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Ein Service des Bundesministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH -www.juris.de
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Gesetz zur Beschleunigung und Vereinfachungdes Erwerbs von Anteilen an sowieRisikopositionen von Unternehmendes Finanzsektors durch den Fonds"Finanzmarktstabilisierungsfonds - FMS"(Finanzmarktstabilisierungsbeschleunigungsges- FMStBG)
FMStBGAusfertigungsdatum: 17.10.2008Vollzitat:"Finanzmarktstabilisierungsbeschleunigungsgesetz vom 17. Oktober 2008 (BGBl. I S. 1982,1986)"
Hinweis:
Änderung durch Art. 2 G v. 7.4.2009 I 725 textlich nachgewiesen,dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet
Fußnote
Textnachweis ab: 18.10.2008Das G wurde als Artikel 2 des G v. 17.10.2008 I 1982 vom Bundestag mit Zustimmung desBundesrates beschlossen. Es ist gem. Art. 7 Abs. 1 dieses G am 18.10.2008 in Kraftgetreten.Überschrift (Kurzbezeichnung u. Buchstabenabkürzung): IdF. d. Art. 2 Nr. 1 G v.7.4.2009 I 725 mWv 9.4.2009
Inhaltsübersicht
§ 1Anwendungsbereich§ 2Verpflichtungserklärung§ 3Gesetzlich genehmigtes Kapital§ 4Anrechnung auf bestehendes genehmigtes Kapital§ 5Ausgestaltung der Aktien§ 6Bericht an die Hauptversammlung§ 7Kapitalerhöhung gegen Einlagen und Kapitalherabsetzung§ 7aBedingtes Kapital§ 7bSchaffung eines genehmigten Kapitals durch die Hauptversammlung§ 7cEintragung von Hauptversammlungsbeschlüssen§ 7dAusschluss der aktienrechtlichen Vorschriften über verbundene Unternehmen§ 7eKapitalmnahmen durch Dritte im Zusammenhang mit einer Stabilisierungsmaßnahme§ 8Genussrechte§ 9Sinngemäße Anwendung§ 10Keine Informationspflicht gegeber dem Wirtschaftsausschuss§ 11Keine Mitteilungspflicht für wesentliche Beteiligung§ 12Wertpapiererwerbs- und Übernahmeangebote; Ausschluss von Minderheitsaktionären§ 13Verwertung§ 14Keine Börsenzulassung§ 15Stille Gesellschaft§ 16Erwerb von Risikopositionen§ 17Wettbewerbsrecht§ 18Anfechtung, Gesellschafterdarlehen und wirtschaftlich vergleichbare Forderungen, verdeckte Sacheinlage§ 19Keine ndigung bei Übernahme einer Beteiligung
§ 1 Anwendungsbereich
Dieses Gesetz findet Anwendung auf Unternehmen des Finanzsektors im Sinne des § 2des Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetzes, denen zum Zwecke der Stabilisierung desFinanzmarktes Stabilisierungsmaßnahmen gewährt werden. Die §§ 7 bis 7d finden auch dannAnwendung, wenn die Einberufung der Hauptversammlung vor Inkrafttreten dieses Gesetzeserfolgt ist.
 
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§ 2 Verpflichtungserklärung
(1) Die Vorschriften des Aktiengesetzes über die Verantwortung des Vorstands zureigenverantwortlichen Leitung der Gesellschaft sowie über die Zuständigkeiten derOrgane stehen der Zulässigkeit und Wirksamkeit einer gemäß § 10 Abs. 2 Satz 1 Nr. 9des Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetzes abgegebenen Verpflichtungserklärung nichtentgegen. Die Verpflichtungserklärung wird mit ihrer Abgabe wirksam.(2) Die vertretungsberechtigten Organe sind auch gegenüber der Gesellschaftund der Gesamtheit ihrer Gesellschafter berechtigt und verpflichtet, derVerpflichtungserklärung zu entsprechen. Beschlüsse, die der Verpflichtungserklärung,insbesondere im Hinblick auf die Dividendenpolitik, zuwiderlaufen, können aus diesemGrunde angefochten werden. § 254 Abs. 2 des Aktiengesetzes gilt entsprechend.(3) Die vorstehenden Absätze gelten für Unternehmen des Finanzsektors in einer anderenRechtsform als der Aktiengesellschaft entsprechend.
§ 3 Gesetzlich genehmigtes Kapital
(1) Der Vorstand eines als Aktiengesellschaft verfassten Unternehmens des Finanzsektorsist bis zum 31. Dezember 2009 ermächtigt, das Grundkapital bis zu 50 vom Hundert desGrundkapitals, das zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes vorhanden ist,durch Ausgabe neuer Aktien gegen Einlagen an den Finanzmarktstabilisierungsfonds(Fonds) zu erhöhen. Der Vorstand kann von der Ermächtigung nur mit Zustimmung desAufsichtsrates Gebrauch machen.(2) Die Erhöhung des Grundkapitals bedarf nicht der Zustimmung der Hauptversammlung.Die Ausgabe bedarf, falls bereits mehrere Gattungen von Aktien vorhanden sind, nichtder Zustimmung der Aktionäre der verschiedenen Gattungen.(3) Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen.(4) Eine vorherige Leistung durch den Fonds in das Vermögen der Gesellschaft kann derEinlagepflicht zugeordnet werden und befreit den Fonds von seiner Einlagepflicht.(5) Soweit sich aus diesem Gesetz nichts anderes ergibt, gelten für die Kapitalerhöhungund Ausgabe der Aktien die §§ 185 bis 191 des Aktiengesetzes entsprechend. § 182 Abs.4 Satz 1 des Aktiengesetzes findet keine Anwendung. Die Durchführung der Erhöhung istunverzüglich in das Handelsregister einzutragen. Eine Prüfung findet nicht statt. §246a Abs. 4 Satz 2 des Aktiengesetzes gilt entsprechend.(6) Der Aufsichtsrat ist berechtigt, die Satzung der Gesellschaft zu ändern,soweit dies durch die Erhöhung des Grundkapitals und die Ausgabe neuer Aktien nachvorstehenden Absätzen erforderlich ist.
§ 4 Anrechnung auf bestehendes genehmigtes Kapital
In dem Umfang, in dem das Grundkapital in Anwendung der Bestimmungen des § 3 erhöhtwird, reduziert sich der Nennbetrag, bis zu dem der Vorstand das Grundkapitalaufgrund ihm zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bereits eingeräumterErmächtigungen erhöhen kann.
§ 5 Ausgestaltung der Aktien
(1) Der Vorstand entscheidet über den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen derAktienausgabe. Der Vorstand kann insbesondere bestimmen, dass die neuen Aktien miteinem Gewinnvorzug und bei der Verteilung des Gesellschaftsvermögens mit einem Vorrangausgestattet sind. Er kann insbesondere auch Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgeben,bei denen der Vorzug nicht nachzahlbar ist.(2) Die Entscheidung des Vorstands bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrates.(3) Ein Ausgabebetrag, der dem Börsenkurs entspricht, ist in jedem Falle angemessen.Unbeschadet dessen kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates entscheiden,
 
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dass der Ausgabebetrag den Börsenpreis der Aktien unterschreitet. § 9 desAktiengesetzes gilt.(4) Eine Vorauszahlung der Einlage durch den Fonds befreit diesen von seinerEinlagepflicht.(5) Soweit die an den Fonds ausgegebenen Aktien mit einem Gewinnvorzug oder einemVorrang bei der Verteilung des Gesellschaftsvermögens ausgestattet sind, verlieren siediesen bei der Übertragung an einen Dritten. Der Fonds kann bestimmen, dass die an ihnausgegebenen Vorzugsaktien bei der Übertragung an einen Dritten in stimmberechtigteStammaktien umgewandelt werden.
§ 6 Bericht an die Hauptversammlung
Der Vorstand hat der nächsten ordentlichen Hauptversammlung einen schriftlichen Berichtüber die Kapitalerhöhung und Ausgabe neuer Aktien vorzulegen, in dem insbesondereder Umfang der Kapitalerhöhung sowie der Ausgabebetrag sowie ein Gewinnvorzug undLiquidationsvorrang der Aktien rechtlich und wirtschaftlich erläutert werden.
§ 7 Kapitalerhöhung gegen Einlagen und Kapitalherabsetzung
(1) Wird im Zusammenhang mit einer Rekapitalisierung nach § 7 desFinanzmarktstabilisierungsfondsgesetzes eine Hauptversammlung zur Beschlussfassungüber eine Kapitalerhöhung gegen Einlagen einberufen, gilt § 16 Absatz 4 desWertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes entsprechend. Die Einberufungsfrist beträgtmindestens einen Tag. Nach dem 2. August 2009 muss die Einberufung zur Hauptversammlungabweichend von Satz 2 spätestens am 21. Tag vor dem Tag der Hauptversammlung erfolgen.Abweichend von § 123 Absatz 3 Satz 3 des Aktiengesetzes hat sich der Nachweis beibörsennotierten Gesellschaften auf den Beginn des 18. Tages vor der Versammlung zubeziehen und muss der Gesellschaft unter der in der Einberufung hierfür mitgeteiltenAdresse bis spätestens am vierten Tag vor der Hauptversammlung zugehen, soweit derVorstand in der Einberufung der Hauptversammlung keine kürzere Frist für den Zugangdes Nachweises bei der Gesellschaft vorsieht; abweichende Satzungsbestimmungen sindunbeachtlich. Die vorstehenden Regelungen gelten entsprechend, wenn die Kapitalerhöhungnicht nur von dem Fonds, sondern auch von Dritten gezeichnet werden kann oder dieTagesordnung der Hauptversammlung neben der Beschlussfassung über die Kapitalerhöhungnoch andere Gegenstände enthält.(2) Der Beschluss über die Erhöhung des Grundkapitals gegen Einlagen im Zusammenhangmit einer Rekapitalisierung nach § 7 des Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetzesbedarf der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Abweichende Satzungsbestimmungen sindunbeachtlich.(3) Wird das Bezugsrecht ganz oder teilweise im Beschluss über die Erhöhung desGrundkapitals im Zusammenhang mit einer Rekapitalisierung nach § 7 ausgeschlossen,bedarf der Beschluss einer Mehrheit, die mindestens zwei Drittel der abgegebenenStimmen oder des vertretenen Grundkapitals umfasst. Die einfache Mehrheit reicht, wenndie Hälfte des Grundkapitals vertreten ist. Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend. DerAusschluss des Bezugsrechts zur Zulassung des Fonds zur Übernahme der Aktien ist injedem Fall zulässig und angemessen.(4) Eine vorherige Leistung durch den Fonds in das Vermögen der Gesellschaft kann derEinlagepflicht zugeordnet werden und befreit den Fonds von seiner Einlagepflicht.(5) Die Bestimmungen des § 5 Absatz 1 Satz 2 und 3, Absatz 3 Satz 1 und Absatz 5gelten sinngemäß; an die Stelle des Vorstandes in § 5 Absatz 1 Satz 2 und 3 tritt dieHauptversammlung.(6) Eine Herabsetzung des Grundkapitals im Zusammenhang mit einer Rekapitalisierungnach § 7 des Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetzes kann mit einer Mehrheit nachAbsatz 3 Satz 1 oder 2 beschlossen werden. Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend. Auf dieEinberufung zur Hauptversammlung ist Absatz 1 entsprechend anzuwenden.
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