1Ärzteinitiative Bamberger Appell Bamberg, den 05.03.09Dr. med. C. Waldmann-SelsamKarl-May-Str. 4896049 Bamberg, Tel. 0951-12300Mail: peter.selsam@t-online.deAn alle Ärztinnen und Ärztein GesundheitsämternAktuelle Veröffentlichung: Krebsinzidenz von Anwohnern im Umkreis einer Mobilfunk-sendeanlage in WestfalenSehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,in Umwelt-Medizin-Gesellschaft 2009, 22 (1): 55-60 ist folgender wissenschaftlicherOriginalbeitrag erschienen:
Krebsinzidenz von Anwohnern im Umkreis einer Mobilfunksendeanlage in Westfalen –Interview-basierte Piloterhebung und Risikoschätzung
ZusammenfassungIn einem geschlossenen, isolierten Ortsteil einer westfälischen Stadt wurde im 400- Meter-Umkreis einer Mobilfunksendeanlage von 2000 – 2007 die Krebsinzidenz mittels Haus-zu-Haus-Erfassung erhoben.Interview-basierte Daten von 575 Anwohnern zeigten einen statistisch signifikanten Anstiegder Krebsinzidenz 5 Jahre nach Beginn der Senderlaufzeit.Fragen gesundheitlicher Risiken des Menschen durch Mobilfunk kommt für die DeutscheBundesregierung höchste Priorität zu, so dass die vorliegende, ohne Fremdmittel erstellteAnalyse, diesen Zielvorgaben entspricht, um die mit einfachen Mitteln erfassbare Risiko-situation der sendernah wohnenden Bevölkerung zu verdeutlichen.
Schlüsselwörter: Krebsinzidenz, Mobilfunksendeanlage, Pilotstudie
Autoren:Dr. med. Horst Eger, Ärztlicher Qualitätszirkel "Elektromagnetische Felder in der Medizin -Diagnostik, Therapie, Umwelt" (QZ-Nr. 65143, Bayer.Landesärztekammer), Naila;Dr. med. Frank Neppe (Korrespondenzautor), Brieger Straße 13, 58640 Iserlohn-Hennen,E-Mail:fneppe@yahoo.de.Auszug aus der Diskussion (
Hervorhebung hinzugefügt
):„In der menschlichen Bevölkerung ablaufende pathogene Prozesse können mit epidemio-logischen Methoden im Sinne der Rekonstruktion von Ursache-Wirkungsbeziehungen nach-gewiesen werden. Dabei ist die betroffene „Community“ das Labor des Epidemiologen(KESSLER LEVIN 1970). In diesem Sinne sind Langzeitstudien auch nach Ende desDeutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms zum Gesundheitszustand von Senderanwohnernweiterhin erwünscht, da bisher kaum verfügbar und in allen Verlautbarungen als noch unzu-reichend bezeichnet (DEUTSCHES MOBILFUNKFORSCHUNGSPROGRAMM 2006).
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