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Punkt 3: Die Situation des privaten Webseitenbetreibers
In der heutigen Zeit ist die Gestaltung einer eigenen Webseite im Internet ein üblicher Weg, umseine eigenen Meinungen in Wort, Schrift und Bild zu äußern. Der Betrieb einer eigenenWebseite birgt jedoch Gefahren, weil man keine Kontrolle darüber hat, wer diese Seiten liest,kopiert, zitiert, verlinkt, verarbeitet, auswertet, mit anderen Informationen und Themenverknüpft usw. Aus diesen Gründen ist es manchmal nicht mehr möglich, eine einmal geäußerteMeinung später zu korrigieren oder zu entfernen.Folgende Gefahren können möglicherweise eintreten:-
Es gibt Vorurteile über manche Minderheiten. Aus dem Inhalt der Webseite lässt sichmöglicherweise rekonstruieren, dass man einer dieser Minderheiten angehört. Darauskönnen sich berufliche oder gesellschaftliche Nachteile ergeben.-
Wenn man sich auf der eigenen Webseite kritisch mit extremistischen oderfundamentalistischen Strömungen auseinander setzt, dann besteht die Gefahr, dass sichdiese Kreise rächen wollen und dass es Übergriffe ins Privatleben gibt.-
Wenn man sich auf der eigenen Webseite kritisch mit den Geschäftspraktiken vonFirmen auseinander setzt, dann könnte es Probleme geben, wenn man später einen neuenJob sucht.-
Wenn man im Internet eigene Krankheiten und Familienprobleme anspricht, dann könntees ebenfalls Probleme geben, wenn man später einen neuen Job sucht.-
Wenn man sich als Ausländer auf der eigenen Webseite kritisch mit den politischenZuständen im Heimatland auseinander setzt, dann könnte es Probleme geben, wenn manspäter wieder in sein Heimatland zurück kehrt.-
usw.Aus solchen Gründen kann es für eine Privatperson ratsam sein, die eigene Adresse nicht imInternet zu veröffentlichen. Wenn man jedoch gezwungen wird, die eigene Adresse zuveröffentlichen, dann wäre es ratsam, all diese Themen auf der eigenen Webseite nicht zuveröffentlichen. Dadurch wird jedoch das Recht auf freie Meinungsäußerung massiveingeschränkt.Die Impressumspflicht hat bei Privatpersonen ganz andere Konsequenzen als bei Firmen. AlsPrivatperson kann man beim Impressum nur seine Privatadresse und seine privateTelefonnummer angeben. Man hat keine Firmenadresse, keinen Pförtner, keine Presseabteilung,keinen Werksschutz, ... die einen nach außen hin abschotten und die unliebsame Besucher undAnrufer abhalten.Deshalb ist man als Privatperson sehr viel stärker von den Konsequenzen betroffen, die sich ausder Impressumspflicht ergeben. Und daraus ergibt sich bei Privatpersonen auch eine besondereNotwendigkeit zum Schutz der Privatsphäre, die es bei Firmen nicht gibt. Dieser besondereSchutz der Privatsphäre bei Privatpersonen sollte bei der Impressumspflicht berücksichtigtwerden.Der Vorstandsvorsitzende eines großen Konzerns würde sicherlich niemals seine private Adresseauf der Webseite des Konzerns veröffentlichen. Bei einer privaten Webseite wird aber genau das
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