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Vorwort
Was soll dieses Buch im Internet? In der Tat könnte man sich fragen, wieso ein Buchkostenfrei zum Download über das Internet bereitgehalten wird, das man vielleicht an andererStelle sogar käuflich in fester Form erwerben kann. Es gilt zu beachten, dass das Internet eineDynamik hat, die die klassischen Buchverleger überfordert. Viele der in einem Buchgetroffenen Aussagen sind gerade wegen des buchspezifischen Time Lag schon im Zeitpunktdes Erscheinens überholt. Dennoch macht es gerade auch im Zeitalter der digitalenSchnelligkeit Sinn, Bücher zu publizieren. Diese nehmen eine andere Funktion wahr. Galtensie früher als Medium für die schnelle Information, sind sie heute Archive. Es wird einbestimmter historisch wichtiger Zeitpunkt der Diskussion für alle Zeiten festgehalten. Füreine zeitnah-aktuelle Information ist das Buch jedoch kaum noch geeignet. Wer also halbwegsup to date bleiben will, muss auch im Internet publizieren und lesen.Die Verbreitung über das Internet ist natürlich kein Garant dafür, dass alle Informationenwirklich stimmig sind. Die Fülle des Rechtsgebiets
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Internetrecht
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drohen auch den Verfasserdieses digitalen Buchs zu überfordern. Es fällt sehr schwer, auf die Hybris zu verfallen, auf allen Gebieten des Internetrechts zu Hause sein zu wollen. Ich bitte daher den Leser
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dieLeserin
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um Verzeihung, wenn die eine oder andere Information nicht mehr aktuell oder garfalsch sein sollte. Ich tue mein Bestes und damit nicht genug. Ich freue mich daher umso mehrfür jedwede Rückmeldung; kritische Hinweise an meine Email-Adresse: hoeren@uni-muenster.de.Der Aufbau dieses Buches richtet sich nach den Bedürfnissen der Internetanbieter. Diesebrauchen, um im Internet auftreten zu können,eine Kennung (dies verweist auf das Domainrecht),Inhalte (ein Tummelplatz für das Immaterialgüterrecht),Werbung und Marketing (hier kommen die Wettbewerbsrechtler zu Wort),den Kontakt zum Kunden (was zu Ausführungen zum Vertragsschluss undzum E-Commerce-Recht führt)sowie Daten der Kunden (hier kontrollieren die Experten desDatenschutzrechts).Abschließend findet sich noch ein Abschnitt zu der Frage, wer für alle dieseRechtsanforderungen haftet. Schließlich wird auch noch auf das Problem der Vollstreckungvon Gerichtsentscheidungen im Internet eingegangen. Gerade das Vollstreckungsrecht ist derarchimedische Punkt der Internetdiskussion.Ich kann nur hoffen, dass der gnädige Leser trotz mancher Schwächen den einen oder anderenHinweis für seine tägliche Praxis in den folgenden Überlegungen findet.
Münster, März 2009 Thomas Hoeren
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