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Studierendenmagazin der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen
06
2009
pfichtlektüre
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Master-Studenten im Stress
Starre Module und jede Woche ein Referat
Studium als Spaziergang
NRW-Innovationsminister Pinkwart glaubt an die heile Uni-Welt
Haste was,kriegste was
Stipendien fördern eine Elite - der Durchschnitts-Student geht leer aus
 
S02Tri-Topp
Studenten aller ruhrgebietS-uniS, vereinigt euch!
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ildungstreik? Bildungsstreik!In der kommenden Woche, al-so vom 15. bis 20. Juni, hat eindeutschlandweites Bündnis ei-ne Aktionswoche angekündigt.Gruppen an den Ruhr-Allianz-Unis sindbeteiligt. Gemeinsam demonstrieren siegegen Studiengebühren, Demokratie-Dezite an den Hochschulen und dasBachelor-Master-System. Mit im Bootsind Schüler. Sie fordern mehr Lehrerund kleinere Klassen.
in dortmund
beruft der AStA am Mitt-woch, 10 . Juni, für 10 Uhr eine studenti-sche Vollversammlung ein. Am Montag,15. Juni, steigt ab 20 Uhr eine Bildungs-streik-Party im Haus Dörstelmann amCampus Süd. Treffpunkt zur Kundge-bung ist am Mittwoch, 17. Juni, der Vor-platz vom Hauptbahnhof.
in bochum
feiern die Studenten amSamstag, 13. Juni, im Kulturcafé. AmMittwoch startet die Demo um 12 Uhram Hauptbahnhof. Von da ziehen dieTeilnehmer zu den Schulen und „befrei-en“ die Schüler.
in duiSburg
 
und eSSen
haben zumGroßteil Schüler die Demos organisiert,da sich der AStA nicht am Streik betei-ligt. Alle Studenten sind natürlich trotz-dem zu den Kundgebungen am Mitt-woch eingeladen. In Essen ist die Demoum 10 Uhr am Hauptbahnhof. Bereitsam Vortag werden ab 13.45 Uhr Demo-Taktiken auf dem Campus-Gelände trai-niert. Am Freitag schließt ein Konzertmit Holger Böhrner die Woche ab.
 am SamStag
fahren alle Bildungs-Strei-kenden nach Düsseldorf zur Groß-De-monstration.
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neulich in deutSchland
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ie Einstellung der Deutschenzum Alkohol ist für mich ganzungewohnt. Ich bin 21 Jahre alt,und dieses Jahr durfte ich inden USA zum ersten Mal legalBier trinken. Aber ich glaube, dass dieamerikanische Sicht auf Alkohol sehrdumm ist. Ich wünsche mir, dass Ame-rika mehr wie Deutschland sein könn-te. Amerikanische Eltern bringen ihrenKindern schon früh bei, dass Alkoholsehr negativ und schlimm ist. Ich glau-be, dass so verzerrte Meinungen entste-hen und das Thema zum Tabu wird.Ich habe gelernt, dass Deutsche mit ei-ner gesunden Einstellung zum Alkoholaufwachsen. Sie lernen, verantwor-tungsbewusst zu trinken. Viele Komm-lilitonen an meiner Heimat-Uni denkenmehr über Bier und Schnaps nach alsüber das Studieren. Vor allem die 18 und19 Jahre alten Studenten mit falschenAusweisen. In Deutschland ist es sehrschlimm, wenn man mit einem falschenAusweis erwischt wird. In Iowa sind dieStrafen milder: Mit einem „Fake ID“ er-wischt werden, kostet nur 350 bis 600Dollar Strafe.Ich nde die Studentenkneipen hier inDeutschland cool, weil wir in Iowa keinehaben. Die Leute in den Studi-Kneipentrinken verantwortungsbewusst, undich nutze gerne die Gelegenheit, neueLeute kennen zu lernen. Ich hoffe, dassso etwas bald auch in Amerika möglichist.
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campuS-Kopf: der StudentenflüSterer
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ie Studentin blickt rasch nachrechts und links, bevor sie denRaum betritt. Hier wird sie sichgleich ihre Probleme von derSeele reden. Auf dem Türschildsteht: Bernd Göhing, Allgemeine Studie-rendenberatung.Bernd Göhing (59) ist für die psycho-logische Beratung an der Uni Essenzuständig – und das bereits seit 1980.Mit seinen wachen Augen, der ruhigenStimme und seiner Ausstrahlung bauter das Schamgefühl der Studenten ab.Sechs Termine hat er alleine heute. „Ichbin restlos überlastet“, sagt er. Doch erstzum Wintersemester kommt Unterstüt-zung. Seit der Bachelor-Einführung lei-den immer mehr Studenten unter Leis-tungs- oder Konkurrenzdruck.Der allein lebende Psychotherapeut, derin seiner Freizeit gerne walkt oder guteBücher liest, erinnert sich an viele unge-wöhnliche Fälle, etwa an einen Studen-ten, der über ein Jahr nur per PC kommu-nizierte und nicht mehr vor die Tür ging.Er erzählt auch von einer Studentin, diesich nicht mehr in der Lage sah, ihre Di-plom-Arbeit zu schreiben. „Bei genauemNachfragen stellte sich heraus, dass sieden Krebs-Tod ihres Freundes nicht ver-arbeitet hatte.Göhrings Leidenschaft: der Blick hinterdie Fassaden. Seine Lösungsansätze:„Manchmal reicht bloßes Zuhören. Oftbeginnen die Studenten dann zu wei-nen, aber Weinen ist gut.“ Um seineArbeit nicht mit nach Hause zu tragen,meditiert er täglich nach der buddhisti-schen Zen-Meditation.
/:  
 
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Zur Ausgabe
Drin ist außerdem …
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HERZ
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STÜCK
 diesmal
S06S12
DUISBURG/ESSEN
S04 ... auch Geisteswissenschaftler kriegen irgendwann einen JobS06 … nicht mal Zeit, sich zu bescweren: Stress im Master-StudiumS07 …43 Millionen Euro für ein neues NanoEnergieTechnikZentrumS08 …Teil zwei der „Steigerlampe“: Empfehlungen für den Duisburger Innenhafen
HERZ-STÜCK
S08 ... Stipendien: Finanzspritze für die Finanzspitze
RUHR-BLICK
 S12 der NRW-Innovationsminister findet: Stipendien sind sozial.
DIENST-BAR
S14 Kleinganoven, Kaltduscher und ein Grizzly-Bear … er hätte gerne Studienge-bühren bezahlt, durfte aber nicht: Minister Pinkwart.Urlaub am Wasser: Unsere Ausgehtipps für den Duis-burger Innenhafen.
S08
Stipendien - einSegen für jedenStudenten?Schon. Doch inden Genuss die-ser Förderungkommen nur diewenigsten.
E
r macht es sich ein bisschen einfach. Andreas Pink-wart, in der nordrhein-westfälischen Regierungzuständig für Innovation, Wissenschaft, Forschungund Technologie, lobt in seinem Interview mit derpflichtlektüre (Ruhr-Blick, Seiten 12 und 13) das Sys-tem der Studienbeiträge im Land. Alles sei sozial. Am meis-ten profitierten die Bafög-Empfänger.Nur schade, dass so wenige Studenten Bafög bekommen.Sein Stipendienkonzept findet er auch toll. Gelder, die einStudent aus einem Stipendium be-kommt, werden ihm nämlich nichtaufs Bafög angerechnet.Doch gefördert werden vor allem dieje-nigen, die ohnehin genug haben - dashat pflichtlektüre-Redakteurin ChristinOtto recherchiert (Herz-Stück, Seiten 8bis 11). Denn ein Stipendium bekommt,wer gute Noten schreibt und sich sozi-al engagiert. Gute Noten schreibt, wersich auf sein Studium konzentriert.Auf sein Studium konzentriert sich derjenige, der seine Zeitnicht mit Nebenjobs verbringt. Und wer viel arbeiten muss,hat auch keine Muße, um sich sozial zu engagieren.Spannend ist in diesem Zusammenhang das Absolventa.Bei diesem Stipendium stimmen Studenten ab, wer Unter-stützung erhalten soll. Mehr dazu auf Seite 10.Viel Spaß beim Lesen!
Impressum
Herausgeber 
Institut für Journalistik, TU Dortmund
Projektleitung:
Prof. Dr. Günther Rager
Redaktionsleitung:
Vanessa Giese (vg), ViSdP
Redaktion:
Uni-Center, Vogelpothsweg 74, Campus Nord, 44227Dortmund Tel: 0231/755-742, Fax: 0231/755-7481
Briefanschrift
: pflichtlektüre, c/o Institut für Journalistik, TUDortmund, 44221 Dortmund
E-Mail:
post@pflichtlektuere.com
Produktion:
Sebastian James Brunt (sjb)
Bild:
Daniel Gehrmann (dg), Elvira Neuendank, Pascal AmosRest, Katja Seidl
Titelbild:
Florian Hückelheim, Marylen Reschop, Johannes Zu-ber
 An dieser Ausgabe haben mitgewirkt:
Samuel Acker (sam), KatrinBach
,
Simon Balzert (spb), Bianca Beyer, Judith Blaszkowski
,
Sebastian Bolsinger (jsb), Philipp Engel, Tobias Fülbeck (tf),Lea Grote (lea), Paulina Henkel (ph), Matti Hesse (mat), Flo-rian Hückelheim (fh), Julia Kämpken, Edge Kahveci,
 
VictoriaKlein (tk), Katharina Lindner (kl), Jonas Mueller-Töwe (jmt),Christin Otto (co), Sebastian Paas, Siola Panke (sp), PatrickRyg, Oliver Schmitz-Kramer, Ulrike Sommerfeld (uso), Kari-na Strübbe (kas), Sarah Tekath, Thomas Terhorst (tt), KatyaTodorova,
 
Anna-Lena Wagner (alwa), Markus Wiludda (mw),Johannes Zuber (joz)
 Verantwortlich für Anzeigen:
Oliver Nothelfer, Anschrift wie Ver-lag, Kontakt: 0201/804-8944
 Verlag:
Westdeutsche Allgemeine Zeitungsverlagsgesell-schaft , E.Brost & J. Funke GmbH u. Co.KG, Friedrichstr. 34-38,45128 Essen
Druck:
Druckhaus WAZ GmbH & Co. Betriebs-KG, Anschriftwie Verlag. Kontakt: druckhaus@waz.de
Erscheinungstermine:
Sommersemester 2009: 28. April, 12. Mai,26. Mai, 9. Juni, 23. Juni, 7. Juli

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