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MATERIALIEN AUS DER PRESSEDEUTSCHFÜR DENBERUF
www.goethe.de/markt
Inhalt 
AUSGABE16. Jahrgang 2008
43
Management
Gefühlsmaagemet für de Jb
Erfolgreich durch positive Emotionen 1Das weckt positive Gefühle ……………Aufbaukost:Sieben einfache Wege, wie Sie andere sofort ermutigen ………………………3Mensch, ärger dich nicht ……………3
Selbst – ud Fremdwahrehmug
So schätzen Sie sich richtig ein …………Tipps zur Selbstkontrolle ……………
Die zweite Chace
„Es sollte hemmungslos gescheitert werden“ ………………………………Tipps für Gescheiterte …………………
Die Arbeitswelt v mrge
Nur keine Fachidioten …………………Heute hier, morgen dort ……………Büro der Zukunft: Schöne neue Welt ……
Zeitmaagemet
Das Ende der Uhr ……………………10 
Etscheiduge
Kopf oder Bauch ……………………11
Rhetrik
Anforderungen an die moderne Rede 12 Macht im Munde ……………………13
Berufsalltag
 Job-Coaching ………………………14 Mein Chef, die Nervensäge ………15 
Karriere
Vorstelllungsgespräch:Das Prinzip Gullydeckel ……………16 Was sind eigentlich Eignungstests? ……17 „Kleine Revolution“ …………………17 
Geld & Kapital
Wie die Börse wirklich tickt ………18 
Die letzte Seite
Ohne Handy in den Hörsaal …………20 O tempora, o mores ………………20 Editorial …………………………Impressum …………………………… 7 
Im MARKT-LExIKon (Heftmitte):
Bankenkrise DiversifikationElectronic Banking Geschäftsbriefe Immobilienwirtschaft Lebensversicherung Limited 
Positive Gefühle sind einKarrierefaktor
Wie entscheidend es ist, nicht nurzu den Highlights des Jahres, son-dern auch im (Job-)Alltag positiveGefühle zu haben, belegt inzwischeneine Reihe von Studien. Alice Isen,Psychologieprofessorin an der Cor-nell Universität in New York undwissenschaftliche „Entdeckerin“ derpositiven Gefühle, wies z.B. schon2001 nach: Wir sind produktiver,leisten mehr, besitzen ein größeresDurchhaltevermögen, sind belast-barer und zufriedener mit unsererArbeit, wenn wir positive Gefühlehaben. Und wir erhalten sogar bes-sere Bewertungen durch Vorgesetztesowie ein höheres Einkommen. ImKlartext: Gute Gefühle fördern dieKarriere. (…)
Doppelte Wirkung:mehr Denkleistung, mehrHandlungskraft
Fredrickson hat die Broaden-and-Build-Theory entwickelt. Hiernachwirken positive Gefühle auf zweiEbenen: Die Broadening-Hypothesisbesagt, dass positive Gefühle unserGedanken-Handlungs-Repertoireerweitern (to broaden = erweitern).Nach der Buildening-Hypothesissteigert das Erlebnis positiver Ge-fühle aber auch nachhaltig perso-nelle Ressourcen, d.h., wir habenmehr Energie, mehr Uberzeugungs-kraft, mehr Ausdauer (to build =aufbauen).Das kann jeder auch an sichselbst beobachten: Positive Gefühlemachen kreativer und verbesserndie Problemlösekompetenzen.Stress hingegen macht ängstlich, an-gespannt und übererregt. Man siehtdie Welt mit einem Tunnelblick, derdie Sicht auf alternative Lösungs-möglichkeiten verbaut. Das wie-derum lässt einen noch unruhiger,ängstlicher und hektischer werden.Positive Gefühle hingegen macheninnerlich frei und öffnen so unserenBlick. Wer gut drauf ist, geht selbst-bewusster auf Herausforderungenzu und stellt sich ihnen mit mehrElan. Das gute Grundgefühl, die fes-te Uberzeugung, anstehende Her-ausforderungen positiv beeinflussenzu können, wirkt als Stresspufferund macht belastbarer.Positive Gefühle fördern aberauch soziale und kommunikativeFähigkeiten. Wer sich gut fühlt,geht ungezwungener und offenerauf andere zu und hat hohe Sympa-thie- und Attraktivitätswerte. NeueBeziehungen entstehen leichter undspontaner, bestehende Beziehungenwerden tiefer und tragfähiger. Daswirkt sich nicht zuletzt in schwie-rigen Zeiten positiv aus: Man hatmehr Menschen, auf die man zu-rückgreifen kann, wenn man siebraucht – und das wiederum lässteinen heiterer und gelassener durchsLeben gehen. (…)
So kommen Sie zupositiven Emotionen
Erster Schritt: Bauen Sie auf Ih-re Stärken und Leidenschaften.
Finden Sie heraus, was Sie gut kön-nen, und orientieren Sie Ihren Jobbzw. Ihre Aufgaben daran. Vorallem: Schränken Sie sich bei derSuche nach Ihren Stärken nichtunnötig ein. Viele klammern bei-spielsweise weiche Kompetenzen,wie soziale Fähigkeiten, aus demeigenen Stärkenrepertoire aus. Siebeschränken ihre Suche stattdessenauf handfeste Dinge wie Intelligenz,Begabung für Schach, Mathematik,Sprachen usw. – und berauben sichdamit einiger lohnender Perspek-tiven.
Zweiter Schritt: Engagieren Siesich.
Distanzieren Sie sich klar von Spon-ti-Sprüchen wie: „Es gibt viel zu tun– nichts wie weg.“ Der Traum vomSchlaraffenland ist zwar süß, wirdaber fad, sobald er sich erfüllt. Allegroßen Studien zeigen: Relaxen imLiegestuhl hat zwar ebenfalls seineBerechtigung – doch insgesamt be-lohnt uns Anstrengung mit mehrpositiven Gefühlen.
Dritter Schritt: Binden Sie sichemotional an das, was Sie tun.
Die meiste Zeit verbringt derMensch im Bett, die zweitmeisteZeit bei der Arbeit. Daher ist es be-sonders wichtig, gerade auch demJob Positives abzugewinnen. Dies-bezüglich sieht es in Deutschland jedoch besonders düster aus, wie
Fortsetzung Seite 2
Positive Gefühle sind nichtnur die Basis für ein aus-balanciertes Leben. Sie för-dern auch den beruflichenErfolg: Wer seine Arbeitgut gelaunt und gerne tut,erledigt sie besser und rea-giert gelassener auf Stress.Das Überraschende: Posi-tive Gefühle lassen sich innahezu jeder Lebenslage willentlich erzeugen. Dashat nichts mit billigen Mo-tivationssprüchen zu tun– aber viel mit Engagementund Disziplin.
Positive Gefühle
erhöhen Lebenszufriedenheit und Lebensdauer
machen leistungsfähiger
fördern Kreativität
verbessern Problemlösestrategien
setzen Energie frei
steigern de Selbstwirksamkeitsüberzeugung
fördern soziale Kompetenz und stärken Beziehungen
wirken sogar in schwierigen Situationen als Stresspuffer
Quelle zur Leistungssteigerung
Gefühlsmaagemet für de Jb
Erfolgreich durchpositive Emotionen
 
Jahr für Jahr die Zahlen der Gallup-Umfrage belegen. Demnach habenüber 80 Prozent der Deutschen einegeringe oder gar schlechte emoti-onale Bindung zur eigenen Arbeit– und das macht auf Dauer krank.Natürlich kann Arbeit belastendsein, vor allem, wenn wir unter Ter-min- und Zeitdruck stehen, wennwir geringe Wertschätzung erfahrenoder Konflikte austragen müssen.Die Arbeit ist kein Zuckerschlecken,aber dennoch: Wie wir unsere Ar-beit sehen, liegt auch an uns selbst.Sogar unter schwierigen Bedin-gungen lässt sich unsere Arbeit po-sitiv bewerten – z.B. indem wir unsauf den tieferen Sinn unserer Tätig-keit besinnen und uns Ziele setzen.
Ein Angestellter der Müllabfuhrzum Beispiel hält sich, wie er ineinem Interview berichtete, immerwieder vor Augen:
„Ohne meine täg-liche Arbeit wäre unser Zusammenle-ben unerträglich.“ 
Eine Wäscherin, deren Arbeits-platz Temperaturen bis zu 40 Gradaufweist, sagt sich:
„Ich möchte, dass die Menschen, die in meiner Wäsche schlafen, sich dabei richtig wohlfüh-len. Deshalb achte ich darauf dass die Wäsche immer perfekt gerichtet und gelegt ist.“ 
Und ein Fensterputzer:
„Ich fan-ge schon frühmorgens um 5.00 Uhr an. Ich genieße es, dass die Stadt nochschläft. Das rhythmische Wischen der Scheiben erlebe ich als Eintauchen ineine Art Trance. Ich versuche, meine Arbeit immer mehr zu perfektionie-ren. Denn Studien haben gezeigt, dass es viele Hunderttausende an Durch-gängen braucht, bis sogar ein relativ einfacher Vorgang wie das Fenster-wischen zu hundert Prozent perfekti-oniert ist.“ 
Alle drei Personen haben ihrerArbeit eine besondere Bedeutunggegeben – und deshalb verrichten siesie positiv gestimmt und gern. Fallses Ihnen im Augenblick schwer-fallen sollte, Ihrer Arbeit einen be-friedigenden Sinn zu geben, hilftes, sich allgemein auf die Vorteilevon Arbeit zu fokussieren. HaltenSie sich vor Augen: Arbeit bringtStruktur in den Alltag. Arbeitslosewerden oft deshalb depressiv, weilihnen der geregelte Alltag fehlt. Ar-beit vermittelt zudem soziale Kon-takte und gibt finanzielle Sicherheit.Sie stellt Herausforderungen, ohnedie ein Teil unserer Weiterentwick-lung stecken bleibt. Und: Arbeit gibtAnerkennung!
Studien beweisen:Wer positiv ist,hat weniger Stress
Wer seine Arbeit mit positivemGrundgefühl verrichtet, dem fälltseine Tätigkeit leichter. Termin-druck, Schwierigkeiten und Hek-tik können ihm nicht mehr so vielanhaben. Dass positive Emotionenbei der Bewältigung von Stress einezentrale Rolle spielen, hat sich imdeutschen Sprachraum zwar nochnicht herumgesprochen. Anders istdas jedoch international. So meintSusan Folkman, Medizinprofessorinan der University of California/SanFrancisco und weltweit führendeKapazität in der Stressforschung:„Wir müssen unsere bisherigenStress-Theorien revidieren und derBedeutung positiver Gefühle bei derBewältigung von Stress und Über-lastung eine viel größere Rolle bei-messen.“ Denn die Wissenschafts-gemeinde hat nachgewiesen, dasspositive Gefühle die Stressantwortdes Körpers auf belastende Ereig-nisse modifizieren. (…)Insgesamt bedeutet das: Es istoft zielführender, eine positiveGrundhaltung an den Tag zu legen,als Stressfaktoren zu bekämpfen,die sich häufig nun einmal nichtabstellen lassen. Dabei ist die Steu-erung der eigenen Aufmerksamkeiteine der wichtigsten Strategien inder Emotionsregulation. Wir soll-ten also nicht nur Probleme wälzen,deren Hintergründe analysierenund überlegen, wie wir mit den unsstressenden Umständen umgehen –wir sollten vielmehr den Blick auchauf Dinge richten, die gut klappen.
Christph EichhrmaagerSemiare, Jui 2008
Management
Editorial 
2
Ausgabe 43
Fortsetzung von Seite 1 „Erfolgreich durch positive Emotionen”
   W   i  r   t  s  c   h  a   f   t  s   W  o  c   h  e ,   2   7 .   8 .   2   0   0   7
 Vermeiden Sie Bequemlichkeit
Passiv zu sein und z.B. vor dem Fernseher „abzuhängen“ hat, je nachTyp, seine Berechtigung. Auf Dauer führt es jedoch nicht zu positivenEmotionen. Es mag zwar im ersten Moment bequemer sein, sich hängenzu lassen, meist müssen wir aber erst unsere Bequemlichkeitszone verlas-sen, bevor wir mit guten Gefühlen belohnt werden.
Orientieren Sie sich nicht an Äußerlichkeiten
Wer Geld, Ruhm, Erfolg und gutes Aussehen über alles andere stellt, isttrotz seiner Mühen mit seinem Leben nicht zufrieden, fühlt sich schnellerüberlastet, leidet häufiger unter körperlichen Symptomen und ist sogaranfälliger für Drogen und Alkohol als derjenige, der soziale Kontaktepflegt, seinen Leidenschaften nachgeht, sein Leben an inneren Wertenausrichtet oder sich für andere einsetzt.
Stellen Sie keine Vergleiche an
Besonders ungünstig ist der Schritt in die Vergleichsfalle. Drei Gefahrenlauern: Man vergleichta) die aktuelle Situation mit der Vergangenheit, als alles viel besser war,b) sich mit denen, die anscheinend alles weit besser können als manselbst,c) seine aktuelle Situation mit einer fiktiven Idealsituation, die fantastischwäre, aber unrealistisch ist. Diese Vergleicherei ist der direkte Weg in dieUnzufriedenheit. Aber nicht einmal die Großan waren gegen den Ver-gleichsvirus gefeit, so der Philoseph Bertrand Russell:
„Napoleon beneide-te Cäsar, Cäsar Alexander den Großen, und Alexander vermutlieh Herkules,den es nie gegeben hat.“ 
Zeigen Sie Dankbarkeit
Der Philosoph Epiktet rät.
„Derjenige ist weise, der sich nicht um das sorgt,was er nicht hat – sondem sich über das freut, was er hat.“ 
Das nämlichmacht zufrieden und ausgeglichen. Hilfreich ist ein Dankbarkeitstage-buch: Notieren Sie ein bis zwei Mal pro Woche, für welche Dinge Siedankbar sein dürfen. Vermerken Sie auch scheinbare Kleinigkeiten wiegutes Wetter, einen freundlichen Kunden, die Blumen im Garten usw.Gemäß einer nigerianischen: Weisheit:
„Sei dankhar für wenig, und Duwirst vieles finden.“ 
Finden Sie heraus: Was macht Sie glücklich?
Singen im Chor, Gärtnern, mit dem Hund rausgehen, Sport treiben,Kochen … – was positive Gefühle auslöst, ist von Mensch zu Menschverschieden. Sogar Aktivitäten, die bei vielen Grauen auslösen, führenbei anderen zu positiven Gefühlen, z.B. Fensterputzen – weil sie sich hin-terher freuen, dass nun alles blitzt und blinkt. Finden Sie heraus, welcheAktivitäten Sie glücklich machen. Sie werden sehen: Es gibt viel mehr, alsSie auf den ersten Blick meinen. Schreiben Sie Ihre „Glücklichmacher“auf eine Liste, die Sie aufhängen – dann können Sie bei Bedarf hierauf zurückgreifen.
Sorgen Sie für Abwechslung 
Variatio delectat, z.B. der Kurzurlaub am Wochenende. Allein der Um-gebungswechsel lässt viele die Welt in rosaroten Farben sehen. WechselnSie Ihre Aktivitäten, probieren Sie Neues aus. Ein Besuch in der Oper z.B.kann für Nicht-Opern-Fans eine interessante Erfahrung sein. Statt immerdieselbe Runde zu joggen, legen Sie sich mehrere Strecken zu oder gehenmal schwimmen. Positive Emotionen leben vom Kontrast.
Das weckt positive GefühleLeserbefragung:Erfolgsfaktor positive Gefühle?
 Vorteile positiver Gefühle im Job
Positive Gefühle steigern die Leistungsfähigkeit 86%Sie helfen bei der Bewältigung von Stress und Überbelastung 76%Sie stärken Kreativität und Flexibilität 69%Sie ermöglichen und fördern das Lernen 62%
Feinde positiver Gefühle im Job
Geringe Anerkennung und Wertschätzung 86%Ein schlechtes Betriebsklima 72%Unterforderung 59%Überforderung 59%Geringer Entscheidungsspielraum 55%Konflikte 55%
Ergebisse der maagerSemiare-Leserbefragug aus Heft 120. Agegebe ist die przetuale Azahl jeer Leser,die die Frage zustimmed beatwrtet habe. Mehrfacheuge ware möglich.
In der Öffentlichkeit besteht eine Reihe falscher Ansichten, was positiveGefühle anbelangt. Das erschwert es, in vollem Umfang von ihnen zuprofitieren. Die häufigsten Fehleinschätzungen:
1.
Positive Gefühle sind allein für besonders positive Situationen reser-viert – und in belastenden Situationen nicht möglich.
2.
Positive und negative Gefühle existieren zeitlich getrennt voneinander,konnen also nicht koexistieren.
3.
Positive Emotionen entstehen schicksalhaft wie aus heiterem Himmelund können nicht durch eigenes Engagement hervorgerufen werden.
Falsche Thesen
Seite 1
gut drauf sein
(ugs.) gut gelaunt sein, gute Stimmung haben
Elan
Schwung
Sponti 
in den 1970er-Jahren eine Gruppe(linker) politischer Aktivisten(„Spontaneität der Massen“)
Schlaraffenland 
fiktives Land aus dem deutschenMärchen (sluraff = Faulenzer)
fad 
langweilig
relaxen
 sich erholen, ausruhenSeite 2
Gallup
US-amerikanisches Meinungs-forschungsinstitut 
 Zuckerschlecken
(ugs.)(hier:) Vergnügen
Variatio delectat 
(lat.) „Abwechslung erfreut“ (Cicero)
Liebe Leserie ud Leser,
„Wie die Börse wirklich tickt“
fragtsich sicher macher v Ihe i dieseZeite v Fiaz- ud Geldmarktkrise.Mit zeh Atwrte ist MARKT „…aufder Spur des grße Geldes“ (S. 18-19.).Vielleicht helfe auch hier – wie imArbeitslebe – „zeh Wege, wie Sie mitFrust ud Wut psitiv umgehe“ (S.3).Ei grßes Thema, das wir i mehrereArtikel (S. 6-9) aufgreife, ist die
Ar-beitswelt von morgen:
das Bür derZukuft – eie „schöe eue Welt“?Ud die
Arbeitswelt von heute
?Hier sid Zeitmaagemet (S.10),„Perfrmace bei … öffetliche Auf-tritte“ (S. 12-13) ud die Fähigkeit,die „Widrigkeite des Berufsalltags“ zumeister (S.14-15), gefragt. – Weitere
Karriere-Tipps
bietet MARKT 43 mitde Hiweise zum Vrstellugsge-spräch (S. 16) ud zu Eigugstests(S.17).Ud wie immer fide Sie:
Worterklärungen
zu fast alleArtikel, siebe eue
Fachbegriffe
wie „Bakekrise“, „Diversifikati“,„Immbiliewirtschaft“, „Limited“ imMARKT LExIKon swie Übuge udDidaktisieruge i MARKT onLInE(www.gethe.de/markt).Mit de beste Grüße,Dr. Werer Schmitz
 
Zeigen Sie Interesse!
 
Von allen genannten Punktenist das sowohl der einfachsteals auch effektivste Weg, jemandenzu ermutigen: Zeigen Sie, dass Siesich wirklich dafür interessieren,was der andere macht oder errei-chen will. Stellen Sie Fragen. Be-wundern Sie. Nichts wirkt stärker.
Loben Sie!
Vor allem Top-Leistungen.Das klingt entsetzlich ba-nal, trotzdem ist es Balsam für jedeSeele. Loben Sie aber nicht nur Er-gebnisse, sondern auch Engagementund seien Sie dabei so konkret wiemöglich. Bitte nicht pauschalisieren,sonst wird das Lob unglaubwür-dig. Loben Sie Außergewöhnlichesmehr als Selbstverständliches, abernicht ausschließlich! Sonst beflügeltes nicht. Und loben Sie nicht nurim Verborgenen. Dann spornt esalle an.
 Wertschätzen Sie!
Sprichwörtlich: Also nicht nurauf die Schulter klopfen unddas war’s, sondern schätzen Sie denWert der Sache und bestätigen Siedie große Bedeutung dieses Beitrags– gerne auch mit einer Prämie oderAuszeichnung. Menschen hassendas Gefühl, nur ein unbedeutendesRädchen im Getriebe zu sein. Um-gekehrt: Wenn Sie ihren Plänenund Projekten einen hohen Wertbeimessen – am besten öffentlich –,schlägt das sofort auf das Selbstbe-wusstsein durch und weckt neuenEnthusiasmus.
Bitten Sie um Rat!
Es ist die subtilste Form desLobes. Kaum jemand kanndem Antrag widerstehen, sein Kön-nen und Wissen weiterzugeben,wenn er darum gebeten wird. Ers-tens, weil Sie ihn dadurch erhöhen(Er der Meister – Sie der Schüler);zweitens, weil er sich so verewigenkann: Wahrscheinlich geben auchSie sein profundes Wissen irgend-wann weiter. Und es ist ein höchsterbauliches Gefühl, der Welt etwasGutes von sich hinterlassen zu ha-ben.
Zeigen Sie Dankbarkeit!
Es gibt Menschen, die helfengerne. Sobald sie Problemesehen, packen sie an oder erledi-gen still und heimlich die Dinge, diegetan werden müssen – ungefragt,als wäre es seibstverständlich. Ist esaber nicht! Mangelnde Dankhar-keit kann diese Menschen deshalbschnell bitter machen. Dann fühlensie sich nur noch ausgenutzt. Undmachen anschließend nur nochDienst nach Vorschrift.
Revanchieren Sie sich!
Pop-Ikone Madonna singt inihrem Hit „Sorry“ die Zeile„Don’t explain yourself cause talk ischeap“. Recht hat sie! Reden ist bil-lig. Ein Dankeschön, gelegentlicherBeifall und Wertschätzung tun zwargut – auf Dauer aber können SieTaten nicht ersetzen. Revanchie-ren Sie sich ab und an auch – undzeigen Sie damit, wie wertvoll dervorherige Gefallen oder die gezeigteLeistung tatsächlich für Sie war.
Überraschen Sie!
Die meisten Menschen, dieÜberdurchschnittliches leistenoder sich herausragend engagieren,haben ein gutes Gespür dafür, dassdies auch so ist. Deswegen erwartensie meist eine angemessene Reakti-on darauf. Das Mindeste ist Aner-kennung. Viel größer aber ist derermunternde Effekt, wenn Sie übersolche Erwartungen hinausgehen.Etwa, wenn Sie dem Betreffendenaufgrund seiner Leistung spontaneinen Tag frei geben. Oder ihm undseinem Partner ein romantischesWochenende in einem Nobelho-tel spendieren – schließlich habensich die beiden in den vergangenenWochen wegen des wichtigen Pro- jekts kaum noch gesehen ... Egal,wie, seien Sie kreativ, originell undgehen auch Sie bei Ihrer Wertschät-zung über Durchschnittliches hin-aus.
Ausgabe 43
3
Management
Aufbaukost
Sieben einfache Wege, wie Sie andere sofort ermutigen.
Balsam
(für die Seele)Wohltat, Linderung
anspornen
antreiben
Nobelhotel 
Luxushotel  
hochkochen
(ugs.)(hier:) stark zunehmen, stark ansteigen
Dampf ablassen
(ugs.) seinem Ärger Luft machen
 Zeitgenossen
(hier:) Mitmenschen 
Koller 
(ugs.) plötzlicher Wutanfall 
 Anger control 
 Ärgerkontrolle
auf die Palme treiben
(ugs.)wütend machen
Schusseligkeit 
(ugs.)Unaufmerksamkeit, Unkonzentriertheit 
 schnauben
(ugs.)durch die Nase Luft ausstoßen (wie einPferd); sich laut und wütend äußern
die Klappe halten
(ugs.)den Mund halten, ruhig sein
im Zaum halten
beherrschen
Wüterich
 jemand, der oft in (zerstörerische) Wut  gerät 
Ernst Jünger 
1895 - 1998, deutscher Schriftsteller,Philosoph (Kriegstagebücher, Essays, phantastische Romane und Erzählungen)
Fehdehandschuh
(hier:) Feindseligkeit 
auf einem Ohr taub
(ugs.)nicht alles hören (wollen)
Konfuzius
Philosoph im Kaiserreich China(verm. 551-479 v. Chr.)
das Herz ausschütten
(ugs.)ins Vertrauen ziehen, mit jem. über seineGefühle reden
 stampfen
fest mit dem Fuß auftreten
Macke
(ugs.)Spleen, Verrücktheit 
(…) Man kann Menschen antreiben, damit sie gute Leistungen bringen.Das ist aber anstrengend und sorgt mitunter für Frust auf beiden Seiten.Oder man ermutigt sie. Das macht beiden Spaß und hat die größerenEffekte. So konnte schon Albert Bandura, Psychologie-Professor an derStanford-Universität, die positive Wirkung der Ermutigung nachweisen:Gelobte sind motivierter, stecken sich höhere Ziele, fühlen sich diesenstärker verpflichtet, teilweise unterstellen sie sich sogar bessere Fähig-keiten, was wiederum ihre Leistung verbessert. Und so ermutigt man:
1
Durchatmen
Wenn das Blut kocht, solltenSie tief durchatmen und biszehn zählen. In einigen Fällen auchbis 50. Atmen Sie nach der 4-6-8-Methode: Langsam einatmen, bisvier zählen, Luft anhalten, bis sechszählen, langsam ausatmen und bisacht zählen. Das Ganze wiederholenSie fünf Mal. Mit der Übung kön-nen Sie Ärger genauso wegatmenwie Stress.
 Analysieren
Wenn Sie spüren, wie dieWut wächst, machen Sie ei-nen Schritt zur Seite und fragen Siesich, was Sie auf die Palme treibt. Je-der Ärger beginnt im eigenen Kopf.Indem Sie die erlebte Kränkungbewusst auf das Niveau holen, dasihr zusteht, bringen Sie auch IhrenGroll wieder auf ein Normalmaß.Womöglich stecken hinter der teuf-lischen Gemeinheit des Kollegennur Schusseligkeit und Naivität.
Schweigen
Solange Sie vor Wut schnau-ben, sollten Sie die Klappehalten. Schon im eigenen Interesse.Ärger kann zum Bumerang wer-den, wenn man seine Zunge nichtim Zaum hält. Umgekehrt gilt dasfreilich auch für den Umgang mitWüterichen: „Mit einem Vulkan istnicht zu reden“, wusste schon ErnstJünger.
Überhören
Richtig gelesen: Es ist einZeichen von Reife, wenn Sienicht auf jeden Fehdehandschuh re-agieren. So manches Ärgernis lässtsich aus der Welt schaffen, indemSie auf einem Ohr taub bleiben.
Einordnen
 
Rache ist oft der erste Im-puls auf das Ärgernis, sie hataber noch nie geholfen. „Wenn dieWut wächst, denke an die Kon-sequenzen“, mahnte Konfuzius.Wenn Sie Ihren Blick auf die Zu-kunft richten, werden Sie erkennen,welche Reaktion die beste ist.
Reden
Konsultieren Sie einen gutenFreund und schütten Sie die-sem Ihr Herz aus. Reden baut Stressund Ärger ab – es hilft aber auch,die Gedanken zu sortieren. SeienSie aber vorsichtig, wem Sie sichanvertrauen. Der Kollege gegenüberist nicht immer der beste Ratgeber,womöglich nutzt er die Gelegenheit,um die Information später gegenSie zu verwenden.
Trinken
 
Keinen Alkohol, sondern einGlas Wasser. Dieser einfacheTrick sorgt dafür, dass Sie Ihren Är-ger sprichwörtlich wegspülen.
Bewegen
Körperliche Aktivität ist diebeste Medizin. Sie baut Stress-hormone ab und schafft Distanz zuden Problemen. Spazieren Sie eineRunde um den Block und stampfenSie Ihre Wut in Grund und Boden.
ProgressiveMuskelrelaxation
Die Methode hat der Schwe-de Edmund Jacobson entwickelt.Dabei geht es darum, einzelne Mus-kelgruppen der Reihe nach gezieltanzuspannen, um sie sodann abruptwieder zu lösen. So lässt sich derKörper binnen weniger Minutenvollständig entspannen.
 Vergeben
Ohne Vergebung ist manam Ende nur noch vonFeinden umgeben. Die Vergangen-heit können Sie nicht ändern, dieZukunft schon. Wer anfängt, inseinem Feind einen Menschen zuerkennen, der ebenso Motive wieMacken hat, gewinnt Verständnis.(…)
Mensch, ärger dich nicht
Zehn Wege, wie Sie mit Frust und Wut positiv umgehen.
Eine durchschnittliche Wutattacke dauert zwischen 10 und 20 Minuten.Und wenn die Emotionen hochkochen, sind Frauen genauso aggressiv  wie Männer, sie gehen nur anders damit um: Während sich Männer inihrer Männlichkeit eher bestätigt sehen, wenn sie ordentlich Dampf ab-lassen, plagt Frauen kurz danach ein schlechtes Gewissen aufgrund desKontrollverlusts.So oder so bleibt Wut eine gefährliche Emotion. Schon vor Jahren gab esdazu eine Studie des Madigan Army Medical Center. Die Forscher hatten64 Patienten untersucht, die sich bei einem Racheakt an einem Getränke-automaten verletzten, der nicht so wollte wie sie; 15 Zeitgenossen wurdenbei ihrem Koller vom umkippenden Automaten gar erschlagen.Im Job ist mit Wutausbrüchen erst recht nicht zu spaßen. Wer wieder-holt herumschreit oder Türen zuschlägt, kann dafür abgemahnt werden. Auch der Körper leidet darunter: Zusammen mit dem Groll werdenHormone wie Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet, und die stei-gern Blutfett- sowie Zuckerwerte. Wer chronisch Rot sieht, lebt also miteinem erhöhten Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Wut lässt sich aberkontrollieren. „Anger control“ heißt das im Fachjargon. Damit ist nichtbloßes Herunterschlucken gemeint, sondern bewusstes Kanalisieren vonGefühlen. Und das geht so:
23456712345678910
   J  o  c   h  e  n   M  a   i ,   W   i  r   t  s  c   h  a   f   t  s  w  o  c   h  e ,   2   3 .   6 .   2   0   0   8

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