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ADRA Deutschland e.V.
2007 AUF EINEN BLICK
   J   a    h   n   F   i   s   c    h   e   r   /   A   D   R   A   D   e   u   t   s   c    h    l   a   n    d   e .   V .
 
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Liebe Leserinnen und Leser,liebe Freunde unserer Arbeit,
ich sage nur „Knut“ und schon erinnern Sie sich an den kuscheligenEisbären, der von seiner Mutter nicht angenommen wurde – stimmt’s? Was hat Knut doch unsere Gemüter bewegt! Presse, Rundfunk undFernsehen nahmen fast ein ganzes Jahr lang Anteil am Schicksal des klei-nen Knuddel-Bärchens.Ich freue mich, dass es so viele Kinder und Erwachsene gibt, die von Knutim Herzen angerührt worden sind. Das gibt mir die Gewissheit, dass es un-ter uns Menschen doch nicht so kalt ist, wie wir das manchmal empfin-den mögen. Natürlich können nicht alle Schicksale und alles Leid so in-tensiv und mediengerecht in Szene gesetzt werden wie dieses einzelneBärenschicksal und so scheint es, als würde auf Knut alles Mitleid der Welt fokussiert. Aber das scheint nur so. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuensich mit mir, weil wir erleben können, dass auch das Leid der Armen, der Hungernden, der Fliehenden nicht vergessen ist. Unsere Spender sind an-gerührt von der Not der Straßenkinder; sie sind innerlich aufgewühlt, wenn sie von Gewalt an Frauen und Mädchen hören und sie wollen mitihren Spenden zu stabilen und friedlichen Verhältnissen beitragen, woKrieg und Terror das Leben unmöglich machen.
 Von alledem berichtet unser Tätigkeitsbericht.
Mit großer Dankbarkeit legen wir ihn vor. Dankbar sind wir jedemSpender, wie hoch der Spendenbetrag auch sein mag – jede Spende isteine große Spende. Dankbar sind wir für die gelungenen Projekte, die wir mit diesem Geld durchführen durften. Diese Arbeit ist ein gemeinsa-3 . . . . . . . . .Vorwort
4
. . . . . . . .
Schwerpunkt: Wasser
4 . . . . . . . . .Wasser: Eine gemeinsame Verantwortung6 . . . . . . . . .Flucht von der Urlaubsinsel – ADRA betreut Tamilen in Indien7 . . . . . . . . .Sauberes Wasser in Laos8 . . . . . . . . .Somalia Wüste, Waffen und Gewalt9 . . . . . . . . .Uganda –Aufwändiger Hilfseinsatz für die Menschenin Magoro
11
. . . . . . .
Schwerpunkt: Indien
11 . . . . . . . .Arbeit und Einkommenauf Dauer sichern in Nellore, Indien12 . . . . . . . .Projekt zur Prävention von Tuberkulose13 . . . . . . . .Die Hilfe von ADRA in Indien läuft immer noch
14
. . . . . . .
 Weitere Schwerpunkte
14 . . . . . . . .Mosambik –Nahrungsmittelsicherheit15 . . . . . . . .Sao Tomé und Príncipe –Trauminseln am Äquator 
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. . . . . . .
 Aktion Kinder helfen Kindern!
18 . . . . . . . .Mehr als ein Paket!18 . . . . . . . .Albanien19 . . . . . . . .Ukraine
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. . . . . . .
 ADRA Deutschland geht weltwärts22
. . . . . . .
Öffentliche Finanzierungspartner
22 . . . . . . . .European Commission Humanitarian Office (ECHO)22 . . . . . . . .Die Europäische Union (EU)23 . . . . . . . .Das Auswärtige Amt23 . . . . . . . .Bundesministerium für wirtschaftlicheZusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
24
. . . . . . .
Finanzen
24 . . . . . . . .Budget nach Sektoren und Zeiträumen25 . . . . . . . .Zuschüsse öffentlicher Institutionen26 . . . . . . . .Strukturen und Selbstdarstellung28 . . . . . . . .Unsere Arbeitsgebiete30 . . . . . . . .Unsere Partner 
 Erich Lischek
mer Erfolg von Spendern und Helfern. Dankbar sind wir denMitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier im ADRA-Büro in Weiterstadtund in den vielen ADRA-Stationen in aller Welt. Sie alle setzen sich voll für das gute Werk ein.Dankbar sind wir den öffentlichen und institutionellen Geldgebern –das sind:das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland,das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit undEntwicklung,die Europäische Kommission,das Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Union (ECHO),das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“,und nicht zuletzt - die ADRA-Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit. Vor allem danken aber wir unserem Gott. Wir wissen uns unter seinemSegen geborgen.Sehr herzlichIhr Erich Lischek Geschäftsführer 
VORWORTINHALT
 
 Wohin man hört, was immer man liest: Das Thema „Klimawandel“ ist inaller Munde. Mit großem Interesse schnappten wir darunter auch Wortedes Nestlé-Vorstandsvorsitzenden, Peter Brabeck-Letmathe, in einem ZEIT-Interview auf. Wenn er davon spricht, dass der Wasserverbrauch derzeitdoppelt so schnell wachse wie die Weltbevölkerung und dass Wasser ein be-grenzter Rohstoff sei, den wir heute schon aus nicht-regenerierbaren fos-silen Vorräten fördern, dann haben solche Worte aus seinem Mund zu-mindest den Effekt, dass man besonders aufhorchen möchte.„Bereits heute müssen Indien und China Getreide einführen, weil ihnendas Wasser für den Anbau ausgeht“, so Brabeck-Letmathe. Die weiterenFolgen würden letzen Endes massiv die Ärmsten dieser Welt betreffen.Durch den vermehrten Verbrauch biologischer Kraftstoffe hat sich zumBeispiel der Preis von Mais mehr als verdoppelt, der Preis von Grund-nahrungsmitteln steigt. „Die Autofahrer in den reichen Industrie- nationen werden subventioniert auf Kosten der Ärmsten der Weltbe- völkerung“, so Brabeck-Letmathe. Allein der oben genannte Aspekt zeigt auf, dass das Thema Wasser -mangel komplexer ist, als vielfach angenommen und nicht nur un-ter den Aspekt „Folge des Klimawandels“ fällt. Umfassend wird Wasser mangel zu einem der existenziellen Probleme von Dritt- undEntwicklungsländern Trink  wasser ist Luxus. Wie sehr Wasser ein Luxus ist, zeigt eine Berechnung von UNICEF.Danach haben insgesamt 425 Millionen Kinder in Entwicklungslän-dern keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Nach Schätzungen der  Vereinten Nationen werden bis 2025 fast zwei Milliarden Menschen inGebieten mit absolutem Wassermangel leben.Das Problem ist aber vielfach nicht nur der Wassermangel an sich, son-dern die Schwierigkeit, an Trinkwasser heranzukommen.Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: In Tai-Kunak in der Provinz Saman-gan in Afghanistan können Brunnen nicht gebohrt werden, da der Unter -grund aus Fels besteht und das Grundwasser erst ab 200 Metern Tiefe zu finden ist. Außerdem fehlt es der Regierung generell an Geld, um die Wasserversorgung auszubauen.Beispiel Äthiopien: Es zählt zu den Ländern mit der weltweit schlechtesten Wasserversorgung. Das müsste nicht sein, denn laut UNICEF ist proEinwohner die fast 16fache Menge an Wasser vor Ort vorhanden. Aufgrundder fehlenden Infrastruktur haben jedoch mehr als zwei Drittel der  Äthiopier nicht genügend Wasser zur Verfügung. Ausreichende finanzielle Mittel vorausgesetzt, kann es um vieles besser  funktionieren: In Saudi-Arabien, einem der wasserärmsten Länder der Erde, haben 95 Prozent der dort lebenden Menschen ausreichendenZugang zu sauberem Trinkwasser.In der Vergangenheit waren Wasserprojekte immer Bestandteil der Arbeit von ADRA Deutschland. Als Beispiel sei Afghanistan genannt, ein Land, dasscheinbar auf den ersten Blick nicht zu den Problemländern der Wasser - versorgung gehört. Laut WHO haben jedoch nur 13 Prozent der Bevölke-rung Zugang zu sauberem Wasser. Deshalb hat ADRA Deutschland mitUnterstützung des Auswärtigen Amtes in den letzten Jahren gezielt Wasserprojekte in Afghanistan durchgeführt.Ein weiteres Beispiel ist der Sudan, der bereits in der Vergangenheit mit Wasserknappheit in Verbindung gebracht wurde. Der Sudan ist nicht nur  politisch ein Krisenherd, sondern auch was die Wasserversorgung betrifft.In West-Dafur haben 50 Prozent der Flüchtlinge und Vertriebenen keinenZugang zu sauberem Wasser. Zusätzlich kommt es zu Konflikten zwischenNomaden und Sesshaften, die um Wasserquellen konkurrieren. Auch hier konnte ADRA Deutschland mit Unterstützung von ECHO den Zugang zuneuen Wasserressourcen schaffen und der Bevölkerung Brunnen zu Verfügung stellen.Trotz dieser positiven Beispiele ist sich ADRA Deutschland bewusst, dasman vor neuen Herausforderungen und Verantwortungen steht. DieThematik zeigt, dass vermehrt in Projekte investiert werden muss, die sichmit der Problematik des Wassermangels in Dritt- und Entwick lungs-ländern auseinandersetzt. Es zeigt vor allem, dass Wasser mehr ist, als wir es in den reichen Industrienationen empfinden. Für uns bedeutet Wasser eine Selbstverständlichkeit, auch wenn wir durch heiße und trockeneSommer sensibilisiert sind. Für viele Menschen ist das aber nicht so, für sie ist sauberes Wasser etwas Besonderes: Ein Menschenrecht.
WASSER: EINE GEMEINSAMEVERANTWORTUNG
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   S   C   H   W   E   R   P   U   N   K   T  :   W   A   S   S   E   R
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