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Einleitung
Extrazelluläre Signalmoleküle spielen eine entscheidende Rolle für die Kommunikation zwischen Organen und Zellen. Dieinnerhalb des Organismus synthetisierten und sezernierten Botenstoffe lassen sich in die Gruppen der Hormone und Cytokineeinteilen. Sie werden von bestimmten Zellen auf definierte Reize hin freigesetzt und wirken auf Zellen, die den passendenRezeptor tragen. Die Zielzellen antworten nach Initiation einer Signalkaskade mit Änderungen einer Vielzahl von biochemi-schen und biologischen Prozessen.Störungen der Kommunikation zwischen Zellen und Organen führen, soweit es Hormone betrifft, zu klinisch gut definier-ten Krankheitsbildern. In verstärktem Maße werden vor allem akut und chronisch entzündliche Erkrankungen auch als Kon-sequenzen einer gestörten Regulation durch Cytokine verstanden, sodass speziell dieser Gruppe von Signalmolekülen einezunehmende klinische Bedeutung zukommt. Daher werden im folgenden Kapitel die verschiedenen Unterfamilien der Cyto-kine (Interleukine, Interferone, Wachstumsfaktoren und Chemokine), deren Rezeptoren und die intrazelluläre Signaltransduk-tion besprochen.
25.1
Extrazelluläre Signalmoleküleund die Kommunikationzwischen Zellen
25.1.1
Kommunikation zwischen Zellen
!
Extrazelluläre Signalmoleküle erreichen ihre Zielzellenauf unterschiedlichen Wegen.
Die Entwicklung vielzelliger, arbeitsteilig organisierter Le-bewesen aus dem Zusammenschluss von Einzelzellen stellteinen gewaltigen Fortschritt in der Evolution dar. Eineseiner wesentlichen Voraussetzungen ist die Signalüber-mittlung von Zelle zu Zelle bzw. von Organ zu Organ. In
.
Abb. 25.1
sind die verschiedenen realisierten Mechanis-men der interzellulären Kommunikation zusammenge-stellt. Die Signale werden auf
humoralem Weg
(lat. humor,Flüssigkeit) in Form chemischer Verbindungen als Signal- vermittler übertragen. Die Signalmoleküle wirken nur auf solche Zellen, die einen passenden
Rezeptor
tragen. Diespezifische Bindung des Signalmoleküls (
Ligand
) an denRezeptor löst eine zelluläre Reaktion aus.Erfolgt die Signalübermittlung durch Diffusion von dersezernierenden direkt auf eine benachbarte Zelle, so sprichtman von
parakriner Signaltransduktion
(
.
Abb. 25.1a
).
.
Abb. 25.1. Mechanismen der interzellulären Signalübermittlung.
(
a
) parakrine, (
b
) juxtakrine, (
c
) endokrine, (
d
) autokrine,(
e
) neuronale Signalübertragung. (Einzelheiten
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Extrazelluläre Signalmoleküle und die Kommunikation zwischen Zellen
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