braucht. Doch noch immer nicht genug der Schreckensmeldungen. Gerüchten zufolge hat Bernhard von Wiesenburg dieses Sägewerk zu seinem Taktischen Zentrum gemachtund wartet auf Verstärkung. Man munkelt gehört zu haben das König Maximilian einen weiteren seiner Schergen auf Akron loslässt. Mir kam dabeisofort ein Name in den Kopf: Wilbur von Wittgenstein!!! Oje, Astarte steh uns bei: BERND DER PFÄHLER & WILBUR DER WÜTERICH vereint auf einem blutigen Feldzug gegen das friedliche Akron???
Der Kreutzer
hofft, dass dieses Gerücht sich nicht bestätigt und wird weiterhin von der Frontberichten. In diesen grausigen Zeiten fällt es schwer ein gutes Wort zum Schluss zu finden. Deshalb möchte ich unseren verehrten Don zitieren: "Wir wollten den Frieden, sie wählten den Krieg." In diesem Sinne, auf die Gefallen von Akron,AXEL HÜPFER [Redaktion
Der Kreutzer
]
Im Brennpunkt
Aus der Redaktion in eigener Sache DIE FRAGE NACH DEM WARUM/Ohnmacht der WeisenNoch am 11. Tag nach Beginn der grausam gezielten Aggressionen bricht der Strom der Schrecklichkeiten nicht ab! Stunde um Stunde trifft ein weite-rer Eilbote aus dem Krisenherd Akronisch-Dracconias ein. Noch wissen wir um dem Verbleib tapferer akronischer Berichterstatter wie Axel Hüpfer,Hermann Hirsch, und Justus Jonathan! WIR ERHEBEN EHRFÜRCHTIGST UNSER GLAS AUF DIE GEFALLENEN SO OFT NUR MÖGLICH. Dochmehr als nur einer der hartgesottenen, akronischen Botenläufer bricht unter der ungebändigten Last seines fatalen Wissens wimmernd zusammen.So gleicht die Redaktionshöhle des
Kreutzers
einem Lazarett, einem Tempel (nie wurde so oft und unverhohlen Astarte angerufen), und schließlichauch einem Schlachtfeld.
DER KREUTZER
IST VOR ALLEM AKRONER UND WEISS, WAS TUN IN SOLCHEN SCHWEREN ZEITEN! Lasst unsSchulter an Schulter um unsere akronische Freiheit kämpfen, Schwestern und Brüder! Für unsere Tavernenkultur, auf die Gefallenen! Mit dem Kater jedoch und der folgenden Nüchternheit schleichen sich unangenehme Fragen und nagende Zweifel in unsere vom Met zerfressenen Hirne. WER istdieser grobschlächtige Nachbar der an unseren südlichen grenzen marodiert? DER ohne Kriegserklärung aufrechte akronische Tavernenbetreiber (siehe Hüpfer, der Kreutzer berichtete) massakriert, den unantastbaren Frieden mit Füßen tritt. WAS für eine Kreatur ist solcher unakronischen Tatenfähig? Siehe oben. WOHER dieser Gewaltgenuss, diese Missachtung jeglicher Mittelländischer Konventionen? Schon vor einiger Zeit zeigte dasMonstrum wohl offen sein bluttriefendes Maul.Unabänderlich sind seine Unfassbarkeiten in unsere Erinnerung gebrannt, gleich der friedlichen Taver-ne niedergebrannt, werden uns zeitlang verflogen (schon jetzt schläft jeder 2. Kreutzerianer nur mit Hilfe noch stärkerer Drogen) und auch unsereastartegefällige, freiheitliche akronische Kultur verändern. Werden wir uns ab jetzt auf Nachahmungstaten gefasst machen müssen? Die Suche nacheben jenen Antworten wird unser heiliger Feldzug gegen die degenerierte rabensteiner Elite sein. Auf der Suche nach Antworten schreckt
der Kreut-zer
auch vor dem krankhaftesten Entdeckungen und Geständnissen nicht zurück. Nur so, durch absolut abhängige, zensierte und parteiische Bericht-erstattung, werden wir unsere Freiheit schützen, unsere Tavernenkultur sichern und den Toten gebührlich gedenken. AUF ASTARTE, IHRE ZEHN
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