die unser Bewußtsein, als die Wahrnehmung "Sehen" erlebt.Darüber hinaus können wir aber auch hören, riechen und schmecken. Um euchnicht zu langweilen, sage ich nur kurz, daß auch bei diesenSinneswahrnehmungen elektrische Signale durch unsre Nerven von denSinnesorganen zum Gehirn geleitet werden, wo die entsprechenden Signale zuden bereits erwähnten Synapsen- oder Neuronenfeuerungen verschaltetwerden.Dem Gehirn werden zu jeder Zeit alle Reize, die gerade von denSinnesorganen aufgenommen werden, zugeleitet (das sind ca. 1-10 Milliardenbit/s). Aus allen von den Augen, Ohren, der Nase, den Geschmacksnerven,der gesamten Hautoberfläche eintreffenden Signalen schaltet das Gehirnetwa 15-20 bit/s ständig über den Thalamus synchron zur momentanenWahrnehmung in den Großhirnrindenfeldern zusammen. Die Informationenbleiben dort (in einem Kurzspeicher mit einer Kapazität von ca. 200 bit)etwa 10-20 Sekunden erhalten.0,3 - 1 bit / s dieser Daten werden in einen mittelfristigen Speicherübernommen, wo sie zwischen mehreren Stunden und einigen Tagen erhaltenbleiben. Der mittelfristige Speicher hat eine Kapazität von 1000 bis 10000bit. Zusätzlich können ständig Vergleiche zum Langzeitgedächtnis (10Milliarden bit) hergestellt werden, Gefühle empfunden werden, Plänegeschmiedet werden, Entscheidungen getroffen werden, der Bewegungsablauf gesteuert werden, die inneren Funtionen - Atmung, Verdauung, Immunsystem,usw. gesteuert werden. Ganz zu schweigen vom Unterbewußtsein.Man hat beispielsweise herausgefunden, daß es in der rechten und linkenHemisphäre (Großhirnhälfte) jeweils einen Mandelkern gibt, welcher fürAngstreaktionen zuständig ist (Adrenalinausschüttung, Auslösen vonAbwehrreaktionen, Fluchtvorbereitung, Konzentrationserhöhung). In einerVersuchsreihe wurden Testpersonen mit Elektroden versehen, um Aktivität inden Mandelkernen anzuzeigen.Den Testpersonen wurden auf einem Monitor Bilder gezeigt. Einige Bilderzeigten angstverzehrte Gesichter. Die Angstbilder wurden jedoch zunächstnur für Sekundenbruchteile eingeblendet, sodaß die Informationen überdiese Bilder nicht ins Bewußtsein der Testpersonen gelangen konnten. Dabeigelangten die Informationen jedoch an den Mandelkern in der intuitivenHemisphere.Erst als die Bilder solange gezeigt wurden, daß sie bewußt wahrgenommenwerden konnten, wurde der Mandelkern in der rationalen Hemisphäre aktiv.Das Beispiel zeigt, daß Informationen auch verarbeitet werden können, ohnedaß sie uns bewußt werden.Das erklärt z.B. das folgende Phänomen:Eine Person erblickt im Augenwinkel etwas furchterregendes (z.B. eineSpinne). Die Information wird noch nicht bewußt, die Person, dieeigentlich mit etwas ganz anderem beschäftigt war, registriert jedoch dieGefahr, der intuitive Mandelkern bereitet eine Panik vor, die Personverharrt plötzlich in ihrer Bewegung und wendet langsam den Kopf zurück zuder Stelle, von der die Gefahr ausgeht, erblickt diese nun bewußt undstößt einen Schrei des Entsetzens aus. Wir kennen das aus zahlreichenComics!_________________________________________________________Das Gehirn (inclusive Rückenmark) ist also Sitz und Schaltzentrale unseres
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