E&Z Position ●
6/2009Seite 3
wenigen Wochen eingestellt. Das Ziel ist aber erreicht: Die Schlagzeile„NGO erstattet Strafanzeige gegen …“ zündet. „Allmachtsfantasien“führen zu Handlungen, die jedem normalen Bürger eine strafrechtlicheVerfolgung einbringen würde. Von den eigenmächtig aufgestellten„Tempo 100“-Schildern auf der Autobahn über die eigenmächtigeVerknappung des Sylter Riff bis zur Dekoration von Automobilen als„Klimaschweine“.
Die Macht der NGO’s
Es gibt weltweit rund 20.000 NGO’s. 500 davon in Deutschland. Siewerden teilweise von Regierungen ausgehalten und aus Steuermittelnfinanziert oder unterstützt. Alleine Greenpeace hat 2,7 Mio. Fördererweltweit mit 174 Mio. Euro Erlösen. Circa 40. Mio. Euro fließen in diedeutschen Greenpeace-Kassen. Davon werden 35 Mio. Euro, also 86Prozent für Marketing/Kampagnen ausgegeben. Die „Kontrolle“ erfolgtdurch insgesamt 34 stimmberechtigte Mitglieder, davon 3 bis 7Aufsichtsräte, die den Vorstand wählen.Dies alles wäre nicht beklagenswert, wenn die Welt nicht so extrem in„gut“ und „böse“ eingeteilt würde. Die Werte und Ziele der meisten NGO’swerden von einer breiten Mehrheit in der Bevölkerung (und auch derWirtschaft) getragen. Kaum jemand ist für Umweltverschmutzung, gegenTierschutz, gegen gesunde und möglichst schadstofffreie Lebensmittel.Jeder möchte eine möglichst „heile Welt“. Und es gibt wahrlich etwasSchlimmeres, als dass sich gerade junge Menschen für Werte undethische Ziele einsetzen. Was stört ist die häufig genau vollzogeneEinteilung der Welt in Schwarz und Weiß – die „Gutmenschen“, die sich inNGO’s organisieren und die „Mächtigen“, insbesondere in den Chef-etagen, denen Grenzen gesetzt werden müssen. Und: NGO’s meinen inden meisten Fällen die Politik, aber schlagen die Unternehmen. Wennbeispielsweise Höchstgrenzen für Schadstoffe nicht als ausreichend
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