15
t0
20
Integration
einmâl
aDdcrs
TEXTA
Fu8balltaining
in
Kreùzberg'.
Marwin rennt.
Die
Jungs
scfueien
iiber
den
ptatz.
Tiirkische
Worte
vermischensich
mit
deutschen:
,,Super,
Marwinl"
ruft
einer und
klopll
ihm
aufdie
Schulter_
Mârwinist
10,groB
liir
sein
Alicr,
sehr
blond,
wohnt
in
Kreuzbôrg ùnd
ist
in
seiner
Mannschaftbeim
CIub'Iiirkiyemspor
der
einzige
mit
deutschen
Eltem.
Genau
wiein
seiner Schulklasse
und
in
seinem
Frcundesheis.Prcbleme
hat
er
deshalb
keinc,
im
Gegenteil.
,,Wi{
habenuns
zu Beginn
sçhon
Sorgen
gemachf',
sagt
sein Vater-
,,aber
dann
sind
wir
da offensiv
rangegangen.
Hier
wird
sowieso
ùberall
Tùrkisch
gesprochen,da
dachten
wir
wenn schon,
rlann
richtig."Mituerweile
sehen
seine Elterndie
tijrkische
Kultùr
und Splâche
a1s
Bcreicherung.Schon
in
der
Kita'?
hatte
Marwin
eine
Erzieherin,
die
mitihm
Tiirkisch
gcsurgenundgezâhlt
hat. Seitder ersten
Klâsse ist er
auf
einer
zweispiachigenSchùle.
l)ort
hat er
Turkischunterricht
und
einen
Teil
der
Sâchfàcher
auf
Ttirkisch.
Die
Aziz-Nesin-Schl
e
ist
eine
staatlich€ Europaschule.
Der
Unterrichtsstolf
richtet
sich nach
demnormalen
Berliner
Rahmenlehrplan,
mit
der
Ausnahmer,
dass
aufTtirkisch
und
Deutsch unterrichtetrvird.Genalr davon werden
viele
deutsche
Eltern abgescbrecll.
Sie
lassen ihre
Kinder
alle
môglichen
Sprachcû
lernen
lrranzôsiscb.Spanisch
odcr
Chinesisch.
Aber
Tiirkisch?
ln
Deuischland
lemt
fast
nienand
Tùrkisch.
Und
auch
4m
^ustauschjahr
gehenSchûler
ehernach
Norwegen
oder
Pcru als
in
die
Tùrkei.
ln
Mârwins
Klasse haben allebis
aufihn
miûdestens
cin tiirkisches Elternteil,ihre
Sprâchkenntnisse
sind
trotzdem
sehr:
untemchiedlich.
Manche
rvachsen
bei
ihrer
deutschen
Mutterauf oder
habeù iûrkische
Eltem,
die
sehr
gutDeutsch
sprechen.
Andere kommen
aus
tiirkisch-polnischen
oder ttirkisch-russischen
Iâmilien
und lemen Deutsch
als
dritte
SpÉche.
Je
nach
Mùltersprachc
werdensje besondeN
gcfôrdert4.
,!ie
Kinder
sollen
sich
auf
dâs
Deutsche
einlassenr
kôrmen,
ohne ihre
eigenc
Herkunll
leugnen6zu
mùssen.
Integration
bedeutet
fiir
uns.
\'oncinander
und
mileinanderzu lerncn",
sâgt DemetSiemund, die
Klassenlehrerin.
Marwin siizt
daru
nebeD
Bilge
sie
haben
âhnliohe
Sûirken
und
Schwàchen
in
derlerveiis
anderen
Sprache.
[...j
Ob
seine
Familie
anders
ist
als die
Familien
seiner Freunde?
Manvin
iiberlegt
lange.Einen UDterschiedsiehtef
nicht-
auBer, dass
die
ânderenbesser
Tiirkisch
sprechen,
natûrlich.
Nach
Katdn
Zeug, SPIEGEI-
ONLINE,
25.
April2008TEXT
B
Iris
Alanyali
hat
eine .leutsche
Mutter urul tebt in
De
tschland.
Sie
nôchte die tlirkische
Sprachebes\er
lene
und mdcht
deshalb
einen
Sprachkurs
iû
Istanbul
Dafl
tlifft
sie
yiele
(leutsche
l.'rauen, die
einentùr kîschen
Partner
h.lten
Die
Studentenschaftbestand
zu
95
Piozent
aus
Frauen, die
michgrôRte[teils
an
die
Mitarbejterinnen
des
llerliner
Bioladens erinnelten,
wo ich
manchmal
Àpfel
holte.
Abends
pllegen?
solche !'rauen auf
Multikulli-Konzcrte
zu
gehen
und
entweder Chilenen
oder Tiirken
kenncn
zu
lenen.
Sie
lesen
âulmerksamdie Repodagen
iiber
binationâle Ehen
in
der.,Brigitte"r
und nehmen
ihreBeziehung
sehr
ernst,weshalb
sie
ftlihcr
oder
spâter
auch
die
Sprache
ihres
Parters
lemenwollen.
Weil
sie
schon
mehnnals mil ihm in
seinem
H€imatland
waren und
seine
l.amilie
so
reizend undgâstfreundlich,
eben
.,so
sridlândisch!"
ist.
30
Krc
yb(
r
i{'
In
V cn.
I r'r Rer In
n
r.
en.
ehJ
p
onen
Anr<'.
rjir
"r
f
e"
Be$.h,er
-
dre
I\]G
:
dert\ùdergùIm
'
die
AusnÂlm€:
/'er.eplrd,
'.
jn
tatdeÛ
en.rJur.ts.t,
pousset.ts
'
sichâuîetwas
einlassen:
etwas âkzeptieren,sich
ffir
erwas
ôfften
"
etwâs
lenlFm:
/eu
idr4c
'
etwas
zu tun
pflegen
:
e1wâs
oii,
gcm
tun
'
3/rs.rte
-
cine deutsche
Frauenzeitschnfi
9ALSEMEl
Page:214
Leave a Comment