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Ist der Islam mit Demokratie kompatibel?
von Fjordman
uebersetzt und veroeffentlicht vom Autor des Blogs:http://acht-der-schwerter.myblog.de Vielen Dank fuer die Bereitstellung dieses wichtigen Textes in deutscher Sprache!Original vom 30. November 2006:Is Islam Compatible with Democracy? Part 1
 
“Hallo von Fjordman. Ich werde in den kommenden Wochen ein mehrteiliges Essay vorstellen,in dem ich untersuche, ob der Islam mit Demokratie kompatibel ist. Es wird in Zusammenarbeitmit dem BlogGates of Viennaveröffentlicht werden. Die einzelnen Teile werden zuerst auf Jihad Watch veröffentlicht und dann wird das Essay als Ganzes bei Gates of Viennaerscheinen, ähnlich wie beimEurabia Code.Hier ist der 1. Teil:" Gelegentlich ärgere ich mich darüber, dass ich mich verpflichtet fühle, einen beträchtlichenAnteil meiner Zeit damit zu verbringen, gegen den Islam zu kämpfen, gegen eine Ideologie, diebis ins Mark voller Fehler ist und im 21. Jahrhundert eigentlich komplett irrelevant sein sollte.Aber dann versuche ich auch wieder, es von der positiven Seite aus zu sehen: Das Gute anunserer Konfrontation mit dem Islam ist, dass wir durch sie gezwungen sind, uns mit denFehlern in unserer eigenen Zivilisation zu befassen. Sie hat bereits ein massives Versagen inunserem Bildungssystem und unseren Medien aufgezeigt, die beide randvoll mit antiwestlichenRessentiments und ideologischem Unsinn sind. Dieses Vermächtnis der westlichenKulturrevolution der 60er und 70er Jahre hat uns unfähig gemacht, die islamische Bedrohungals das zu erkennen, was sie ist. So müssen wir uns jetzt, wenn wir mit der Frage konfrontiertsind, ob der Islam mit Demokratie kompatibel ist oder nicht, auch fragen, unter welchenBedingungen ein demokratisches System überhaupt funktionieren kann.Was sind die Stärken und Schwächen eines demokratischen Systems? Was ist Freiheit undUnabhängigkeit, und ist das allgemeine Wahlrecht überhaupt das Gleiche wie Freiheit?Demokratie kann kurz und knapp als die Fähigkeit des Volkes eines Staates oder einer politischen Einheit definiert werden, die Politik seiner Regierung mit gewaltlosen Mitteln wirklichzu beeinflussen. Das ist jedoch abstrakt, wir brauchen eine detailliertere Definition, um dieWirklichkeit festzunageln.
 
Im Athenischen Stadtstaat des antiken Griechenlandes stand das Wahlrecht allen Bürgern zu,was ungefähr ein Zehntel der Stadtbevölkerung ausmachte. Platons Beschreibung der Demokratie in „Die Republik“ reicht nahe an Anarchie heran. Er weist korrekt auf einige demdemokratischen Modell innewohnende Schwächen hin und war dabei zweifellos vom Schicksalseines Lehrers Sokrates beeinflusst. Sokrates machte sich viele Feinde, indem er jene Athener kritisierte, die mittels billiger Rhetorik die Demokratie benutzten, um Macht zu erlangen. SeinMut, das auszusprechen, führte zu dem Prozess gegen ihn, in dem seine Ankläger ihmvorwarfen, er würde die Jugend verderben. Schuldig befunden wurde Sokrates dazu verurteilt,Gift zu trinken. Diese Erfahrung brachte Platon zu dem Schluss, dass die AthenischeDemokratie ein ungerechtes Regierungssystem war.Platon hatte die Vision von einer gerechten Regierung als einer, die von gebildeten Philosophenoder einem Philosophen-König geführt wird. In seinen berühmtenHöhlengleichnissindMenschen in einer Höhle angekettet, wobei hinter ihnen ein Feuer brennt. Wenn andereMenschen vor dem Feuer hin- und hergehen, können sie deren Schatten an der gegenüberliegenden Hohlenwand sehen und glauben irrtümlicherweise, diese Schatten wärendie Realität. Gemäß Platon sollte die Zielsetzung eines Regenten sein, die Massen aufzuklärenund ihnen die Wahrheit hinter diesen Schattenbildern zu zeigen.InPolitikäußert sich auch Aristoteles kritisch zum demokratischen System. Er beschrieb dieverschiedenen Regierungsmodelle folgendermaßen:„Unter den Regierungsformen nennen wir das System, bei dem einer regiert und bei dem dasAllgemeinwohl beachtet wird, Monarchie; das in dem mehr als einer aber nicht viele regieren,Aristokratie (und so wird es genannt, weil die Regierenden entweder die besten Männer sindoder weil sie die besten Interessen für den Staat und seine Bürger in ihrem Herzen tragen).Aber wenn die Bürger zu einem großen Teil selber den Staat zum Allgemeinwohl verwalten,nennt man die Regierungsform Politie. Und es gibt einen Grund für diesen Sprachgebrauch.Von den oben erwähnten Formen gibt es die folgenden Perversionen: von der Monarchie dieTyrannei; von der Aristokratie die Oligarchie; von der Politie die Demokratie. Denn die Tyranneiist eine Regierungsform, die nur das Wohl des Monarchen alleine im Sinn hat; die Oligarchiehat nur das Wohl der Reichen im Sinn; die Demokratie das der Bedürftigen: Keine davon hatdas Allgemeinwohl aller im Sinn. Tyrannei ist, wie ich sagte, eine Monarchie unter der Regierung eines Herrn und Meisters über die Gesellschaft; Oligarchie herrscht, wenn dieMänner mit großem Eigentum die Regierung in Händen halten; Demokratie im Gegensatz dazuherrscht, wenn die Mittellosen und nicht die Männer mit Eigentum die Regierenden sind.“Obwohl das Potential für Machtmissbrauch und Tyrannei im demokratischen Modell tatsächlichvorhanden ist, existiert dieses Potential in anderen Regierungsformen auch. Was Platon nichterkannt hat, war, dass es möglich sein kann, Einschränkungen in die Demokratie einzubauen,die einige ihrer Kehrseiten eindämmen – wenn auch nicht vollständig eliminieren – können. Dieamerikanischen Gründungsväter waren auch skeptisch gegenüber der „Demokratie“ im Sinnegrenzenloser direkter Demokratie, die sie - wie Platon - als etwas wahrnahmen, das schnell ineine Herrschaft des Pöbels ausarten könnte. Sie entwarfen eine konstitutionelle Republik miteiner indirekten, repräsentativen Demokratie, die in einer Verfassung festgelegt wurde. DieBürger sollten durch die Herrschaft des Gesetzes regiert werden, um so die Minderheit vor Missbrauch und der möglichen Tyrannei der Mehrheit zu schützen. John Adams definierte dasals „eine Herrschaft durch Gesetze und nicht durch Menschen.“
 
Die Verfassung der Vereinigten Staaten wurde von dem französischen Denker der AufklärungMontesquieu inspiriert, der für seine Theorie der Gewaltenteilung berühmt ist: Die Exekutive, dieLegislative und die Judikative, mit Abstimmungen und Ausgewogenheit untereinander. Die USAhat eine starke Gewaltenteilung, während viele europäischen Länder typischerweiseparlamentarische Demokratien mit schwächerer Gewaltenteilung haben, da die Exekutive - dieRegierung – von der Legislative abhängig ist. Die durch solche Einschränkungen undindividuelle Rechte gestärkte Demokratie hat einigermaßen gut funktioniert, aber wie allemenschlichen Erfindungen ist sie nicht perfekt. Das System weist immer noch Kritikpunkte auf.InHow the West Was Lost führt der Autor Alexander Boot aus, woran seiner Ansicht nach der  moderne Westen krankt. Es ist ein provokantes Buch. Ich stimme mit einigen seiner Kritikpunkten an der post-aufklärerischen Zivilisation ganz allgemein nicht überein, aber Boot istsehr deutlich und originell; manche der Punkte, die er über die Natur des modernen Staatesanbringt, sind nachdenkenswert.Zum Beispiel sagt er: „Das Wort ‚Demokratie’ implizierte sowohl im antiken Griechenland alsauch in Rom nicht, dass ein Mann eine Stimme bedeutete, und Platon nutze es in der Bedeutung von ‚Herrschaft des Pöbels’. Die amerikanischen Gründungsväter benutzten esüberhaupt nicht und ebenso wenig tat das Lincoln. ( ... ) Das Leben eines frei wählendenfranzösischen oder britischen Bürgers von heute wird in all seinen Aspekten von einer Zentralregierung, auf deren Handlungen er wenig Einfluss hat, kontrolliert oder zumindestüberwacht. Kleinlaut händigt er sein halbes Einkommen aus, wobei er weiß, dass das einzigeErgebnis dieses Transfers ein Anstieg der staatlichen Macht sein wird, ihm noch mehr abzupressen ( ... ) Er schlägt seine Zeitung auf, nur um festzustellen, dass der ‚demokratische’Staat ihm einmal wieder einen Schlag ins Gesicht versetzt hat, sei es die Zerstörung der Bildungsmöglichkeiten seiner Kinder, eine Steuererhöhung, die Ruinierung der Armee, die ihnbeschützt, die Schließung seines örtlichen Krankenhauses oder die Freilassung von Mördern.Kurz gesagt, wenn man Freiheit als die Bedingung definiert, die es dem Individuum am bestenermöglicht, die Freiheit der Wahl zu haben, dann steht die Demokratie des allgemeinenStimmrechts nach dieser Bewertung ziemlich schäbig da.“Boot warnt auch vor dem Überhandnehmen politisch korrekter Zensur durch Hate-Speech-Gesetze: „Gesetze gegen Rassismus sind daher nicht einmal dazu gedacht, kriminelle Taten zubestrafen. Sie stehen in den Gesetzbüchern, um sicher zu stellen, dass der Staat die Macht hat,nicht nur die Handlungen seiner Bürger zu kontrollieren sondern – was wichtiger ist – auch ihreGedanken und die Worte, die sie verwenden, um diese auszudrücken. ( ... ) Ein Staat, der fähigist, eine einzige Person aufgrund ihrer Gedanken zu verfolgen, ist genauso fähig, Tausende zuverfolgen und wird das aller Voraussicht nach auch tun, wenn er seine Macht so weit gefestigthat, dass er mit jeder Schandtat durchkommt. ( ... ) Man kann relativ sicher voraussagen, dassin den nächsten zehn Jahren mehr und mehr Menschen in Westeuropa und Nordamerika insGefängnis kommen werden, und zwar nicht wegen etwas, was sie getan haben sondern wegenetwas, was sie gesagt haben.“Lee Harris,der Autor von
The Suicide of Reason
, fragt sich, was die notwendigen Bedingungendafür waren, dass die moderne Vernunft aufkommen und wachsen konnte. Das war die Frage,die auch Johann Herder aufwarf:„Was für eine Kultur war notwendig, um einen kritischen Denker wie Immanuel Kant selbsthervorzubringen? Als Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft, methodisch alle traditionellenGottesbeweise zerschlug, warum wurde er dann nicht in den Straßen von Königsberg vonaufgebrachten Gläubigen in Stücke gerissen?“Zyniker mögen argumentieren, dass sie schlicht und einfach seine 800 Seiten schwere Thesenicht verstanden, die wirklich nicht einfach zu lesen ist, wie all jene, die versucht haben, sein
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Vielen Dank für´s Hochladen! Man muss die freie Welt warnen!

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