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REPORT (KEINE AENDERUNG MOEGLICH)----------------
Heinrich von Canstatt`s
X-Report:
 Die Millionentricks derGurus, Geldmacher und Millionäre- und wie Sie sogar noch mehr verdienen
(c) Reyharths & Lynn, Inc.BCM 1602London WC1N 3XXEnglandAlle Rechte vorbehalten
Euro = DM-Preise geteilt durch zwei
 Wie immer in bester Absicht, aber ohne jede Haftung und/oder Garantie !
Insbesondere besteht keine Haftung für Schäden, die dem Leser durch möglichweise nicht mehr aktuelle, falsche oder fehlerhafte Informationen indiesem Report entstehen können. Alle Angaben sind sorgfältig recherchiert und werden in bester Absicht veröffentlicht, es kann aber keineGewähr für die Richtigkeit gemacht werden, auch, da Informationen immer ständigen Veränderungen ausgesetzt sind. Dringende Empfehlung:Lassen Sie sich vor jeder geschäftlichen Unternehmung von einem qualifizierten Rechtsanwalt beraten.
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 Der Jahrhundertbetrug:
 Sicher kann man sich über die besten Betrüger dieses Jahrhunderts streiten. Auch müssen wir unterscheiden zwischen politischen, historischen und finanziellen Betrügereien. PolitischeBetrügereien enden - wenn entdeckt - in Skandal und Rücktritt. Historische Betrügereien setzendie Zusammenarbeit von Politik, Medien und Gesetzgeber voraus, um erfolgreich zu sein.Schliessloch wird "Geschichte" immer vom Gewinner/Machthaber diktiert. Diese Kooperationmacht den Betrug so unglaublich, dass jemandem, der die Lügereien entlarven kann, nicht mehr geglaubt wird. Seine Ermittlungen garantieren ihm Schwierigkeiten und Ärger. Auch einGefängnisaufenthalt ist möglich. Finanzielle Betrügerein machen den Initiator reich, richtig reich,und haben, wenn erfolgreich (aber immer illegal) abgewickelt nur für die Opfer Konsequenzen.Wir wollen uns auf Betrüger mit finanziellen Interessen konzentrieren.Selbstverständlich sind es nicht nur finanzielle Interessen, die den Betrüger motivieren, sondernauch psychologische Bedürfnisse wie z.B. Anerkennung. Der 44 jährige US Amerikaner MartinFrankel genoss es z.B. von einem Harem toller Frauen umgeben zu sein, vielleicht gerade, weil er aussieht wie Woody Allen mit 40. Klein, dünn und mit dicker Brille war er nicht unbedingt der Typ Mann, dem Frauen nachlaufen. Martin merkte also sehr schnell wie wichtig Geld und Machtsind, nicht nur um Frauen rumzukriegen.Er versuchte sich zunächst als Vermögensverwalter, fiel aber zweimal durch die Broker-Prüfung.Konsequent gründete er seinen eigenen Investment-Fonds, den Frankel Fond und konnte ganzedrei Anleger überzeugen, bei ihm zu investieren. Als er Probleme hatte, zwischen seinem unddem Geld des Fonds zu unterscheiden, machte die SEC (US Aktienaufsicht) den Laden dicht.Kein Problem: Martin Frankel änderte seinen Namen in Eric Stevens und etablierte mit Thunor Trust eine neue Investment AG.Thunor Trust fand zwar keine Anleger, konnte aber mit einigen (aus heutiger Sicht sehr zweifelhaften) Kreditbriefen und Bürgschaften ausreichend Bonität nachweisen, um dieangeschlagene Versicherung Franklin American Life zu übernehmen. Versicherungen haben dreiVorteile:1.) Versicherungsgeschäfte unterliegen in den USA keiner ernsthaften staatlichen Aufsicht imGegensatz zu Aktien und Bankgeschäften.2.) Versicherungen sichern ständige Einnahmen, eben die Versicherungsprämien.3.) Versicherungen können entscheiden, ob, wann und wieviel in einem Versicherungsfall gezahltwird.Seriöse Versicherungen zahlen im Versicherungsfall, unseriöse betreiten den Anspruch,gewinnen Zeit und Zinsen, und müssen evtl. später nur einen Bruchteil des ursprünglichenBetrages in einem Vergleich ausreichen.
 
Frankel nutzte die Prämieneinnahmen und Bonität von Franklin, um mit einigen Millionen Kreditzehn weitere Versicherungen in den USA aufzukaufen. Er kontrollierte jetzt also insgesamt elf Gesellschaften, die regelmässige Prämieneinnahmen garantierten. Was tun mit dem ganzen Geld? - Ein Teil der Prämien wurde genutzt, um die Kredite zu tilgen. Für den Rest etablierte Frankeldie Investment AG Liberty National.Seine Idee: Die Einnahmen der Versicherungen werden in seine Investment AG Liberty Nationalinvestiert und dort professionell verwaltet. Liberty National geizte dann auch nicht mitKontoauszügen, die enorme Rendite mit konservativen Staatsanleihen auswiesen und so Kritiker in den Versicherungsvorständen beruhigen konnte. In Wirklichkeit "investierte" Liberty NationalUSD 915 Millionen in zahlreiche Geheimkonten, selbstverständlich ausserhalb der USA.Zur gleichen Zeit versprach Frankel dem Vatikan eine zwei Milliarden Spende. Die gute Tatsollte über die in den britischen Jungferninseln frischgegründete St. Francis of Assisi Foundation(Stiftung) abgwickelt werden und sicherte Frankel direkten Zugang zu Vatikankonten undEinfluss. Obwohl die wahre Zielsetzung für die Stiftung bisher nicht klar ist, leitete gerade diesedas Ende seines Betrugs ein:Als die Stiftung US Versicherungen in bester Frankel Tradition übernehmen wollte, wurden dieUS Behörden misstrauisch, weil die Stiftung in einem Steuerparadies ausserhalb der USAregstriert worden war, eben in den Britischen Jungferninseln. Es kam zu Ermittlungen -routinemässig auch wegen möglicher Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Als die Ermittler Liberty National aufforderten, die Prämieneinahmen an die Versicherungen zurückzuzahlen,tauchte Frankel unter. Es fehlen über USD 335 Millionen und auch die Benzin-Rechnung über USD 500.000 für seinen Privatjet ist noch offen.Er wird - lt. TIME-Magazin - in einem Land mit laxen Bankgesetzen und fehlendemAuslieferungsabkommen mit den USA vermutet. Irgendwo, wo die Sonne scheint und Steuernnicht existieren...
Warum es so einfach möglich ist
 (wenn auch illegal), Millionen einzusammeln und zu verschwinden:1.) Namensänderungen sind in den USA legal möglich. Mit Anwaltskosten kostet eine gerichtlich bestätige Namensänderung nur runde USD 500.2.) Jedermann kann in den USA eine Investment AG eingetragen lassen. Das ist bereits für USD2.400 möglich, und das selbst mit Millionen Kapital, z.B. USD 10.000.000 als Aktienkapital, daszwar urkundlich verbrieft, aber nicht tatsächlich nachgewiesen werden muss. Die AG kannnatürlich auch Bürgschaften übernehmen oder Wechsel in jeder legalen Höhe ausstellen.3.) Ein seriös geführtes Geschäft, das Verluste macht, kann mit einer unseriösen Absicht schnelleGewinne abwerfen. Frankel hat die angeschlagenen Versicherungen preisgünstig übernehmenkönnen, weil die alten Eigentümer keine Möglichkeit sahen, seriöse Profite zu erwirtschaften.Frankel wollte die Versicherungen aber nur nutzen, um die Prämieneinnahmen abzuzocken, undwar an dem Versicherungsgeschäft an sich nicht interessiert.
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