Kooperationsbereitschaft nicht noch wesentlich stärker, wenn die Stromstöße angeblich imInteresse der nationalen Sicherheit erteilt werden müssen? Wenn es darum geht, perfekteSpione, perfekte Soldaten zu kreieren? Wenn feindliche Nationen auf diesem Gebietoffenbar bereits die Nase vorn haben?[ii]
Die Bereitschaft zum Foltern
Die Bereitschaft zum Foltern ist im übrigen nicht nur auf den „Durchschnittsamerikaner“beschränkt. Auch in anderen Ländern wurde Milgrams Experiment mit ähnlichenErgebnissen wiederholt.[iii]Natürlich erklärt Migrams Experiment nicht das Verhalten berufsmäßiger Folterer, diesewerden systematisch ausgebildet. Aber es zeigt, wie groß das Reservoir für denFolterer-Nachwuchs ist. So ergab z. B. eine griechische Studie zur Folter während derMilitärdiktatur, dass aus ganz normalen Leuten durch ein System von Zuckerbrot undPeitsche bestialische Folterer gemacht werden können.[iv]1979 wurde Stanley Milgram inder CBS-Nachrichtensendung „Sixty Minutes“ gefragt, ob er sich vorstellen könnte, dassVerbrechen wie jene der Nazis in den Konzentrationslagern auch in den Vereinigten Staatengeschehen könnten. Er antwortete, dass man das Personal für derartige Todeslager in jedermittelgroßen amerikanischen Stadt finden könne.[v]
Die Profis
Selbstverständlich ist die Spaltung der Persönlichkeit, unterstützt durchfachgerechte Folter, keine Aufgabe, die Laien erfolgreich bewältigen könnten.Daher ist die Mitwirkung von Ärzten und Psychologen natürlich unerlässlich. Derargentinische Arzt berichtete in der Zeitschrift „World Health“ über das Schicksaleines Freundes, des Pianisten Miguel Angel Estrella: „Nach seiner Entlassung ausdem Gefängnis ... sagte er: ‚Sie (die Folterer) konzentrierten sich wie Sadisten aufmeine Hände. Sie jagten Elektrizität unter meine Nägel, ohne Unterlass, und späterhängten sie mich an meinen Armen auf. Nach zwei Tagen der Folter hatte ichSchmerzen am ganzen Körper. Als ich zum letzten Mal gefoltert wurde, drohten siemir, sie würden meine Hände mit einer Kettensäge abtrennen, Finger für Finger,und dann würden sie mich töten...’“
Der Arzt Chalela lässt keinen Zweifel daran, dass derartige komplexe Foltermethoden nurmit Hilfe von Ärzten und Psychologen verwirklicht werden könnten. Er zitiert die Aussageeines Mitgefangenen Estrellas, des Architekturstudenten Alvaro Jaume. Dieser sei vor derFolter von einem Arzt untersucht worden. Der Mediziner habe ihn über seine Familiebefragt, über chronische und akute Erkrankungen, über alle Teile seines Körpers, die wegeneiner vorherigen Erkrankung empfindlich sein könnten. Jaume hoffte, diese Informationenwürden dazu führen, dass er weniger hart gefoltert werden würde. Doch unter der Foltererkannte er dann den wahren Grund für das Interesse des Arztes, als er dessen Stimme hörte:„Das ist schon in Ordnung, ihr könnt weitermachen!“[vi]Es versteht sich von selbst, dass die zur Verfeinerung dieser Foltermethoden notwendigeForschung nicht an Universitäten oder privaten Forschungszentren realisiert werden kann.Diese Forschungen können natürlich nur in geheimen Einrichtungen stattfinden, die sich vor
Leave a Comment
Hallo! Ich hoffe das niemand böse sein wirt wenn ich diesen Text verwende um die bei mir durchgeführten Gehirnwäschen zu erklären und diesen text zu komplettieren.
FErner möchte ich auf das Werk von HU GResch verweisen in dem er eine systematische Analyse über persönlichkeitsspaltung und Gehirnwäsche dargelegt hat. Der NAme des Buches "Unsichtbare KEtten". Ich musste das Buch herrunternehmen, da es nicht mehr länger kostenlos bereitgestellt wird. Wers möchte, dem kann ich es per EMAIL schicken - bitte KOntakt aufnehmen
Trotzdem werde ich dir deswegen nicht böse sein. NEin ich begrüße es sogar.
Lieber Andreas, das solltest du mit dem Autor H.U.Gresch abklären. Denn diese VEröffentlichung ist durch das Urheberrecht geschützt. Auch wenn sie hier veröffentlicht ist, darf sie ohne Einwilligung des Autors nicht verändert werden.