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Rudolf Steiner - Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und Ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung (GA 07)

Rudolf Steiner - Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und Ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung (GA 07)

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UDOLF
S
TEINER 
 
Die Mystik im Aufgange des neu-zeitlichen Geisteslebens
Und ihr Verhältnis zur modernen Weltan- schauung
1901
R
UDOLF
S
TEINER
O
NLINE
A
RCHIV
 
V
ORWORT ZUR
N
EUAUFLAGE
1923
 
In dieser Schrift habe ich vor mehr als zwanzig Jahren die Frage beantworten wollen: Warum stoßen eine besondere Form der Mystik und die Anfänge des gegenwärtigen naturwissenschaftli-chen Denkens in der Zeit vom dreizehnten bis zum siebzehnten Jahrhundert aufeinander. Ich wollte nicht eine «Geschichte» der Mystik dieser Zeit schreiben, sondern nur diese Frage beantworten. Etwas an die-ser Beantwortung zu ändern, geben die Veröffentlichungen, die seit zwanzig Jahren über den Gegenstand erfolgt sind, nach meiner Meinung, keine Veranlassung. Die Schrift kann daher im wesentlichen unverändert wieder erscheinen. Die Mystiker, von denen hier gesprochen wird, sind letzte Aus-läufer einer Forschungs- und Denkungsart, die in ihren Einzel-heiten dem gegenwärtigen Bewusstsein fremd gegenübersteht. Nur die Seelenstimmung, die in dieser Forschungsart gelebt hat, ist in innigen Naturen der Gegenwart vorhanden. Die Art, die Dinge der Natur anzusehen, mit der vor dem hier gekennzeich-neten Zeitalter diese Seelenstimmung verbunden war, ist nahe-zu verschwunden. Die gegenwärtige Naturforschung ist an ihre Stelle getreten. Die Reihe der Persönlichkeiten, die hier charakterisiert werden, vermochten nicht die einstmalige Forschungsart in die Zukunft hinüber zu tragen. Sie entspricht nicht mehr den Erkenntnis-kräften, die sich vom dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert an in der europäischen Menschheit entwickeln. Nur wie Remi-niszenzen an Vergangenes sieht sich an, was Paracelsus oder Jacob Böhme noch von dieser Forschungsart bewahren. Im we-sentlichen bleibt den sinnenden Menschen die Seelenstimmung. Und für diese suchen sie einen Impuls in den Neigungen der Seele selbst, während sie ehedem in der Seele aufleuchtete,

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