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Guten Tag,"wer stichtagsbezogen Boni erhält, ohne an einer nachfolgenden Verschlechterung derParameter beteiligt zu werden, wird zum Eingehen unverantwortlicher Risiken verleitet." Daskennen die Politiker der Bundesregierung von sich selbst nur allzu gut, ersetzt man das Wort"Boni" durch "Wählerstimmen".Aber hier geht es um Vorstände, denn deren Gehälter sind nach Ansicht der Regierung für dieFinanz- und Wirtschaftkrise verantwortlich. Eine nähere Begründung bleibt freilich aus, siehielte ja auch keiner näheren Untersuchung stand.Also soll das Gehaltsniveau der Vorstände begrenzt und an langfristige Erfolgskriteriengeknüpft werden. Obendrein soll die persönliche Haftung nicht mehr komplett überVersicherungen abgedeckt werden können: Pflichtwidrig handelnde Vorstände mögen bittekünftig bis zu 100.000 Euro eines Schadens aus eigener Tasche bezahlen.Auch dem Aufsichtsrat soll es nach dem Willen der Koalition an den Kragen gehen:Verschlechtern sich die Verhältnisse des Unternehmens, sind die Aufsichtsräte verpflichtet,das Vorstandsgehalt nachträglich zu kürzen. Versäumen sie das, können auch sie zurVerantwortung gezogen werden.Genutzt wird die Stimmung des Volkes, aufgeheizt von Nachrichten beispielsweise über dieVorstände der Dresdner Bank. Sie kassierten 2008 Gehälter von insgesamt rund 58 MillionenEuro - mehr als doppelt so viel wie 2007. Und das trotz der unglaublichen Verluste desmittlerweile von der Commerzbank übernommenen Instituts. Oder von Nachrichten über dieMillionenklage des ehemaligen Vorstandsvorsitzende der Hypo Real Estate Georg Funke, dertrotz begangener Fehler im Rahmen seiner Tätigkeit - wie es bekanntlich jeder ausscheidendeMitarbeiter tut - die Einhaltung seines Arbeitsvertrages einfordert.Dass dies alles mit dem durchschnittlichen Vorstand einer durchschnittlichen AG nichts zutun hat, dass dieser wohl kaum auslösend für die Krise verantwortlich zu machen ist - dasalles stört die Koalitionspolitiker wenig. Ausbaden muss er das Gesetz trotzdem.Ohnehin ist keinem so recht klar, seit wann die Regelung der Gehälter von Vorständenprivater Aktiengesellschaften Sache der Politik ist. Aber eines stimmt:
Ja, es gibt Handlungsbedarf in puncto Nachhaltigkeit und Langfristigkeit bei denVergütungssystemen in den Unternehmen.
 Dafür bedarf zuallererst der richtigen Ziele, aber auch der Auswahl der diese Ziele zutreffendabbildenden Messgrößen. Neben einer sinnvollen Periodik ist die Intergration von Bonus undMalus (via Hebe-/Senkesatz, Bonusbank-System o.ä.) von großer Bedeutung.Zu vermeiden sind zudem hierarchische Brüche in der Systemlogik. Die Logik derVorstandsvergütung muss sich auch in der variablen Vergütung nicht nur der unterstellten,sondern aller nachfolgenden Ebenen widerspiegeln.Dabei muss dieZieloptimierungals das einzige auf gemeinsame Ziele bei der Vereinbarungund Erreichung ausgerichtete variable Vergütungssystem Verwendung finden. Noch einmal:
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