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MATHEMATISCHE PROBLEMELÖSEN MIT SYSTEM
 
WOZU DIESER ARTIKEL?
 Warum lohnt es sich, diesen Aufsatz zu lesen?
 
Weil hier Tipps stehen, die in der Ausbildung oft fehlen
 Wer im Studium, in der Oberstufe, in mathematischen Wettbewerben wie dem BundeswettbewerbMathematik (BWM) oder anderswo mathematische Probleme lösen soll, der bekommt nur selten Hinweise, wie das geht.Die Folge: Man hat weniger Spaß am Problemlösen, braucht mehr Zeit dafür und bleibt zurück hinter dem, was man leisten könnte.
 
Weil hier bewährte Lösungstechniken vorgestellt werden
Es gibt eine Reihe hervorragender Bücher zum Thema mathematische Heuristik - sie zeigen, mit welchen Techniken mathematische Probleme gelöst werden können. Besonders gute Beispiele sind die klassischen Werke von George Polya und die Bücher von Paul Zeitz und Arthur Engel. (Die Titel stehen imLiteraturverzeichnis).
 
 Viele dieser Lösungswerkzeuge werden in diesem Aufsatz vorgestellt.
 
Weil hier moderne Arbeitstechniken eingesetzt werden
Geschickte schriftliche Aufzeichnungen können beim Lösen mathematischer Probleme eine große Hilfesein.In diesem Aufsatz wird eine flexible und leistungsfähige Aufzeichnungsform beschrieben, die sich in vielenBereichen bestens bewährt hat: das Mind Mapping. Neben den einfachen Grundregeln des Mind Mapping  wird vorgestellt, wie Mind Maps beim Problemlösen im Allgemeinen und beim mathematischenProblemlösen im Besonderen helfen können.
 
Weil hier ein alltagstaugliches Gesamtverfahren beschrieben wird
Lösungswerkzeuge und Mind Maps - es liegt nahe, diese beiden bewährten Ansätze zu verbinden. Hierfürgibt es eine Reihe von Möglichkeiten - zum Beispiel die Idee, zwei Arten von Mind Maps zu benutzen:
 
In den sogenannten "Werkzeug- Maps" sammeln wir Lösungswerkzeuge und ordnen sie so an, dass wir fürtypische Problemsituationen leicht ein Werkzeug finden, das uns weiterhilft.
 
In der sogenannten "Problem-Map" machen wir während der eigentlichen Arbeit Aufzeichnungen zu demgegebenen Problem. Bei der Suche nach nützlichen Vorgehensweisen und Lösungsideen finden wir Anregungen in den Werkzeug-Maps.
 
Weil der Nutzen enorm ist
 Vieles, was beim Lösen mathematischer Probleme hilft, lässt sich auf andere Probleme übertragen.
 
Die Informationen in diesem Aufsatz sollen dazu anregen, die Fähigkeit zum Problemlösen ganz allgemeinzu verbessern - und damit eine der wichtigsten und nützlichsten Fähigkeiten überhaupt.
 
 
PROBLEMLÖSEN: GRUNDIDEEN
 Wir sitzen vor einem Matheproblem und einem leeren Blatt Papier - und haben keine Ahnung, was wir tun sollen.Hier kommt ein praktisches, alltagstaugliches Lösungsverfahren.
 
Die Grundidee
Probleme löst man am besten, indem man passende "Lösungswerkzeuge" benutzt.
 
Hier kommen einige wenige Beispiele für solche Werkzeuge:
 -
Spezialfälle betrachten,
 -
eine Skizze anfertigen,
 -
eine vollständige Induktion durchführen,
 -
mit dem Ziel beginnen und rückwärts suchen,
 -
Extremfälle betrachten,
 -
nach Symmetrien suchen,
 -
den Satz des Pythagoras benutzen oder
 -
eine Definition nachschlagen.
 
 All diese Werkzeuge können uns beim Lösen eines Problems weiterbringen.
 
Die Menge solcher Werkzeuge ist natürlich riesig, und eine bloße Sammlung hilft nur wenig - wir braucheneine Antwort auf die
 
 
Zentrale Frage beim Problemlösen
In welcher Problemsituation hilft welches Werkzeug?
 
Diese Frage zerlegen wir in zwei Teilfragen:
 Teilfrage 1: Welche Problemsituationen sind wichtig?
Probleme sind vielfältig, und wir können nicht für jede denkbare Bearbeitungssituation ein eigenes,passendes Werkzeug bereit halten.
 
Deshalb werden wir Problemsituationen geschickt klassifizieren.
 
Beispiele sind die folgenden Klassifikationen:
 nach Problemphasen:-
Orientierung zu Beginn der Bearbeitung,
 -
Planung des Lösungswegs,
 -
Durchführung der Lösung,
 -
Rückschau
 nach den mathematischen Objekten, mit denen das Problem zu tun hat-
Reihen,
 
- Matrizen,
 
- differenzierbare Funktionen
 
oder
 nach typischen Schwierigkeiten, die beim Problemlösen auftauchen-
keinen Anfang wissen,
 -
feststecken,
 -
den Überblick verlieren...
 Teilfrage 2: Welche Werkzeuge helfen in den Problemsituationen aus Teilfrage 1?
Eine solche Zuordnung "Problemsituationen - > Werkzeuge" ist ein grundlegender Teil unsererLösungsmethode.
 
Hier sind ein paar einfache Beispiele für solche Zuordnungen:
 
- Es empfiehlt es sich oft, zu Beginn der Bearbeitung eine Zeichnung anzufertigen.
 
- Wenn die Ausgangsinformationen nicht viel hergeben, kann man versuchen, vom Ziel her rückwärts zuarbeiten.
 
- Beim Umgang mit Folgen von Zahlen sind induktive Schlüsse von einer Zahl auf ihre Nachbarn oftnützlich.
 
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