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Das Grossmünster Manifest
Für den Neubeginn unseres Zusammenlebens
Urfassung
Zürich, 1. Juni 2009
Gemeinsam in einiger Stimme fordern wir — jeden Einzelnen — von der Basis biszu den höchsten Führungspositionen in Religion, Wissenschaft, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft undMedien dazu auf, seine persönliche Verantwortung zur Verwirklichung der hiermit proklamierten Grundsätze,nach bestem Wissen und Gewissen, nach bestem Willen und Können wahrzunehmen und zu lebenzum gültigen und dauernden Wohle aller Menschen.
 
______________________________________Voraussetzung und erster Schritt fürden Wandel hin zum Neubeginnunseres Zusammenlebens ist:1.Wiederherstellung, Förderung undSchutz der ethischen Evolution des Menschen.
1. aWiederherstellung einer umfassenden Bildungund des Wissens über das wirkliche Wesendes Menschen als unsterbliche, mit derSchöpfung verbundene Wesensheit undseiner Stellung in der Welt des Hier undJetzt und im Kosmos des Ewigen;1. bFreier Fluss des Wissens;1. cFreier Zugang sowie wahrheitsgetreueWeitergabe der Informationen undder Zusammenhänge;1. dAufbau und Schutz der ethischen Wissenschaftund der ethischen Bildung, indem sie vonStaats-, Wirtschafts- und Militärgewaltbefreit und unabhängig sind;1. eDie ethische Wissenschaft und die ethischeBildung stehen im Dienste der wahrheits-getreuenVermittlung des Wissens; sie sindVoraussetzung für das Verstehen, dasMittragen und das Verwirklichen desneuen Zusammenlebens.1. fJede Sicht und jede Kritik ist berechtigt unddient der Erarbeitung und Erkennung desGesamtbildes und der wahren Zusammenhängeder Welt, in der wir leben; daraus resultiert:
2.Respektierung der Unverletzlichkeitdes Individuums, seines freien Willensund seiner freien Meinungsäusserung.
2. aWeltweite Aufhebung des Zwangs zursystematischen Registrierung des Menschen;2. bWeder Sammlung noch Speicherungbiometrischer oder anderer Daten oderMerkmale, die dazu dienen oder missbrauchtwerden könnten, Menschen in irgend einerWeise zu kennzeichnen, zu klassifizieren,auszugrenzen oder zu verfolgen;2. cKeine Verchippung, weder vonMenschen noch Tieren;2. dKeine Markierung von Lebewesen;2. eKeine Anwendung von Verr-oder Foltermethoden;2. fKeine Ausübung ritueller Verstümmelungen;2. gKeine Todesstrafe;2. hTiere und Pflanzen geniessen im Sinneder Ganzheit den gleichen Schutzwie das Individuum.
3.rderung des Sinns r die Verantwortungdes Individuums im Gesamten.
3. aErkennen der gleichzeitigen, untrennbarenEingebundenheit des Ichs in Allem undmit Allem-was-Ist.
Das Grossmünster Manifest. Für den Neubeginn unseres Zusammenlebens.
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4.Leben einfacher und menschengerechterRegeln des respekt- und liebevollenZusammenlebens Einzelner, von Paaren,Familien und Gruppen auf allenGesellschaftsstufen bis auf dieEbene der Weltfamilie.5.Erkennen der Nutzlosigkeit egoistischerMechanismen und Macht-Manipulationen.
5. aErkennen, dass durch Egoismus getriebeneMacht-Mechanismen die Durchsetzung vonPartikulärinteressen zum Ziel haben;5. bErkennen, dass solche Praktiken demWohl des Nächsten und dem Sinnder Gemeinschaft schaden.
6.Einsicht zur Unterlassung vonbewusster Manipulation.
6. aWer verbunden ist mit Allem-was-Ist, sieht sichnicht länger als Aussenstehender, sondern istuntrennbarer Teil des Ganzen. Insbesonderesind zu unterlassen:6. bBewusste Handlungen der Intransparenz;6. cDas bewusste Einstreuen undVerbreiten von Falschinformation;6. dDas gezielte Verbreiten von Halbwahrheitenoder Informationslücken;6. eVerbreitung oder Ausstrahlung vonInformationen oder Signalen, die zweck-oder zielgerichtet in das Unterbewusstseinoder Bewusstsein wirken;6. fVerletzungen der Privatspre wie Belauschung,Beschattung oder Bespitzelung von Menschenoder Gemeinschaften;6. gPraktiken und Methoden der Verleumdung;6. hPraktiken und Methoden der Unterwanderung;6. iPraktiken und Methoden der Bedrohung.
7.Der Mensch fügt sich in den Einklangmit der Natur, ihrer Ressourcen undihrer Regelkreise ein.
7. aMensch und Natur bilden und belebenden gemeinsamen Lebensraum;7. b„Umwelt” ist ein trennender Begriff;7. cMensch und Natur leben in einergemeinsamen, aufs vielfältigsteverflochtenen Lebenswelt;7. dDer in die Lebenswelt eingebundene undsich dessen bewusste Mensch entnimmt derLebenswelt, der er angehört, nur sovieleRessourcen und leitet ihr nur sovieleStoffe zu, wie dies im Einklang mit der Naturund seinen Mitmenschen ist;7. eFehlentwicklungen unseres modernen,technisierten Lebensstils, die u. a. zerstörerischeGewinnungs-, Herstellungs- und Verarbeitungs-methoden sowie „Sachzwänge” zu Lasten oderzum Schaden von Natur und Mensch mit sichbringen, sind klar zu benennen, anzuhalten,zu korrigieren und die schädlichen Wirkungenzu beheben.
Das Grossmünster Manifest. Für den Neubeginn unseres Zusammenlebens.
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