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Ludwig Maximilians Universität MünchenProseminarFakultät für KulturwissenschaftenInstitut für EthnologieCybercultureWintersemester 2008/09Dr. Alexander Knorr
Cyberpunk
 vorgelegt von:Philipp Klüglein, 3. FSxxxx Str.80335 MünchenTel: xxxxxe-mail:philipp.klueglein@campus.lmu.deMatr.nr: xxxxxx
 
Inhaltsverzeichnis
Seite1. Einleitung31.1 Was ist Cyberpunk?31.2 Typische Stilmerkmale des Genres41.3 Gechichtliche Entwicklung und bekannte Werke52. Alles ist vernetzt62.1 Einüsse62.2 Verbindungen zwischen Cyberpunk-Medien72.3 Stylistic Crossings Amerika und Japan83. Verbindung zur Ethnologie9Anhang I Literaturverzeichnis10
 
1. Einleitung 
Cyberpunk als einen Schlüssel zum Verständnis der Cyberculture zu sehen, ist nicht nuraufgrund der verhältnismäßigen jungen Geschichte und damit einhergehender noch geringerVerbreitung des Feldes Cyberculture in der Ethnologie eine neue Herangehensweise, die sicherder Erklärung bedarf. Diese Arbeit widmet sich zunächst dem Phänomen Cyberpunk an sich,seinen Merkmalen, Einflüssen und seiner Entwicklung; um schließlich zu klären, inwiefern es derethnologischen Betrachtung der Gruppen, die Gegenstand der Cyberculture sind, dienen kann.
1.1 Was ist Cyberpunk?
Der Begriff 'Cyberpunk' ist zusammengesetzt aus den Wörtern 'cybernetics'
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 und 'punk'. LautBruce Sterling betont dieser Neologismus die neue Art der Integration, die hier stattfand: DasÜberlappen vormals separater Welten, nämlich die der Technologie und die des modernen Pop-Undergrounds bzw. der Gegenkulturen der 1980er Jahre
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. Am ehesten lässt sich Cyberpunkdefinieren als ein Sub-Genre der Science Fiction, welches sich Anfang der 1980er Jahre alszunächst literarisches Genre herausgebildet hat, jedoch schnell wechselseitigeEinflussbeziehungen mit anderen Medien wie Film, Rollenspiel oder Musik einging und dessenIdeen somit auch dort umgesetzt wurden (siehe hierzu Kapitel 2.2).Die Wortschöpfung geht zurück auf den Autor Bruce Bethke, der 1983 eine seinerKurzgeschichten 'Cyberpunk' taufte. Ein Jahr später wurde der Begriff vom Journalisten GardnerDozois benutzt, um bestimmte Autoren (z.B. William Gibson, Bruce Sterling, John Shirley) einerneuen Richtung der Science Fiction unter einer Bezeichnung zu vereinen und wurde fortan zueinem bekannten 'Label'
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. Für Autoren der Anfangszeit bestand dieses Label also zunächst nichtund die meisten lehnten es ab, als Cyberpunk populärer wurde, um sich nicht darauf reduzierenzu lassen. Als hartes Genre und Begriff ist es heute nicht mehr besonders verbreitet, jedoch warund ist es eher lose definiert durch bestimmte Merkmale, die Stil und Themen betreffen, in verschiedenen Medien umgesetzt werden und heute präsenter denn je sind. Die überaustreffende Defintion in einem einzigen Satz durch einen User auf cyberpunkreview.com lautet:„Cyberpunk is about expressing (often dark) ideas about human nature, technology and theirrespective combination in the near future.“
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.Dabei gehen die Autoren davon aus, dass ihreFiktion als logische Folge des derzeit Beobachtbaren gelten kann. Abgesehen von erwähntemdystopischem Ton und der Beziehung Mensch/ Technik, extrapoliert auf die Zukunft, gibt esnoch eine ganze Reihe von typischen Stilmerkmalen, die das Genre prägen und in der heutigen
1„(...)Cybernetics can be generally understood as the study of the abstract principles of organization in complexsystems.“ (Joslyn, Cliff und Heylighten, Francis
 
1999). Der Begriff wurde vom amerikanischen MathematikerNorbert Wiener geschaffen und ist abgeleitet vom griechischen 'kubernetes', zu deutsch 'Steuermann'.2Sterling 1986. Bruce Sterling gilt als Mitbegründer und einer der wichtigsten Autoren des Cyberpunk.3Collins 2005: 14http://www.cyberpunkreview.com/what-is-cyberpunk/
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